Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Volltreffer!, 17. Dezember 2005
So vielseitig Hildegard Knef als Künstlerin ist, so bunt und abwechsluntsreich sind die Songs auf diesem "Tribute"-Album. Von Akustikgitarre bis kitschigem Elektropop eröffnet sich ein facettenreiches Spektrum origineller Interpretationen, nur eins gibt es nicht zu finden: Mainstream-Pop. Gesamturteil: Einfach schön!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hamburger Songwriter lassen rote Noten regnen, 17. Dezember 2005
Am 28.12.2005 wäre Hilde(gard) Knef 80 Jahre alt geworden, 80 Jahre voller Affären, Abstürze, Erfolge und natürlich Lieder, die das Achterbahnleben der Knef ausmalen. Die Person Hildegard Knef wird und wurde immer wieder neu beschrieben, am treffensten wohl von Hans Helmut Prinzler vom Berliner Filmmuseum: "Die Augen. Die Stimme. Der aufrechte Gang. Lange blonde Haare. Ein offenes Gesicht". Ihre Musik, ihre Texte, ihre Bühnenausstrahlung beschrieb bis zur Veröffentlichung des Sammelwerks "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" selten jemand, vor allem: selten so getroffen, wenn auch gesungen und musikalisch eingespielt auf einem Silberling, der Chanson-Geschichte festhält und gekonnt beschreibt, vor allem für die Zuhörer, die in den frühen 60ern noch nicht geboren oder in der Lage waren, der Knef zu lauschen. Das Hamburger Indie-Label Tapete Records hat sich dem Knef`schen Thema angenommen und wundervolle, interessante und aussagekräftige Hamburger Künstler engagiert, um das vorliegende Werk aufzunehmen, in hörbare Filmstreifen umzusetzen, die uns das musikalische Lebenswerk der Knef nahe bringen sollen bzw. können. Eine durchaus gelungene Idee. "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" ist ein mit dem Gehör aufsaugbarer Rundgang an der Seite dieser melancholisch-schnoddrigen Preußin durch ein halbes Jahrhundert ihrer Kunst und Musik, ihre ganz persönlichen Art von Lyrik. Das Trümmermädchen Hilde Knef, die Diva Courage, die Schauspielerin erzählt somit noch heute in ihren Liedern über ihre ganz persönlichen Erfolge, Niederlagen, Lieben, Vorlieben, Überraschungen, Rückschläge, auch interpretiert sie hier und jetzt diese Chansons nicht höchstpersönlich. Hildegard Knef alterte, starb und ersteht jetzt einfach wieder auf, durch diese trickreiche Idee eines gewitzten Labels. Ein buntes Leben wie ein Illustriertenroman in gesungenem Format. Der zeitliche Rahmen dieser Veröffentlichung hätte besser nicht gewählt sein können, findet doch in Berlin im Filmmuseum bis zum 17.04.2006 eine Ausstellung über Hildegard Knef statt. Auf "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" finden sich 16 recht abwechslungsreiche Interpretationen der Knef-Chansons, teils jazzig angehaucht, anders wieder poppig aufgearbeitet, immer wieder neu, aber doch wiedererkennbar und so typisch für die musikalische Zeit der Knef. Paula hat wohl die interessanteste Variante gewagt oder gewählt, sie verpackte "ihren" Song "Ich bin den weiten Weg gegangen" in ein typisch monotones Schlagzeug, Keyboard und E-Gitarre gesteuertes Jäckchen. Der süßeste Klang, der einem beim Anhören dieser CD ins Gehör geflüstert wird ist die Version von Regy Clasen zu "Frag nicht, warum ich gehe". Ein Piano und Akkordeon gesteuerter Chanson, der wie gemacht erscheint für eine Ausnahme-Künstlerin wie Regy Clasen, die ihre soulige Stimme hier zart und bestimmt einsetzt. Eine Stimmhandwerkerin, die ihr Werkzeug beherrscht wie nur wenige. Dass Michel van Dyke sich für den eher jazzigen Song "Grauer Regen" entschied, ist nicht wirklich verwunderlich. Im ersten Moment erscheint einem dieses Lied wie der Opener zu einem neuen Bond-Film, aber wenn man genau hinhört, könnte man vermuten, er stamme aus der melancholischen Feder von van Dyke persönlich. Einer der absoluten Knaller auf dieser Scheibe ist ganz eindeutig "Für mich soll´s rote Rosen regnen" von Jan Plewka, bekannt auch durch "Selig" oder "Zinoba". Dies ist eindeutig das Lied, mit dem die Knef derzeit am bekanntesten wurde, die Hymne der 60er Jahre, die mir als Kind schon meine Oma vorspielte, bis mir schwindelig wurde. Selbst derzeit war dieses Meisterwerk schon ein Evergreen. In diesem Jahr waren enorm viele Menschen von neuen Jazz- und Chanson-Veröffentlichungen fasziniert. Die wohl spannensten stammen 2004 und 2005 von Hamburger Künstlerinnen wie Annett Louisan (Chanson) oder auch Anna (Jazz), die schon früh diese neue "Marktlücke" erkannten und erfüllten. Es gibt viele, die nachahmen. Aber bodenständige, aus Liebe und durch das Leben geschriebene Chansons wie die aus der Zeit der Hildegard Knef, schreibt niemand mal eben nach. Die sind einzigartig, die Visitenkarte eine Genres, einer musikalischen Ära. Auch dieses Sammelwerk, diese Hommage an Hildegard Knef, aufgenommen und arrangiert von verschiedenen Künstlern, neu "aufgebaut" aus all ihren ganz persönlichen, bunten Ideen, könnte all dies nicht echter übermitteln. Wer sich nach knapp einer Stunde musikalischen Hochgenuß oder einer gesungenen Weiterbildungsmaßnahme sehnt, ist mit "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" mehr als bestens bedient. Eine musikalische Wundertüte, deren Falz man mit feinstem Zuckerguß verschlossen hat. Anspieltipps: Michel van Dyke - Grauer Regen Regy Clasen - Frag nicht, warum ich gehe Jan Plewka - Für mich soll`s rote Rosen regnen Paula - Ich bin den weiten Weg gegangen Stereo Total - Nichts haut mich um, aber du
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine musikalische Wundertüte, 11. Dezember 2005
Am 28.12.2005 wäre Hilde(gard) Knef 80 Jahre alt geworden, 80 Jahre voller Affären, Abstürze, Erfolge und natürlich Lieder, die das Achterbahnleben der Knef ausmalen. Die Person Hildegard Knef wird und wurde immer wieder neu beschrieben, am treffensten wohl von Hans Helmut Prinzler vom Berliner Filmmuseum: "Die Augen. Die Stimme. Der aufrechte Gang. Lange blonde Haare. Ein offenes Gesicht". Ihre Musik, ihre Texte, ihre Bühnenausstrahlung beschrieb bis zur Veröffentlichung des Sammelwerks "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" selten jemand, vor allem: selten so getroffen, wenn auch gesungen und musikalisch eingespielt auf einem Silberling, der Chanson-Geschichte festhält und gekonnt beschreibt, vor allem für die Zuhörer, die in den frühen 60ern noch nicht geboren oder in der Lage waren, der Knef zu lauschen. Das Hamburger Indie-Label Tapete Records hat sich dem Knef`schen Thema angenommen und wundervolle, interessante und aussagekräftige Hamburger Künstler engagiert, um das vorliegende Werk aufzunehmen, in hörbare Filmstreifen umzusetzen, die uns das musikalische Lebenswerk der Knef nahe bringen sollen bzw. können. Eine durchaus gelungene Idee. "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" ist ein mit dem Gehör aufsaugbarer Rundgang an der Seite dieser melancholisch-schnoddrigen Preußin durch ein halbes Jahrhundert ihrer Kunst und Musik, ihre ganz persönlichen Art von Lyrik. Das Trümmermädchen Hilde Knef, die Diva Courage, die Schauspielerin erzählt somit noch heute in ihren Liedern über ihre ganz persönlichen Erfolge, Niederlagen, Lieben, Vorlieben, Überraschungen, Rückschläge, auch interpretiert sie hier und jetzt diese Chansons nicht höchstpersönlich. Hildegard Knef alterte, starb und ersteht jetzt einfach wieder auf, durch diese trickreiche Idee eines gewitzten Labels. Ein buntes Leben wie ein Illustriertenroman in gesungenem Format. Der zeitliche Rahmen dieser Veröffentlichung hätte besser nicht gewählt sein können, findet doch in Berlin im Filmmuseum bis zum 17.04.2006 eine Ausstellung über Hildegard Knef statt. Auf "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" finden sich 16 recht abwechslungsreiche Interpretationen der Knef-Chansons, teils jazzig angehaucht, anders wieder poppig aufgearbeitet, immer wieder neu, aber doch wiedererkennbar und so typisch für die musikalische Zeit der Knef. Paula hat wohl die interessanteste Variante gewagt oder gewählt, sie verpackte "ihren" Song "Ich bin den weiten Weg gegangen" in ein typisch monotones Schlagzeug, Keyboard und E-Gitarre gesteuertes Jäckchen. Der süßeste Klang, der einem beim Anhören dieser CD ins Gehör geflüstert wird ist die Version von Regy Clasen zu "Frag nicht, warum ich gehe". Ein Piano und Akkordeon gesteuerter Chanson, der wie gemacht erscheint für eine Ausnahme-Künstlerin wie Regy Clasen, die ihre soulige Stimme hier zart und bestimmt einsetzt. Eine Stimmhandwerkerin, die ihr Werkzeug beherrscht wie nur wenige. Dass Michel van Dyke sich für den eher jazzigen Song "Grauer Regen" entschied, ist nicht wirklich verwunderlich. Im ersten Moment erscheint einem dieses Lied wie der Opener zu einem neuen Bond-Film, aber wenn man genau hinhört, könnte man vermuten, er stamme aus der melancholischen Feder von van Dyke persönlich. Einer der absoluten Knaller auf dieser Scheibe ist ganz eindeutig "Für mich soll´s rote Rosen regnen" von Jan Plewka, bekannt auch durch "Selig" oder "Zinoba". Dies ist eindeutig das Lied, mit dem die Knef derzeit am bekanntesten wurde, die Hymne der 60er Jahre, die mir als Kind schon meine Oma vorspielte, bis mir schwindelig wurde. Selbst derzeit war dieses Meisterwerk schon ein Evergreen. In diesem Jahr waren enorm viele Menschen von neuen Jazz- und Chanson-Veröffentlichungen fasziniert. Die wohl spannensten stammen 2004 und 2005 von Hamburger Künstlerinnen wie Annett Louisan (Chanson) oder auch Anna (Jazz), die schon früh diese neue "Marktlücke" erkannten und erfüllten. Es gibt viele, die nachahmen. Aber bodenständige, aus Liebe und durch das Leben geschriebene Chansons wie die aus der Zeit der Hildegard Knef, schreibt niemand mal eben nach. Die sind einzigartig, die Visitenkarte eine Genres, einer musikalischen Ära. Auch dieses Sammelwerk, diese Hommage an Hildegard Knef, aufgenommen und arrangiert von verschiedenen Künstlern, neu "aufgebaut" aus all ihren ganz persönlichen, bunten Ideen, könnte all dies nicht echter übermitteln. Wer sich nach knapp einer Stunde musikalischen Hochgenuß oder einer gesungenen Weiterbildungsmaßnahme sehnt, ist mit "Hildegard Knef - Ihre Lieder Sind Anders" mehr als bestens bedient. Eine musikalische Wundertüte, deren Falz man mit feinstem Zuckerguß verschlossen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
|