Bereits im grauenhaft guten Film ist mir die markante, aber stimmige Musik aufgefallen und so musste ich demnach auch den Soundtrack haben! "The Hills Have Eyes" hat einen sehr markanten Sound, der mich als Filmmusikfan sehr interessiert hat und so war ich gespannt auf die CD und ich wurde absolut überzeugt.
Zuerst bekommt man 9 Songs geboten, zum Teil Interpretationen und zum Teil Songs aus dem Film. Besonders "More and More Webb Pierce" und "In The Valley Of The Sun Buddy Stuart" bringen durch ihren alten Countrystyle eine unheimliche und sarkastische Atmosphäre und sind auch die beiden Songs, die im Film tatsächlich gespielt werden. Auch die Neuinterpretation des Klassikers "California Dreamin" ist gelungen, ist aber halt nicht das Original.
Ab Track 10 beginnt dann das eigentliche Highlight: Der Score von Tomandandy, ein Komponist, der eigentlich aus zwei Komponisten besteht (Tom and Andy). Das Tolle ist, dass uns die gesamte Musik aus dem Film geboten wird. Und schon das Stück "Forbidden Zone" ist ein perfekter Einstieg in das bedrohliche Klangwerk: Tiefe und bedrohliche Beats, die mich immer ein wenig an eine Mischung aus Warnsirenen und Radioaktivität erinnern. Klingt dämlich, aber mit diesem (sogenannten) Thema hat Tomandany es geschafft mit einfachen Mitteln die Stimmung des Films widerzugeben.
Richtig erkennbare Themen gibt es kaum: In "Out House" erklingt das (ich nenn es mal so) Wüstenmotiv und in "Forbidden Zone" vernimmt man ein weitres Thema, das mehrmals gespielt wird und als Erkennungsmotiv für die ungewisse Bedrohung funktioniert!
Die Stimmung ist, wie schon gesagt sehr dunkel und bedrohlich, wechselt aber auch ab und zu in richtig dramatische Klänge, wie in "Beauty". Ein genialer Titel für die Grundstimmung des Scores und des Films ist "Village Test", den ich als Hörprobe empfehle!
Die Musik ist sehr elektronisch gestaltet, vor Allem in "Trailer", bietet aber auch starke Orchestereinlagen, wie zum Beispiel in "Breakfast Time". Das Ende besticht durch den (elektronischen) Chor und die harten Gitarrenklänge (a la Ennio Morricone), die perfekt harmonieren und einen musikalischen Höhepunkt bieten. Auch "The Quest II" hat so einen tollen Höhepunkt, der schon sehr heldenhaft klingt, Großartig. Und auch das finale Stück "ItŽs Over?" ist sehr opulent gestaltet. Generell ist die zweite Hlfte des Scores viel melodischer und dramatischer.
Ansonsten ist die Musik eher A - tonal gehalten, zeigt aber ihre Qualität, denn sie erschafft (auch ohne Bilder) eine richtig bedrohliche Stimmung! Das was diese CD so ausmacht ist halt dieser einzigartige und markante Sound!
Wer den Film mochte, der wird bestimmt auch Interesse an diesem Prachtstück von Soundtrack seine Freude haben. Wer atmosphärische und coole Soundtracks liebt, der ist mit "The Hills Have Eyes" genau richtig!