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Produktinformation
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Doch plötzlich geschieht Merkwürdiges und dieser Idylle: Da verrichtet jemand in der Nacht seine Notdurft vor der Eingangstür des Gemeindeamtes. Gleich anschließend gibt es einen Brand, der im Zeughaus der Feuerwehr ausbricht. Er wird aber so schnell gelöscht, dass darüber nicht einmal ein Gerücht entstehen kann. Kleinigkeiten nur, doch dann ist plötzlich die Pfarrersköchin tot. Vermutlich hat sie jemand mit ihren eigenen Heilkräutern umgebracht, wie Zyniker vermelden.
In einem kleinen Ort wird nach einem Mord jeder noch eine Spur verdächtiger, als er es vielleicht immer schon war. Wenn dann noch jemand aus Wien auftaucht, der sich schon als Weinkritiker nicht besonders beliebt gemacht hat, dann ist den Gerüchten und Verdächtigungen Tür und Tor geöffnet. Der Landgendarm Simon Polt mutiert notwendigerweise wieder zum Kommissar und klärt den Fall mit Gelassenheit und Menschenkenntnis auf -- nach Polt muss weinen und Blumen für Polt immerhin schon seinen dritten.
Immer wieder vergisst man bei der Lektüre die Quintessenz jeden Krimis, dass nämlich das Leben lebensgefährlich ist. Zu verlockend sind einfach die Gegenangebote wie Wein, Geselligkeit, Landschaft und Landleben, die Komarek mit leichter Hand entwirft. So löst sich der Fall in dieser Kriminalidylle in sich selbst auf, und als Leser bekommt man als Draufgabe noch ein Stück Lebensweisheit mitgeliefert. --Helmuth Schönauer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Polt zwischen Himmel und Hölle - genial!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Taschenbuch)
Komareks dritter Polt-Roman ist von einer geradezu ungeheuren Dichte. Man spürt förmlich, was sich in diesen Dörfern wo jeder jeden kennt und sich das Leben zwischen Kirche, Presshäusern und Wirtshaus abspielt, alles im Hinter- und Untergrund abspielt; man taucht selbst in die sommerliche Landschaft des idyllisch-beschaulichen Wiesbachtals ein, in dem jemand seine Notdurft genau vor dem Eingang des Gemeindeamtes verrichtet, im Zeughaus der Feuerwehr in Brand gelegt wird, wo dem Gockel des Pfarrers der hals umgedreht wird und wo im Wald ein erhängtes Reh gefunden wird. Und die Ermittlungen Polts zu dem Mord an der Köchin bringen so ganz nebenbei noch etliche "Leichen" ans Tageslicht, die so mancher (männliche) Dorfbewohner hätte lieber ruhen lassen, denn der Lebenslauf der qualvoll verschiedenen Amalie wird zerpflückt und dabei stellt sich heraus, dass die lebenslustige junge Dame mit ihren begnadeten Kochkünsten ihre Gunst im Laufe der Jahre mehr als einem Dorfbewohner geschenkt hat. Ob Pfarrer, Polizeichef, Lehrer, Mesner, Landwirt oder Winzer, alle haben ihr Herzerl droben am Grünberg in den Stamm der Teufelsbuche geritzt!Auch bei Polt selbst tut sich einiges: zuerst wird er stolzer Besitzer eines Presshauses und dann geht auch noch bei seiner geliebten Lehrerin endlich was weiter! Doch so richtig genießen kann er seine beiden Eroberungen noch nicht, muss er doch zuerst noch auf seine bekannt unkonventionelle und bedächtige Art ermitteln. Und als ihm bewusst wird, dass der Täter oder die Täterin aus seinem Bekanntenkreis kommen muss, steht Gendarmerie-Inspektor Simon Polt plötzlich selbst zwischen Himmel, Polt und Hölle ... Dass in diesem Roman wiederum Wein eine, besser die wesentliche Rolle spielt, ist selbstverständlich, stirbt die Köchin doch an einem 79er Cabernet-Sauvignon, den Pfarrer Winter vom Höllenbauern als Geschenk erhalten hatte. Auch Simon Polt ist keineswegs ein Kostverächter, kann aber, im Unterschied etwa zum Ex-Lehrer Franz Fürst, dem der Alkohol zum Verhängnis wurde, mit eben diesem Alkohol ganz gut umgehen. Komarek erzählt von einer Dorfgemeinschaft und ihren verschrobenen Einwohnern, von Zugereisten, von Versagern und solchen die es noch werden können genauso gekonnt wie er die Stimmung des hier nur scheinbar idyllischen Weinviertels einzufangen vermag. In wenigen Worten skizziert er Charaktere glaubhaft und lässt verspielt jede Menge Abgründe erahnen. Man braucht nur ein, zwei Sätze zu lesen und schon wird man von der spannend-heimeligen Atmosphäre gepackt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Polt,
Von tempelmaus (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
Wie immer ein gelungener Polt. Die Stimmung der Weindörfer kann man sich genau vorstellen (auch wenn man sie nicht kennt), die Figuren mit wenigen Worten scharf und liebevoll gezeichnet. Manchmal überstrapaziert Komarek die Langsamkeit und Verschlafenheit von Land und Leuten, aber dann ist man schon zu tief in der Geschichte drin, um noch aufzuhören.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"SCHEINBAR IDYLLISCH",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Himmel, Polt und Hölle (Gebundene Ausgabe)
Ausgerechnet im Pfarrhaus muß der Gendamarieinspektor Simon Polt seine Ermittlungen führen. Wo er es mit der Kirche gar nicht so sehr hat.Da ist nämlich die Pfarrersköchin, die Amalie, vergiftet aufgefunden worden. Zur gleichen Zeit geschehen sehr eigenartige Dinge in Brunndorf. Plötzlich tauchen seltsame Gerüchte um die Vergangenheit der Pfarrersköchin auf. Da wird es dem Simon Polt nicht leicht gemacht,- als würde die drückende Hitze diesen Sommer nicht schon genügen. ---------------------------------------- Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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