Das meiste, was man hier zum Thema Akne lesen kann steht auch schon in anderen Gesundheitsbüchern/-magazinen.
Man soll viel Obst und Gemüse essen, auch Nüsse und Samen (ungeröstet) werden empfohlen. Von Milchprodukten wie Milch, Quark, Joghurt und Käse (außer Butter) rät die Autorin ab, da diese oft hormonell belastet sind und viele Menschen einen (latenten) Laktasemangel haben. Fleisch (da oft mit Hormonen und Antibiotika belastet) soll durch Sojaprodukte ersetzt werden, (frischer, nicht geräucherter) Fisch soll nicht öfter als 2x pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Zucker und Süßstoffe sind tabu, bei Obstsalat und Kuchen kann man auf Ahornsirup und Birnendicksaft ausweichen, bei kalten Speisen auf nicht erhitzten Honig, Fruchtzucker ist in Ordnung (wird aber nicht begründet warum). Bei Getränken empfiehlt sie Wasser, ungesüßte Kräutertees und Fruchtsaftschorlen. Schwarzen und Grünen Tee soll man meiden, da sie Säuren bilden und sich deshalb ungünstig auf die Haut auswirken sollen, dafür ist der morgendliche Kaffee (der aber auch zu den Säurebildnern gehört!) in Maßen erlaubt. Von Weizenprodukten wie Brot, Nudeln, Kekse und Cerealien wird abgeraten, da Weizen als Allergen bekannt sei und deshalb zusätzlich im Verdacht stehe, Akne zu begünstigen. Außer einer Ernährungsumstellung wird Darmreinigung, Apfelfasten und Basische Körperpflege (z.B. Entschlackungsbäder mit Natron) empfohlen (Doximilan Kur). Zu dieser 3-tägigen Kur gehört es täglich mindestens 10 rote Äpfel zu essen, viel stilles Wasser zu trinken, 2x täglich einen Basentrunk zu sich zu nehmen, täglich einen Einlauf zu machen, die Haut mit basischen Produkte zu pflegen, täglich Quitten- oder roten Traubensaft ohne Zusätze zu trinken und pro Tag ein 90-minütiges basisches Bad zu nehmen. Nach der Kur geht es mit 2 Aufbautagen weiter. Die 3 Kur-Tage müssen laut Frau Schulte exakt so durchgeführt werden, wie es im Buch beschrieben ist, da sonst die Kur nicht wirken könne.
Inhalt:
1. Einleitung S. 9
2. Die häufigsten Arten der Akne S. 15
3. Ursachen S. 18 (Akne durch -Gene -Hormone -Hefepilze - Toxine - Medikamente -Sonne -Nikotin -Alkohol -Stress -Sex -Ansteckung -Lebensmittel?, Hefepilzinfektion durch Antibiotika)
4. Die Ernährung S. 34
5. Die Behandlung S. 51
6. Fruchtfasten S. 61
7. Doximilan Kur S. 64
8. Medizinische Behandlungsmöglichkeiten S. 72 (Isotretinoin, Benzoylperoxid, Antibiotika, Salicylsäure, Hormonbehandlung)
9. Hautpflege S. 76
10. Make-up S. 80
11. Akne und die Seele S. 83
12. Anti-Pickel-Tipps S. 86 (Bettwäsche, Handtücher, Waschlappen, Manuka-Öl, Heilerde-Maske, Peeling, Kamille-Dampfbad, Mineralstoffe: Mg, Ca, Zn + Fe)
13. Rezepte S. 90 (Dinkelbrot, Pasta mit Krebsfleisch, Gemüserösti, Steckrübensuppe, Frucht-Cocktail)
14. Narbenbehandlung S. 96
15. Aknelexikon S. 102
Alles in allem bietet das Buch für Menschen, die sich schon mit dem Thema Akne beschäftigt haben, nicht viele neue Erkenntnisse. Vieles wird oft nur aufgezählt bzw. oberflächlich angesprochen, geht aber nicht weiter in die Tiefe (z.B. Ursachen, Medizinische Behandlungsmöglichkeiten, Anti-Pickel-Tipps). Leider fehlen auch weitere alternative Behandlungsmethoden wie z.B. kolloidales Silber, natürliches Progesteron aus der Yamswurzel, Fabao E101 aus chinesischen Spezialpflanzen... Zum Thema Entschlackung/Säure-Basen gibt es bessere, ausführlichere Bücher.
Zudem glaube ich nicht, dass man eine schon seit Jahren bestehende Akne mit der Doximilan-Kur in 3 Tagen zum Verschwinden bringen kann, insbesondere wenn sie genetisch bedingt ist.