Ein Paar und ein Freund, alle Künstler aus der New Yorker Upper-Class, begeben sich
auf eine Reise in die endlosen Weiten und exotischen Wüstenstädte der Sahara.
Es ist eine Art Sinn-Suche, weit abseits des Trubels des amerikanischen Großstadtlebens.
Das Paar, gespielt von Debra Winger und John Malkovich, will in einer fremden
Umgebung voller Abenteuer, seine Liebe neu entdecken und beleben. Die drei
kommen 1947 mit etlichen Koffern im Hafen von Tanger an und lassen sich durch
die Zeit und das Land treiben.
In der grenzenlosen Freiheit des neuen Kontinents, kommt es, wie nicht anders zu
erwarten, zu sexuellen Abenteuern und die Dreier-Beziehung wird zusehends
problematischer. Schließlich trennen sich ihre Wege und das Paar unternimmt eine
Odyssee durch die malerischsten und einsamsten Gegenden der Sahara in Marokko,
Algerien und Niger. Die Reise wird ein Kampf auf Leben und Tod, bei der es
schließlich nur noch um das nackte Überleben geht.
Eindrucksvoll zeigt der Film wie zwei Menschen einen Sinn in ihrem Leben suchen
und sich dabei in einer fremden Welt verlieren. Nichts kann sie davor retten. Es gibt
nichts bekanntes mehr, an dem man sich noch festhalten könnte, sogar Geld verliert
über die Landesgrenzen hinweg seinen Wert. In imposanten Bildern von isolierten
Wüstenoasen und ziehenden Karawanen wird eine großartige Geschichte über die Angst
vor der Unendlichkeit des Himmels erzählt.
Es ist eine beeindruckende und poetische Geschichte, die Bertolucci (Der letzte Kaiser)
nach einem Roman von Paul Bowles verfilmte. Paul Bowles selbst übernimmt in dem
Film die Rolle des Erzählers.