Die Geschichte spielt auf dem 5000 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Himalaya-Plateau. Dort leben die Dolpo-Pa; ein "alter" Stamm aus Tibet, die sich in Nepal niederließen. Über gefährliche Passrouten transportieren sie mit Hilfe von Yaks/den Urrindern der Tibeter Salz, das sie in entfernten Tälern gegen Getreide tauschen. Ihr Leben hängt von diesem „weißen Gold" ab, und die Händler nutzen dies erbarmungslos aus! Einer ihrer Bergführer, der alte Tinlé, weigert sich, den jungen Karma an die Spitze der nächsten Salz-Karawane zu stellen, weil er ihn für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht. Trotz eines ungünstigen Orakels tritt Karma die gefährliche Reise dennoch an. Wutentbrannt macht sich Tinlé auf zu dessen Verfolgung. Doch am Ende erkennt der "Alte" Führer der Salzroute, in Karma steht ein wahrer/verantwortungsbewusster Bergführer, der das Leben seine Gefolgsleute als das höchste Gut schätzt. Der Film vom französische Fotografen Eric Valli zeigt in seinen ersten Spielfilm grandiose Bilder gewürzt und durch die noch unschuldigen Gesichter der meist Laiendarsteller.
Der Film fast ausnahmslos mit Laienschauspielern besetzt; und das ist auch gut so; denn sie vermitteln Authenzität und lassen die Urgewalt der großen weißen Berge, die noch in ihnen steckt aufblitzen! Dieses Erstlingswerk ist eine wunderbare Hommage an die Menschen der nördlichen Himalaya Regionen, und lässt Bewunderung aufkommen, in solchen Bedingungen noch die Würde und Lebensbejahung eines menschlichen Lebens zu führen. Mein Hochachtung für diese Menschen. Frank Lotz TM-Lehrer & Experte für Ayurveda.