Hikaru no Go behandelt ein eher ungewöhnliches Thema - Go. Dieses japanische Brettspiel ist nicht jedem bekannt, dennoch ist der Manga dazu durchaus lesenswert.
Die Geschichte erzählt von Hikaru, einem Grundschüler, der auf dem Dachboden seines Opas ein altes Goban (Spielbrett mit Füßen) findet. Seltsamerweise scheint nur er die Blutflecken zu sehen, die dieses schöne Stück verunstalten. Als er versucht, sie wegzuwischen, erscheint ein Geist! Er stellt sich als Fujiwara no Sai (kurz "Sai") vor und beschließt, bei Hikaru zu bleiben. Denn dieser Geist ist ein begeisterter Go Spieler! Einst war er ein Mensch und nahm sich wegen einem verlorenen Go Spiel, bei dem der Gegner betrogen hatte, das Leben. Aber die Götter lassen ihn nicht gehen. Sein Ziel ist immer noch "Die Hand Gottes" zu erringen - das perfekte Go. Hikaru ist nur wenig begeistert. Go, das ist doch das Spiel der alten Leute! Und er, Hikaru, ist noch ein Kind und hat keine Lust drauf. Doch Sai lässt nicht locker und Hikaru lässt sich breitschlagen.
So erzählt dieser Manga von Hikarus Weg zum Go. Es beginnt damit, dass Hikaru Sai für sich spielen lässt, doch schon bald beginnt er, sich selbst für dieses Spiel zu interessieren. Der Titel des Manga heißt übersetzt "Hikarus Go" und das scheint auch das Ziel dieses Manga zu sein - dass Hikaru sein Go findet. Dieser Manga handelt von Ehrgeiz, von Stolz und von Leidenschaft. Und ist somit auch ohne Go-Kenntnisse unterhaltsam und ergreifend. Ganz zu schweigen von den Zeichnungen, die im Laufe der Geschichte wirklich zum Augenschmauß werden! Allein deswegen lohnt sich der Blick in diesen Manga. Aber auch so gefällt er mir persönlich mehr, als z.B. der düstere Nachfolger des Zeichners "Death Note". Es geht hier nicht um Leben und Tod (höchstens auf dem Brett), und dennoch kann man trotzdem sein Bestes geben!