H&J ist einer dieser Filme, die man nicht mehr vergessen kann, vielleicht, weil man weiß, dass dies die Wirklichkeit ist und nicht dem Kopf eines Kreativen entstammt. Und man kann erkennen, wie wunderschön, aber auch wie grausam das Leben einem mitspielen kann.
Der Film erzählt die Geschichte der Geschwister Hilary and Jacqueline Du Pré, die aus einer sehr musischen Familie entstammen. Beide erweisen sich als überaus talentiert, aber es ist Jackie, die als Cellisten berühmt werden wird und ein JetSetleben führt, während ihre Schwester das einfache Leben wählt.
Eines Tages steht Jackie vor der Tür ihrer Schwester und verlangt eine Nacht mit Hilis Mann. Und Jackie, die ihre Schwester über alles liebt stimmt zu. Es ist dies aber nicht der Knackpunkt der Geschichte, sondern das Leben aus der Perspektive der beiden, denn erst wird man alles aus der Sicht von Hillie sehen und dann aus der Sicht von Jackie; erst am Ende läuft beides wieder zusammen, als Jackie an MS erkrankt und Hillie ihre Schwester ein letztes Mal besuchen soll.
Besonders beeindruckend ist die Musik, am Elgar Cello Concert in E moll kommt man nicht vorbei. Es ist dies zurecht das Stück der Jacqueline Du Pré.
Und was lernt man? Das Leben eines normalen Menschen ist ebenso schwer wie das eines Genies.
Traurig, herrlich, grandios.
Zum Kaufen und immer wieder ansehen.