Aus der Amazon.de-Redaktion
Penny fragt sich, ob sie ihre kleine Schwester Baby mehr lieben darf als den Duce. Sie hat nämlich ihr Schwesterchen genauso lieb wie Jesus, den ein bisschen lieber als Gott, Gott genauso lieb wie Mussolini - und damit Baby lieber als den Duce. Ist sie deshalb böse?
Lorenza Mazzetti beschreibt die Jahre des Faschismus in Italien aus der naiven Perspektive eines Kindes, das bei seinem jüdischen Onkel aufwächst und zunächst unbekümmert, später verzweifelt mit den grausamen Geschehnissen in seiner unmittelbaren Umgebung umgehen muss. Dieser feinfühlige Roman ist bereits 1961 veröffentlicht und nun -- parallel zu seiner Verfilmung mit Isabella Rosselini -- neu aufgelegt worden. Ein großes kleines Buch, für dessen Wiederentdeckung man dankbar sein muss. --Stefan Kellerer
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Als außergewöhnliche Wiederentdeckung wurde die Kindheitsgeschichte der italienischen Schriftstellerin Lorenza Mazzetti gefeiert. Die Verfilmung mit Isabella Rossellini wurde auf der Berlinale 2001 hoch gelobt. Federico Fellini nannte es eines seiner Lieblingsbücher. "Der Himmel fällt" erzählt vom Einbruch des Krieges in eine abgelegene toskanische Villa im Sommer 1944. Die achtjährige verwaiste Penny, glühende Verehrerin des Duce, beobachtet den strengen Onkel und die liebevolle Tante, versucht, die deutschen Soldaten in ihre Kinderspiele zu verwickeln und wird Zeugin des Mordes an ihrer Tante und ihren beiden Cousinen.