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Verschiedene Ensembles haben sich bereits mit den Werken der Äbtissin befasst, doch lange nicht so radikal wie Garmarna. Was vom Standpunkt des Quintetts aus durchaus konsequent angelegt ist, dürften manche puristische Freunde des Mittelalters als martialisch und rabiat empfinden: Wabernden Streicherpassagen und den Drones (dem Brummen) der Drehleier rückt Programmierer Stefan Brisland-Ferner mit wuchtigen Beats auf den Wohlklang und bereitet mit Tricks aus der Werkzeugkiste von Ambient, TripHop und Drum'n'Bass experimentierfreudigen Folkfans einiges Vergnügen. Da hoppeln die Rhythmen munter durcheinander, zuweilen ergibt der "culture clash" eine gute Portion Spannung.
Allerdings finden die überirdisch verhallten Gesänge der Emma Härdelin nicht immer eine klare Spur: Bei dem Stück "Virga Ac Diadema" gerät Gamarna nämlich in die Klauen des Dämonen Bombast und der haut der Kunst der Combo schwer eins aufs Auge. Als Entschädigung gibt es aber ein schönes Gesangssolo am Ende des bis auf den einen Ausrutscher ambitionierten Werks. --Uli Lemke
© Jazz thing - Uli Lemke
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