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Hilfen für Opfer von Gewalt: Ratgeber für neuapostolische Christen und andere Interessierte
 
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Hilfen für Opfer von Gewalt: Ratgeber für neuapostolische Christen und andere Interessierte [Broschiert]

Rainer Ballnus
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 68 Seiten
  • Verlag: Nordenmedia; Auflage: 1 (14. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935347189
  • ISBN-13: 978-3935347181
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 16,6 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.217.040 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Inhaltsverzeichnis · 1. Sexueller Missbrauch – was ist das eigentlich? Der Versuch einer Begriffsbestimmung – Grundinformationen über Tat, Opfer und Täter · 2. Was können Opfer nach solch einem Geschehen erleben? Allgemeines zum Opferverhalten danach und zu möglichen Krankheitsbildern · 3. Gibt es einen Missbrauch mit dem Missbrauch? Gedanken zu einer möglichen Vortäuschung · 4. Was können Eltern, die Gesellschaft und die NAK vorbeugend tun? Präventiv (Vorbeugungs) -Konzepte · 5. Ein Missbrauch ist geschehen! Wer kann was tun? Was ist nicht zu tun? Krisenpläne und Vorgehensweisen im Verdachtsfall · 6. Krisenintervention - Wer kann Opfer wirksam begleiten? Arbeitsweise und Möglichkeiten von Begleitern, Vertrauenspersonen usw. · 7. Was tut die Neuapostolische Kirche in solch einem Fall? Aufklärung des Sachverhaltes durch Verantwortliche der NAK · 8. Was geschieht mit dem Täter in der NAK? Seelsorge auch für einen Täter · 9. Was gibt es darüber hinaus an Hilfsangeboten? Gesprächskreise, Internet-Notruf, Selbsthilfegruppen u. a. · 10. Welche Aufgaben nehmen Polizei und Justiz in diesen Fällen wahr? Ermittlungs- und Anklagemonopol des Staates im Falle einer Anzeigenerstattung · 11. Quellenangaben · 12. Wo steht was? Gesetzestexte (z. T. kommentiert) aus dem Strafgesetzbuch (StGB) und der Strafprozessordnung) StPO (z. B. Verjährungsfristen) · 13. Hilfreiche Literatur, Selbsthilfegruppen und Beratungsangebote · 14. Impressum. Aber die Menschen kehrten nicht um. Sie hörten nicht auf, sich mit okkulten Dingen zu beschäftigen, Unzucht zu treiben und einander zu bestehlen. (Offenbarung 9,21) Liebe Leserin, lieber Leser, mir ist durchaus bewusst, dass einige von Ihnen bereits durch die Überschrift abgeschreckt worden sein können. Ich wünschte mir aber auch, dass sich einige von Ihnen angesprochen fühlen, weil sie schon in der Überschrift dieses Begleitbuches eine Hilfe erahnen, nach der sie sich seit langem gesehnt haben. Ich bin in unserer Kirche zum ersten Mal mit diesem überaus ernsten Thema aufgrund meiner Interviews bei den Internet-Redaktionen „www.glaubenskultur.de“ und „www.naktuell.de“ konfrontiert worden, in denen ich u. a. einiges zum Thema „Miteinander reden“ und „Begleitung von Menschen in Seelennot“ gesagt habe. In der Zeit danach habe ich nicht wenige Anrufe, Emails und andere Schreiben erhalten, in denen Glaubensgeschwister mit und ohne Amtsauftrag mir ihre Sorgen anvertraut und gelegentlich auch Hilfe von mir erbeten haben. Darunter waren auch mehrere Geschwister, die in der Vergangenheit an sich bzw. ihren Kindern „sexuelle Gewalt“ von neuapostolischen Seelsorgern (Missbrauch und/oder Vergewaltigung) erlebt haben. Viele aus meiner Familie und meinem befreundeten Umfeld waren zutiefst schockiert, als sie davon erfuhren. Ich habe sehr oft die Aussagen entgegengenommen: „In unserer Kirche – das ist doch nicht möglich“ oder „Überall – aber doch nicht bei uns“. Und genau dieses Entsetzen kann jetzt bei Ihnen aufkommen, wie gesagt, bereits beim Lesen der Überschrift. Dieses Gefühl des Entsetzens ist mehr als verständlich, weil wir als neuapostolische Christen in der Jesus-Lehre erzogen worden sind, und die lässt für solche Taten eigentlich keinen Spielraum – eigentlich, denn wir bleiben Menschen, die trotz bester Absichten untreu werden, die Diebstähle begehen oder Menschen berauben, töten, alte Menschen in Altenheimen aus Geldgier betrügen, ja, die sich sogar an Opfergeldern vergreifen. All das gibt es in unseren Reihen. Und dennoch: Gewalt, sexuelle Gewalt und Unterdrückung, der schreckliche Missbrauch von Kindern durch neuapostolische Seelsorger und/oder neuapostolische Christen – das wollen wir nicht begreifen! Das darf es bei uns nicht geben! Dass sich Missbrauchsopfer in unseren Reihen finden, wird wohl akzeptiert. Dass aber auch Täter in unserer Kirche ihre Chance suchen und nutzen könnten, mit dieser Vorstellung müssen sich viele von uns erst einmal auseinander setzen. Und im Ergebnis ist dann eben doch festzuhalten, dass es diese Taten gibt! Und nicht nur durch Amtsbrüder, sondern auch in der Familie, z. B. durch Onkel, Großväter, Stiefväter. Mir selbst war und ist dieses schändliche Tun aufgrund meines Berufes nie fremd gewesen. Die Erfahrung hat gelehrt, dass gerade in der sozialen Arbeit solches Geschehen anzutreffen ist, ob in der Kinder- und Jugendarbeit oder aber in der kirchlichen Seelsorge. In dieser Arbeit entsteht eine Nähe zwischen den beteiligten Personen, eine Vertrautheit, die in dem einen oder anderen Fall zu Missbrauchshandlungen führen kann. Eines sei bereits an dieser Stelle deutlich herausgestellt: Die überwältigende Mehrheit unserer ehrenamtlich arbeitenden Seelsorger und Lehrkräfte arbeitet mit großem Engagement und in vorbildlicher Weise mit unserem Nachwuchs. Sie mögen deshalb wegen dieses Handbuches nicht erschrecken. Gerade bei dieser großen Schar von Geschwistern möchte ich an anderer Stelle in dieser Wegleitung darum werben, mit dafür einzutreten, dass solch ein Geschehen bereits im Vorfeld im Keime erstickt werden kann. Wenn ich zuvor gesagt habe, dass ich erst durch meine Interviews auf dieses Thema aufmerksam geworden bin, so ist das eigentlich nicht korrekt. In meinem neuapostolischen Leben habe ich nicht nur einmal gerüchteweise gehört, dass der eine oder andere Seelsorger sich bei seinen Hausbesuchen „nicht ganz vorbildlich verhalten habe und ab sofort in der Bank sitzen musste“. Und ich habe ein Erleben einer Freundin vor vielen, vielen Jahren noch in Erinnerung. Ich hatte sie als Nichtneuapostolische zum ersten Mal in das Gotteshaus geführt, und genau dort war sie von dem freundlichen Diakon an der Tür begrüßt worden, so begrüßt, dass er in ihre Innenhand seine Sympathie für sie „gekillert“ hatte. Und vielleicht hat auch die eine oder der andere von Ihnen von ähnlichem Erleben gehört oder an sich selbst erfahren. Um aber das volle unbegreifliche, dieses unfassbare Ausmaß noch ein wenig plastischer an Sie heranzutragen, gebe ich die persönlichen Schilderungen der Glaubensgeschwister wieder, die sich hilfesuchend an mich gewandt und bei denen sich nach dem schrecklichen Geschehen folgende Auswirkungen ergeben haben: 1. Über viele, viele Jahre haben sie ihr traumatisierendes Leid völlig allein aushalten müssen, und zwar deshalb, weil sie es aufgrund ihrer neuapostolischen Erziehung nicht gewagt haben, über die schlimmen Vorgänge zu sprechen, auch nicht mit einem Therapeuten. 2. Trotz aller von ihnen selbst ergriffenen Aktivitäten zur Verbesserung ihrer Lebensqualität ist ein einschneidender und unbarmherziger Riss in ihrem Leben eingetreten. Die furchtbaren psychischen Folgen werden von Opfern wie folgt beschrieben: - Sie fallen immer wieder in ein Loch. - Sie sind zum Teil beziehungsunfähig geworden. - Sie haben nicht selten ohne dauerhafte Therapie keine ausreichende Lebensqualität. - Sie entwickeln Zwangsstörungen, Phobien (behandlungsbedürftige Ängste) und aggressive Selbstzerstörungen. - Sie geraten nicht selten in eine suizidale (Selbsttötungsgefährdung) Nähe. - Sie entwickeln gelegentlich posttraumatische Belastungsstörungen (seelische Wunden nach einem schlimmen Erleben), die zu monatelanger ambulanter und/oder stationärer Therapie führten. Aus der Begleitung einiger Glaubensgeschwister und aus Gesprächen mit der Kirchenleitung, zuletzt am 13. September 2005 mit Stammapostel Leber, ist mir folgendes bekannt: - Der Stammapostel selbst befürchtet eine hohe Dunkelziffer bezüglich dieses schlimmen Geschehens. - Von ihm weiß ich auch, dass er und andere Apostel nicht wenige Opfer begleiten und seelsorgerisch betreuen. - Ich weiß aber auch, dass einige Geschwister für sich nicht die seelsorgerische Begleitung gefunden haben, die sie sich gewünscht hätten. Deshalb habe ich Stammapostel Leber darüber informiert, dass ich gemeinsam mit fachlich kompetenten Glaubensgeschwistern, aber auch mit Experten aus meiner Berufswelt parallel zu dem kirchlichen Angebot ein ergänzendes Begleitbuch entwickeln und an geeigneter Stelle platzieren werde. Meine Beweggründe, nicht außerhalb unserer Kirche, sondern in ihr eine ergänzende Unterstützung anzubieten, sind: - Aus nicht wenigen Kontakten mit neuapostolischen Christen weiß ich, dass nicht alle Opfer (und damit meine ich nicht nur Missbrauchs-Opfer) die Kraft aufbringen, sich ihrem Seelsorger anzuvertrauen, insbesondere dann nicht, wenn Seelsorger selbst als Tatverdächtige in Frage kommen. - Aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass aus einem Schamgefühl Gewalttaten in der Familie viel zu lange verschwiegen werden und nicht selten erst dann „ans Tageslicht“ kommen, wenn Betroffene nachhaltigen Schaden an ihrem Körper und/oder an ihrer Seele genommen haben. Leidtragende Glaubensgeschwister haben mir ein derartiges Verhalten persönlich in Telefonaten bestätigt. - Betroffene haben mich nachdrücklich gebeten, sie mit in die vorbeugende Arbeit in der NAK einzubinden, weil sie trotz ihres unermesslichen Leids selbst mithelfen möchten, dass andere bzw. weitere Opfer in unserer Kirche den Mut fassen können, sich zu offenbaren, sich geeignete Hilfe holen zu können. - Manchen Betroffenen sind zwischenzeitlich mehrere andere Fälle des Missbrauchs zugetragen worden, in denen die Geschwister zum Teil ihr ganzes Leben lang geschwiegen haben. - Der bekannt gewordene Fall eines sexuellen Missbrauchs in den Niederlanden und der Inhalt des Artikels bei http://forum.glaubenskultur.net/viewtopic.php?t =2772 (Internetadresse) zeigen mir zum wiederholten Male das nicht immer hilfreiche Verhalten der Kirchenleitung, mit verheerenden Folgen für die unmittelbar und mittelbar betroffenen Seelen und für die gesamte Kirchengemeinde. Manch einer von Ihnen denkt jetzt vielleicht, dass das doch alles allein gar nicht zu schaffen ist, dass das nach einem Konkurrenz-Vorhaben „riecht“, weil es doch einen offiziellen Leitfaden gibt und dass sich da jemand, also vornehmlich ich – profilieren möchte. Diese oder andere Gedanken akzeptiere ich, und sage folgendes: Ich bin nicht allein und arbeite ...

Über den Autor

Rainer Ballnus hat als Kriminalist über zwei Jahrzehnte als Lehrer im Fachbereich Verbrechensbekämpfung und Lehrtrainer für Verhaltenstrainings im Psychologischen Dienst der Polizei gewirkt. Aus den vielfältigen Erfahrungen seiner Arbeit sind bisher zwei Fachbücher erschienen: • Konflikte regeln mit Kopf und Herz • Wenn die Seele weint...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R. Puleo
Dieser Ratgeber greift kein neues, dafür aber ein abstoßendes Thema auf.
Da man ein Buch zu diesem Thema nicht unbedingt gerne liest, ist es umso hilfreicher, dass es gut lesbar und verständlich beschrieben ist. Dem Autor ist es gelungen, fern von psychologischen Ausschweifungen das sensible Thema des Missbrauchs dem Leser nahe zu bringen. Hilfreich sind daher auch die Gedanken zur Prävention.
Natürlich wird auch auf den/die Täter eingegangen, die ja wohl auch aus neuapostolischer (christlicher?) Sicht, nicht ausgeklammert werden dürfen. Überraschend, dass dieses Buch nicht auf den Neuapostolischen Web-Seiten erwähnt wird, obwohl es wohl zunächst genau für deren Mitglieder oder Seelsorger geschrieben wurde. Bedeutet das, dass in dieser Kirche mehr Kirchen als Opferschutz betrieben wird?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hilfen für Opfer von Gewalt 26. November 2010
Diese Buch sollte für alle Christen zur Pflichtlektüre zählen. Der Autor beschreibt sehr genau, wie sich die Opfer fühlen, dass die Täter im nahen Umfeld zu finden sind, wie die Täterstrategien aussehen, wie dagegen vorgegangen werden muss. Mit der Anwendung dieses Leitfadens dürfte die Alles-unter-den-Teppich-kehren-Strategie vorbei sein.
Es liegt in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, jeglicher Art von Gewalt und Missbrauch zu wehren und auf die Anzeichen dafür zu achten. Indem solche Taten nicht geduldet, sondern bestraft werden, zeigen wir, dass die Opfer auch Opfer sind und die Täter einfach gemeine Täter sind. Denn sehr oft fühlt sich das Opfer schuldig und schämt sich, oft ein Leben lang, dabei müßte das doch andersrum sein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser Ratgeber macht Menschen Mut, auf das sensible Thema des sexuellen Mißbrauchs in unserer Gesellschaft zu schauen. Das Handbuch ist einfühlsam und kompetent beschrieben und spiegelt die jahrelange Berufserfahrung des Autoren im Kriminalpsychologischen Dienst wider. Besonders spricht mich das Konzept der Prävension an. Ich wünsche jeder Kirche, jeder Organisation, viele solcher engagierten Mitglieder,die sich zum Wohl Hilfsbedürftiger einsetzen.
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