Zunächst ein kleines Märchen. Die toten Popstars John Lennon von den Beatles und der ehemalige Nirvanasänger Kurt cobain, treffen sich im Pophimmel und entschließen Songs zusammen zu schreiben. Die fertigen Songs werden dann an eine Band geschickt, und die machen dann ein Killeralbum daraus.......die Band sind The VINES, das Album "Highly Eenvolved".
The Vines sind vier Jungs aus Australien, die sich in ihren Anfangszwanziger aufhalten, und für eine dreiviertel Stunde einen akkustischen Koffer voller Überraschungen, unglaublicher Dynamik und Sex aufmachen. Die erste Single "Get free" läßt zunächst die übliche Nirvana Blaupause, laut/leise...singen/schreien, vermuten ....und natürlich sind The Vines auch Punkrock, sehr rau und sehr auf den Punkt. Aber sie sind eben auch große Melodiebögen, Harmoniegesänge und der freie Fall zurück in die Golden Sixties.
Zunächst schreit uns der Sänger Craig Nicholls nieder, dann schmeichelt er unseren Ohren und gerade wenn wir wieder an Frieden und Harmonie auf der Welt glauben, werden wir auf den rauen Boden der Wirklichkeit zurückgeschrien.
Wenn etwas heutzutage funktioniert schreit man gerne "Kopie"! und natürlich erinnern the Vines an die totgehypten Strokes, und an alles was jemals cool war und eine Gitarre halten konnte.
Das ist aber egal, denn zitiern bedeutet nicht automatisch Verrat, sondern kann auch eine Verbeugung sein. Und "Highly envolved" von den Vines ist ein gutes Album, das es versteht alles zu geben und uns trotzdem mit dem Wunsch nach mehr zurückläßt.