Für den jungen Robin Perry hat sich sein Vater eine glänzende Karriere in der Wirtschaft vorgestellt. Doch anstatt aufs College zu gehen, meldete sich Robin bei der Armee. So kommt es, dass er mit der Civil Affairs-Einheit in den zweiten Irakkrieg geschickt wird. Doch obwohl er nicht direkt an der Front kämpft, müssen er und seine Einheit sich vor den Gefahren nach dem eigentlichen Krieg in acht nehmen. Anschläge und Hinterhalte sind fast schon an der Tagesordnung, wenn die Civil Affairs das Lager verlassen. Wie prägen diese lauernden Gefahren einen Menschen?
"Himmel über Falludscha" ist kein Buch, das man einfach so durchliest und zur Seite legt. Es berührt den Leser und gibt einen schonungslosen Einblick hinter die Kulissen des Irakkrieges und in die Gedanken eines Soldaten - Gedanken, die man niemals so erfahren wird. Ich fand es interessant zu erfahren, wie die Amerikaner im Krieg arbeiten. Denn obwohl es sich um eine fiktionales Buch handelt, hatte ich den Eindruck, dass der Autor in diesem Buch seine Erlebnisse als Soldat verarbeitet. Daher kann man wohl davon ausgehen, dass viele der Situationen, die hier beschrieben werden, durchaus real sind.
Im Prinzip ist das Buch in zwei Bereiche unterteilt. Da ist zum einem eigentlich die Handlung, die im Irak stattfindet. Allerdings spielt ein Großteil der Handlung in der Zeit, wo die Amerikaner den Krieg gewonnen haben und nun mit den Aufbauarbeiten beschäftigt. Als zweiten Bereich kann man die Briefe ansehen, die Robin an seinen Onkel und seine Eltern schreibt. Hier erfährt der Leser, was wirklich in Robin vorgeht und wie sich der junge Mann entwickelt. Beide Teile zusammen ergeben das schonungslose Bild eines Soldaten, der vom Krieg für immer geprägt ist.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Wer schon immer mal wissen wollte, wie es wirklich in einem Krieg zugeht, der ist bei diesem Buch genau richtig. Auch wenn es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt, ist es sicherlich auch für Erwachsene interessant. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.