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Higdon & Tchaikovsky: Violin Concertos

Hilary Hahn Audio CD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Musik

Bild des Albums von Hilary Hahn

Fotos

Abbildung von Hilary Hahn

Biografie

»Eine der größten Geigerinnen unserer Zeit – mit einem warmen Ton, atemberaubender Technik und makelloser Intonation.« Wall Street Journal, New York, Oktober 2011

In Lexington, Virginia (USA), geboren, siedelt Hilary Hahn 1983 nach Baltimore um, wo sie ersten Geigenunterricht erhält. 1985 beginnt sie ein fünfjähriges Studium bei Klara ... Lesen Sie mehr im Hilary Hahn-Shop

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Produktinformation

  • Komponist: J. Higdon, P. Tschaikowsky
  • Audio CD (14. Januar 2011)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal)
  • ASIN: B003YOMNCM
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.932 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

CD Hilary Hahn/Royal Liverpool P.O./Petrenko

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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen
3.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin ein Fan von Hilary Hahn und freute mich schon sehr auf die stark promotete CD von ihr.

Allerdings habe ich eine ganz andere CD gehört als mein Vorrezensent Johannes Löw! Hilary Hahn spielt nämlich alles andere "als einen Tick schneller"!
Hier ein paar Zahlen zum Vergleich: H. Hahn benötigt für den 1. Satz (Allegro moderato) sage und schreibe 19:23 Minuten. Ähnlich langsam ist nur noch A.-S. Mutter unter Karajan (19:18); bei ihrer Einspielung 2003 mit André Previn ist Mutter gut eine Minute schneller. Wenn man 'mal vom Turbogeiger Heifetz (15:51) absieht, brauchen die Geigenspieler, in den mir zur Verfügung stehenden Einspielungen (u.a. Menuhin, Kremer, Fischer, Bell, Jansen, Vengerov) alle um 17:30 bis 18:00 Minuten.
Dementsprechend zäh zieht sich der erste Satz dann auch dahin, trotz des lebhaften "Intros" des Orchesters: Das ist kein Allegro moderato mehr! Natürlich ist H. Hahns Spiel technisch makellos, ihre Intonation sicher und delikat. Dennoch zerfallen ihr die Phrasen in nur noch einzelne schöne Momente. Ihr Spiel wirkt im ersten und folgerichtig noch langsamer gespielten zweiten Satz wie zelebriert, langsam einherschreitend. Ein richtiges Zusammenspiel mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra kommt während fast des ganzen Konzerts nicht wirklich zustande. Vasily Petrenko bringt keinen richtigen "Zug" ins Orchester, ein Dialog zwischen Solist und Orchester gelingt ihm nicht, solistisch geführte Orchesterinstrumente wirken in den Einsätzen wie abgesetzt von der Geigerin. Der Schlusssatz kommt dann dafür wie aus der Rakete geschossen. Durch den großen Tempounterschied verliert das Konzert dadurch seinen inneren Zusammenhang. Auch in diesem Satz bleibt der Dialog mit dem Orchester uninspiriert, abgesehen von den letzten zwei Minuten, die wohl jedes Orchester mitreißen würde.

Dies alles gelingt in der Ersteinspielung von Jennifer Higdons Violinkonzert (ein Jahr später eingespielt) dann doch deutlich besser. In diesem Stück, welches ihre ehemalige Lehrerin Jennifer Higdon Hilary Hahn gewidmet hat, hört man viele neue Klang- und Rhythmuskonstellationen, alles sicher sehr schwer zu spielen. Die Sätze stehen allerdings für mich sehr isoliert da, ein zusammenhängendes "Konzert" kann ich (noch) nicht erkennen. Den Repertoirewert muss jeder für sich entscheiden.

Tschaikowski-Alternativen: Wer eine junge Geigerin hören möchte, sollte die Einspielung von Julia Fischer unter Yakov Kreizberg mit dem Russian National Orchestra (2006) vorziehen. Es ist eine in sich sehr geschlossene, in den Tempi schlüssige und klanglich hervorragende Einspielung, welche dem Violinkonzert wirklich gerecht wird (Echo Klassik 2007).
Eine Referenzaufnahme ist und bleibt natürlich G. Kremers Einspielung von 1979 unter Lorin Maazel mit den Berliner Philharmonikern.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ordentlicher Tschaikowsky 25. Februar 2011
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Hilary Hahn ist für mich persönlich eine der sympathischsten Erscheinungen des Klassik-Betriebs. Ich hatte auch das Glück, ihren Auftritt bei den Londoner Proms im Jahr 2010 miterleben zu dürfen, wenngleich ich da manche Kritik verstehen kann, die die exzellente Orchesterleistung als das eigentliche Ereignis des Abends heraushob. Aber Hilary Hahn hat mit Beethoven durchaus zu überzeugen gewusst.

Höre ich CDs von ihr erwarte ich letztlich immer Sternstunden und bin schlussendlich dann meistens fast ein wenig enttäuscht. Das liegt natürlich auch an Faktoren, für die Frau Hahn nichts kann (meine Erwartungshaltung) und für die sie nicht allein verantwortlich ist (meines Erachtens war sie oft mit insgesamt durchschnittlichen Orchestern im Studio oder wie z.B. beim Brahms-Konzert mit einem Orchester, das seine Stärke nicht bei diesem Komponisten hat).

Es liegt aber auch an der Solistin selbst. Technische Mängel brauchen wir nicht zu diskutieren. Sie hat keine! Über gestalterische Aspekte könnte man schon mehr diskutieren. Dass ihr manchmal die Ausdruckskraft abgesprochen wird halte ich zwar für mindestens übertrieben, aber auch nicht so ganz weit hergeholt. Lyrische Passagen wirklich ruhig und gleichmäßig zu gestalten fällt ihr aus meiner Sicht nicht ganz leicht. Vor allem ihr Vibrato ist mir da manchmal eine Spur zu stark ausgeprägt und sie setzt es auch auf eine Art ein, die für mich manchmal etwas ruckartig klingt.

Ein weiteres Problem ist, dass sie es bisher noch nicht geschafft hat mich wirklich von ihrer Flexibilität zu überzeugen. Bach-Stücke klingen bei ihr ähnlich wie das Brahms-Konzert oder das Mendelssohn-Konzert. Ihr das allzu sehr anzukreiden wäre aus meiner Sicht etwas überkritisch. Wer kann schon beides? Julia Fischer und Viktoria Mullova vielleicht (auch nicht ohne Abstriche) und schließlich gibt es zahlreiche große Meisterinnen und Meister, über die man die gleiche Kritik äußern könnte wie bei Hilary Hahn, allen voran Anne-Sophie Mutter.

All dies hat schlussendlich dazu geführt, dass mich mit Ausnahme ihrer Paganini-Aufnahme bisher keine CD von ihr so richtig rundum überzeugt hat. Wie sieht es nun mit Tschaikowsky aus? Der Vorrezensent Dr. Volkmer hat meines Erachtens viel richtiges geschrieben, auch wenn mich sein Grundansatz erst einmal einfach die Track-Zeiten des ersten Satzes zu vergleichen beim ersten Lesen eher verstört hat. Geigenspiel ist ja kein Wettrennen, nicht wahr Herr Garrett?! Dennoch stimme ich dem Vorrezensenten zu. Ein wesentliches Problem, dass diese Tschaikowsky-Aufnahme zu einer soliden, aber eben nur durchschnittlichen macht ist das Tempo. Die virtuosen Passagen klingen ein wenig zu kontrolliert, in den lyrischen Passagen führt das langsame Tempo dazu, dass einige Phrasen ein wenig zerbröseln, abgehackter und eckiger klingen als bei anderen Solisten und nicht genügend fließen.

Im Finale habe ich, anders als der genannte Vorrezensent, das gleiche Problem. Furios? Das Orchester eröffnet diesen Satz wirklich mit hohem Tempo, aber sobald die Solistin das Zepter wieder in die Hand nimmt wird gebremst. Hilary Hahn achtet dann sehr auf präzise Phrasierung, an Stellen, an denen das aus meiner Sicht nicht wirklich das wichtigste ist.

Man soll es nicht übertreiben. Hilary Hahn hat eine schöne Tschaikowsky-Aufnahme eingespielt. Ich finde es übertrieben davon zu sprechen, sie sei uninspiriert und lasse das Zusammenspiel wirklich vermissen. Für mich ist alles ordentlich, aber der Funke springt nicht so hunderprozentig über. Das liegt meines Erachtens dieses Mal nicht am solide agierenden Orchester. Es liegt an den Tempi, auf die sich Solistin und Dirigent geeinigt haben und es liegt meines Erachtens auch daran, dass Hilary Hahn etwas das Gefühl für Tschaikowsky fehlt. Julia Fischer mit dem Russischen Nationalorchester unter Yakov Kreizberg überzeugt mich schlussendlich einfach deutlich mehr.

Was das Konzert von Jennifer Higdon betrifft, so finde ich es, wie schon bei Hahns Sibelius-Album, sehr respektabel, dass das Marketing-Konzept für Hilary Hahn nicht nur darauf basiert, dass alle Klassiker der Violinliteratur eingespeilt werden und die CDs mit Show-Stücken aufgefüllt werden. Schönberg und Sibelius haben auch noch einigermaßen zusammengepasst. Aber Jennifer Higdon mit Tschaikowsky zu kombinieren? Finde ich fragwürdig. Über das Higdon-Konzert zu urteilen möchte ich eigentlich Musikfreunden überlassen, die insgesamt mehr mit neuer Musik anfangen können. Wenn wir Neoklassiker wie Carl Orff mal außen vor lassen bin ich bei meinem Herantasten an die "klassische Musik" des 20. Jahrhunderts im wesentlichen noch dabei, mich an Schostakowitsch, Stravinsky und dem späten Mahler abzuarbeiten. Es mag von daher sein, dass mich das Konzert von Jennifer Higdon noch etwas überfordert. Stand heute gefällt es mir einfach nicht. Unzusammenhängend, sowohl zwischen als auch innerhalb der Sätze, von der Grundstimmung her düster, nicht mein Fall. Die Solisten- und Orchesterleistung kann ich daher kaum beurteilen.

Fazit: kein schlechtes Album, aber auch kein überragend gutes. Braver, solider, technisch sauberer Tschaikowsky, dem das letzte Feuer fehlt und ein neues Violinkonzert, zu dem ich noch keinen Zugang finde, bei dem ehrlich sagen muss, es gefällt mir derzeit (noch) nicht und an dem ich kritisieren möchte, dass ich keine Verbindung zu Tschaikowsky finde.

Nur für Hahn-Fans ein Muss! Wer nach einer guten Tschaikowsky-Aufnahme sucht wird woanders fündig werden, vielleicht bei den Altmeistern, vielleicht aber auch bei meiner derzeitigen Favoritin Julia Fischer
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine klassische Einspielung 9. April 2011
Format:Audio CD
Das Violinkonzert von Higdon ist eine schöne Einspielung von ihr. Es beginnt sehr zart und steigert sich in der Intensität. Es ist eingängiger als das Violinkonzert von Schönberg. Dieses Konzert wurde ihr von Jennifer Higdon gewidmet. Der Violinteil ist durch eine hervorragende Technik gekennzeichnet. Das Konzert kombiniert die verschieden Instrument auf eine neue Weise.
Das Violinkonzert von Tschaikowsky gibt es in so vielen Einspielungen, dass man nie die Lust daran verliert es zu hören. Es gehört zu den vielen Lieblingsstücken im Violinrepertoire. Für den Tchaikovsky-Liebhaber empfehle ich die Einspielung von Baiba Skride. Dort bekommt man ein ganzes Album mit hinreisenden Tschaikovsky-Einspielungen. Hilary Hahn spielt es auf einem guten Niveau. Wenn sie schon eine gute Aufnahme haben, so ergänzen sie ihr Sortiment mit einer weiteren. Es sei denn, dass sie das Violinkonzert von Higdon mehr lieben. Dann ist die CD ein Volltreffer.
Die Kombination von klassischem Repertoire und neuer Musik findet man stets bei ihren Einspielungen. Sie glänzt in beiden Partien.
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