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John Berger , Hans Jürgen Balmes
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 4 (26. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446206558
  • ISBN-13: 978-3446206557
  • Originaltitel: Here is where we meet
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 541.973 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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John Berger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es gibt eine Eleganz und eine Gelassenheit in diesen Erinnerungen, die den Leser sehnsüchtig stimmt." Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, 04.10.06 "John Bergers literarische Bilder machen neugierig auf die ganze Welt." Carten Hueck, Neue Züricher Zeitung, 02.11.06 "Es geht dabei melancholisch zu, aber zugleich aquarellhaft leicht und lichterfüllt. (...) Er hat der Verschmelzung, die die Menschen gerade aus der Zeit herausheben soll, in jeder Zeit seines Lebens und Schreibens eine andere Färbung gegeben." Andreas Isenschmid, Neue Zürcher Zeitung, 05.11.06 "Ein faszinierendes, die eigene Biographie umspielendes, Erinnerungsbuch. John Berger eint Vergangenheit und Gegenwart zu Momenten von rätselhafter Zeitlosigkeit, die ihren Ursprung in der vom Bewußtsein belebter Stille zu haben scheinen. (...) Eine universale Enzyklopädie menschlicher Erfahrungen. Thomas David, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.06 "Er ist auch bildender Künstler und betrachtet die Welt in kleinsten Facetten, nah an der Natur und den Menschen. (...) In federleichter Stimmung entstehen Glücksmomente (...) und liebevolle Skizzen Lissabons." Inge Rauh, Nürnberger Nachrichten, 17.01.07

Kurzbeschreibung

John Berger vertraut auf die Macht der Einbildungskraft. Gleichzeitig in der Gegenwart wie in der Vergangenheit, bei den Lebenden und den Toten - trifft er in Lissabon seine längst verstorbene Mutter, besucht in Genf das Grab von Jorge Luis Borges, erinnert sich in London an die Zeit auf der Kunsthochschule und an die Liebe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
John Berger Hier, wo wir uns begegnen Hanser

John Berger, 1926 geboren, hat eine ungewöhnliche Form der Erinnerung gefunden. Er begibt sich an Orte, die ihm im Leben wichtig waren oder die ihn in besonderer Weise an Menschen oder Ereignisse erinnern.

Er unterhält sich in Gedanken mit Verwandten, seiner Mutter z.B., oder Freunden, die schon lange tot sind.

Zuweilen trifft er noch Lebende, aber beide, die Toten und die Lebenden, sind in gleicher Weise für ihn lebendig und gegenwärtig.

Wer kennt das nicht, dass man sich im Gespräch mit schon Verstorbenen wieder findet?

Es ist ein schönes Zeichen unseres Menschseins, dass wir uns Gegenwart und Vergangenheit, die Lebenden und die Toten, vergegenwärtigen können und ihnen so Bestand in unserem Leben sichern.

Kurzweilig wird die Erzählung auch durch die malerische Beschreibung der Orte und Städte mit ihren Besonderheiten. Ob es Lissabon mit seinen Plätzen, Märkten und Gerüchen ist, Genf als Sitz internationaler Organisationen, Krakau mit seinen Gassen und historischen Bauten oder ein Ort in der französischen Provinz: Berger beschreibt eine Stimmung, ein Klima oder die sinnliche Wahrnehmung der Witterung und Natur mit großer Sensibilität und Einfühlung, so dass man ganz in den Bann seiner Erzählung hineingezogen wird.

John Berger ist auf diese Weise eine besondere Form der Autobiographie gelungen.

Das Buch bietet einen hohen Lesegenuss und ist sehr besinnlich.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die verstorbene Mutter, die der Ich-Erzähler John auf einer Parkbank in Lissabon trifft, die sagt einmal, du machst den Eindruck, als ob du deine Biographie schreiben würdest; tu das nicht. John Berger, sicher der unbritischste aller britischen Schriftsteller, hat sich daran gehalten. Er hat keine Autobiographie geschrieben, sondern er hat über andere geschrieben und nebenbei sich selbst mit eingebracht. Dadurch merkt man eigentlich viel mehr, wer er wirklich ist.

Es ist ein Buch, welches alle möglichen literarischen Arten wie Essay, Erzählung, Reisebericht und Anekdote miteinander vermischt. Es ist auch ein Buch das ständig Grenzen überschreitet, nicht nur geographische Grenzen, sondern auch Grenzen zwischen Leben und Tod, Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit. John Berger erweckt nicht nur seine vor fünfzehn Jahren verstorbene Mutter, die nun plötzlich an allen möglichen Plätzen in Lissabon auftaucht. Er schreibt in dem Buch über Lissabon, Genf und Krakau, trifft dabei auf viele Weggefährten, berichtet über in Erinnerung gebliebene Begegnungen, über schmerzvolle Abschiede, über allerlei Sichtbares und vielerlei Verborgenes.

In Krakau begegnet er seinem ehemaligen neuseeländischen Aushilfslehrer, der eigentlich derjenige war, der ihn auf dem englischen Internat, das er besuchen musste, mit der großen Literatur bekannt gemacht hat. Er hat ihm als erster so etwas wie stilvoll schöne Maxime mitgegeben, in dem er ihm erklärte, für einen guten Schriftsteller sind häufig die Nebensachen die Hauptsachen.

Und so verzweigt sich denn auch dieses Buch in zahlreiche Nebengeschichten, lauter Nebensachen, dabei treten unendlich viele Personen auf, Lebende und Tote. Der Autor entwirft eine unglaubliche Karte der Zärtlichkeit, von unglaublich großer, einzigartiger berührender Schönheit. Er besticht in seinen Erzählungen immer wieder durch eine ganz große Gelassenheit, durch eine zupackende Zärtlichkeit.

Ere sagt einmal von sich, ich habe das Leben immer wichtiger gefunden als das Schreiben. Man spürt auch tatsächlich jeden Augenblick, dass dieser Mann wirklich lebt und gelebt hat. Es ist alles so beiläufig bei ihm, alles wird im Beschreiben leicht. Er lässt alles so kommen, entwickelt eine sinnliche, feinsinnige Freiheit gegenüber den Dingen des Alltags, zwingt die Welt nicht in Begriffe, sondern lässt sie aufscheinen. Einmal berichtet er im Kapitel mit den Früchten, wie über ein Stillleben und dann kommen mittendrin plötzlich wirklich handfeste politische Geschichten. Diese Vielfältigkeit lässt den Leser hoffen, dass dieses Buch so schnell nicht aufhört.

Es ist einfach gesagt ein Buch, was man sich vom Autor vorlesen lassen möchte, ein Buch das gute Laune macht, ein Buch, das den Leser glücklich macht. Ich kann es mit Nachdruck und Leidenschaft, aus vielerlei Gründen empfehlen, auch weil es ein völlig anderes autobiographisches Buch ist, als viele andere die auf dem Büchermarkt bisher erschienen sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch das lohnt! 30. April 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor John Berger wurde 1926 in London geboren. Er absolvierte ein Kunststudium und war dann Zeichenlehrer und Maler mit mehreren erfolgreichen Ausstellungen. In den fünfziger Jahren beteiligte er sich an der internationalen Kampagne "Artists for Peace". Seine Kunstkritiken erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Außerdem arbeitete er für das Fernsehen und schrieb Drehbücher. 1989 erhielt Berger den Österreichischen Staatspreis für Publizistik. Heute lebt er in einem Bergdorf der Haute Savoie, weil er sich hier "näher an der wirklichen Welt" fühlt. Für sein Werk erhielt John Berger 1991 den Petrarca-Preis.
In seinem autobiographischen Roman, unternimmt er den Versuch des intimen Erinnerns - zugleich aber bemüht er auch andere Genres - Reisebuch, Kulturessay und Geschichtsbetrachtung. "Hier, wo wir uns begegnen" ist auf den ersten Blick eher ein ganz unspektakuläres Werk. Der Autor läßt sich Zeit erinnert selbst kleinste Beobachtungen, wenn sie denn von Bedeutung sind, und er bemüht sich selbst für kleinste Details genaue und einfühlsame sprachliche Begriffe zu finden.
Ein Buch das lohnt!
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