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Dem Himmel so nah, dem Pfarramt so fern. Erste evangelische Theologinnen im geistlichen Amt
 
 
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Dem Himmel so nah, dem Pfarramt so fern. Erste evangelische Theologinnen im geistlichen Amt [Gebundene Ausgabe]

Heike Köhler , Dagmar Herbrecht , Dagmar Henze


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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Autorenporträt

Dagmar Herbrecht, geb 1963; Studium der ev. Theologie in Wuppertal, Straßburg, Tübingen und Marburg, Vikariat. 1992 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Edition der Quellen zur Auseinandersetzung um die Frauenordination in der Bekennenden Kirche der Altpreussischen Union; seit 1998 Pastorin im Sonderdienst; 1999 Promotion zur Dr. phil. in Kassel.

Auszug

Einen lebenslangen "Kampf gegen die Kirche für die Kirche" habe er gekämpft, schreibt Claudia Bader über den Pfarrer und Freund Hermann Schafft Und mit eben diesem "Kampf" kann, ja muß auch ihr Leben beschrieben werden. Leidenschaftlich hat sich Claudia Bader im Denken, Reden und Handeln über Menschen (auch für außerhalb der Kirche lebende!) eingesetzt und sich dabei oft aufgeopfert. Ebenso leidenschaftlich hat sie sich mit den ihr eigenen intellektuellen Gaben gegen Unwahrhaftigkeit in der Kirche gewehrt, vor allem auch gegen die Unterschätzung und ungerechte Behandlung der Theologinnen. Dabei war sie selbstkritisch auf der Hut, ja nicht ein "falsches Ärgernis" an der Institution Kirche zu nehmen, so schwer das für sie auch manchmal war. Daß sie zeitlebens in diesen Konflikten stand, hat sicher etwas mit ihrer Biographie und ihrem beruflichen Werdegang zu tun:

Am 12. November 1900 in Codacal/Malabar (Ostindien) als viertes Kind eines deutschen Pfarrers geboren, kommt sie 7-jährig nach Basel. Über die Stationen Heidelberg und Frankfurt zieht die Familie 1912 nach Marburg, wo der Vater die Leitung des Fürsorgeheims "Elisabethenhof" innehat und sie das Lyzeum besucht. 1917 erfolgt ein Wechsel an das Oberlyceum der Evangelischen Brüderunität zu Gnadau bei Magdeburg, an dem sie 1920 die Reifeprüfung ablegt und nach einem praktischen Seminarjahr die Lehrbefähigung für Lyzeen, Mittel- und Volksschulen erhält. Sie übernimmt sogleich Unterricht und Internatsdienst als Erzieherin am dortigen Lyzeum.

1922 hat sie das Glück, ihr erstes Studiensemester (Theologie, Philosophie, Pädagogik) in Genf verbringen zu können. Sie nimmt an den Arbeitsgemeinschaften der Association Chrétienne des Etudiants teil und schreibt rückblickend 1946 in ihrem Lebenslauf- Die vielseitige geistige Auseinandersetzung mit außerdeutschem Geistesleben, war ein Reichtum, von dem ich lebenslänglich zehre. Sie kommt mit sozialistischen und kommunistischen Kreisen der Jugendbewegung zusammen, und ihr Wunsch, sich mit den philosophischen, soziologischen und pädagogischen Problemen theologisch auseinanderzusetzen, wird immer dringender. 1925 kehrt sie - nach Jahren der Lehrtätigkeit in Gnadau - nach Marburg zurück, kann sich aber wegen des Widerstandes der Familie, die im Theologiestudium keine Zukunftssicherung sehen kann, zunächst nicht in der Theologischen Fakultät einschreiben, sondern wird zum Philologie-Studium (Religion und Deutsch) genötigt. Erst 1929 kann sie in die Theologische Fakultät überwechseln und im Sommer 1932 das Erste Theologische Examen (Fakultätsexamen) ablegen. Warum war sie an der Marburger Universität geblieben? Weil, wie sie sagt, "in Marburg in jenen Jahren die für die Zukunft unserer evangelisch-protestantischen Kirche entscheidenden theologischen Fragen aufgeworfen und um ihre Antwort gerungen wird in echter Verantwortung vor dem Geiste der Wahrheit, der in alle Wahrheit führt"...


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