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Hier stehe ich, ich kann nicht anders: In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte
 
 
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Hier stehe ich, ich kann nicht anders: In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte [Taschenbuch]

Helge Hesse
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5 (Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492251277
  • ISBN-13: 978-3492251273
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 162.769 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Helge Hesse
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Jules Verne gelangt man lesend In 80 Tagen um die Welt, mit Helge Hesse reist man -- nicht weniger spannend -- In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte. Vom antiken Griechenland ("Erkenne dich selbst", "Alles fließt", "Ich weiß, dass ich nichts weiß") bis hin zu Politikersprüchen unserer Tage ("Blühende Landschaften", "Die Renten sind sicher!", "Die Achse des Bösen"), bei denen man sich nicht ganz sicher ist, ob sie verdientermaßen in die Geschichte eingehen. Aber was überdauern wird und was nicht, entscheidet ohnehin erst die Zeit. Darum geht es Helge Hesse auch gar nicht, er benutzt diese bekannten bis berühmten Sätze vielmehr als günstige Ausgangspunkte für kurzweilige und erhellende, aber nie trockene Exkurse in die Geschichte, aber auch in die Ideen- und Geistesgeschichte, da neben Herrschern, Königen und Politikern auch Philosophen und Wissenschaftler zu Wort kommen. Und ! es ist keine geringe! Leistung, etwa die Gedankenwelt eines Sartre ("Die Hölle, das sind die anderen") oder Wittgenstein ("Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen") auf wenigen Seiten verständlich zusammenzufassen.

Beim titelgebenden Hier stehe ich und kann nicht anders Martin Luthers zum Beispiel beginnt der sechsseitige Beitrag sehr plastisch mit Luthers Auftritt vor dem Reichstag in Worms im April 1521, aber man erfährt dann auch, wie Luthers Auflehnung gegen die römisch-katholische Kirche begann, wie der Konflikt zur Kirchenspaltung führte und welche politischen Hintergründe dieser hatte. Ob Julius Caesar bei der legendären Überquerung des Rubikon 49 vor Christus wirklich "Die Würfel sind gefallen" gesagt hat? Die Geschichtsschreiber versichern es uns. Aber natürlich hat bei geschichtlichen Ereignissen und O-Tönen auch immer die Legendenbildung ihre Hand im Spiel. So behandelt ein Beitrag auch Marie Antoinettes "Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen". Aber aus dem ebenfalls sehr lesenswerten Lexikon der Geschichtsirrtümer wissen wir, dass ihr dieses Bonmot in den Mund gel! egt wurde, weil es die Arroganz der Herrschenden am Vorabend der Französischen Revolution so anschaulich illustriert. Der so provokante Satz über das hungernde Volk stammt in Wahrheit aus Jean-Jacques Rousseaus Bekenntnissen.

Auch wenn der Autor im Falle Marie Antoinettes also einer Legende auf den Leim gegangen ist, erweist er sich ansonsten als unterhaltsamer und anregender Reiseführer durch 2500 Jahre europäischer Geschichte. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»So macht Geschichte Spaß – und man kann mit dem Gelernten glänzen.« Norddeutscher Rundfunk


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Erkenne dich selbst, Wissen ist Macht, Die Achse des Bösen: Es ist eine tolle Idee, den Lauf der Weltgeschichte anhand der Hintergründe berühmter Zitate zu erzählen, die wir fast alle kennen, oft sogar im Alltag benutzen. Weil Helge Hesse das in spannenden Kapiteln, als kleine Geschichten der Geschichte mit zahlreichen Hintergrundinformationen angereichert erzählt, die Zitate und ihre Geschichte zudem chronologisch geordnet hat, kann man dieses Buch wie eine  wie auch im Vorwort angekündigt  Reise durch die Weltgeschichte lesen. Auf diese Weise kann man sogar die Entwicklung des Denkens und der Gesellschaft nachvollziehen. Spannend, amüsant und viele Überraschungen. Im Übrigen irrt der Rezensent der Amazon-Redaktion in Bezug auf Hesses Kapitel zu dem vermeintlichen Zitat Marie Antoinettes Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen. Vielleicht, weil er nur auf die Überschrift und nicht ins Kapitel geguckt hat. Hesse - dessen Buch sehr toll recherchiert ist  geht hier keineswegs einem Geschichtsirrtum auf den Leim, denn Hesse erzählt im betreffenden Kapitel, dass das Zitat tatsächlich nicht von Marie Antoinette stammt, ihr aber von Gegnern in den Mund gelegt wurde.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschichte reloaded 2. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Die Idee ist gut: zentrale Sätze/Zitate der Geschichte sind die Wegweiser auf dieser Weltrundreise.

Die Auswahl der 80 Sätze ist überzeugend und die Umsetzung sehr gut.

Hier wird mit viel Wissen und sprachlicher Sicherheit aber ohne Arroganz einem auf unterhaltsame Weise sehr viel geschichtliches Wissen beigebracht.

Mehr kann man von einen Buch doch nicht verlangen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eigentlich..., aber.... 20. Dezember 2008
Format:Taschenbuch
Eigentlich hat Helge Hesse ein sehr vergnüglich zu lesendes und informatives Buch geschrieben. Man erfährt schnell das wichtigste zu den Zitaten und lernt nebenbei auch noch etwas über Weltgeschichte. Allerdings ist es tatsächlich nur für Laien zu empfehlen.
Bei vielen Kapiteln merkt man dem Autor an, dass er die jeweilige Thematik nur oberflächlich durchdrungen hat. Ein Blick auf die Literaturliste bestätigt diesen Eindruck, enthält sie doch einige Nachschlagewerke, Übersichten und bei einigen Themen auch veraltete Literatur.
So kommt es, dass Hesse bei manchen der zitierten Personen und beschriebenen Ereignisse kleine Fehler unterlaufen oder dass er nur vage und unklar bleibt. Beispielsweise verlegt er das Musikfestival von Woodstage ins Jahr 1968 (es war ein Jahr später). Gravierender ist, dass Hesse den Reichstagsbrand 1933 als von den Nationalsozialisten fingiert darstellt. Das behauptet seit wenigstens zwanzig Jahren kein ernstzunehmender Historiker mehr. Auch das Kapitel über Cecil Rhodes erfasst weder die britische Kolonialpolitik der Zeit, noch deren Auswirkungen auf die anderen Großmächte vollständig. Es gab nicht nur einen Wettlauf durch Afrika von Nord nach Süd sondern auch einen von West nach Ost, der ein durchgehendes britisches Kolonialreich verhindern sollte. Kein Wort findet sich davon bei Hesse.
Dazu kommt eine teilweise tendenziöse Darstellung der Zitierten. Bei Helmut Kohl wird dessen unrühmliche Rolle in der Spendenaffäre extra erwähnt, obwohl sie mit seinem Zitat nichts zu tun hat. Bei anderen Personen findet man etwas derartiges nicht, warum also bei Kohl?
Auch Hesses Kenntnisse der Wende 1989 sind ungenau und seine Beschreibung der Situation in den neuen Ländern 2004 zeugt eher von Populismus als von einer realistischen Einschätzung.
Überhaupt sind gerade die letzten Kapitel geprägt von Populismus. Es geht gegen Kohl, gegen Blüm und (man möchte ausrufen: natürlich) gegen George Bush. Wie man mit den Zitaten von Clinton ("I did not have sex realtion with that woman, Miss Lewinsky") oder Blüm ("Die Renten sind sicher") die Weltgeschichte versteht, scheint zumindest mir rätselhaft. Auch die Auswahl anderer Zitate bleibt unklar und zumindest mir fehlen doch einige wichtigere Sätze, was aber Ansichtssache sein mag. Es werden zwar Politiker, Herrscher, Philosophen und Dichter zitiert, aber keine religiöse Schrift wird erwähnt. Wo sind Zitate von Buddha, vom Dalai Lama, von Ghandi, Fidel Castro oder Mao. Alles wichtigere Personen der Weltgeschichte, die ebenso bedeutsame Sätze geprägt haben dürften.
Aber wie gesagt: Das ist Ansichtssache.
Auch am Sprachstil und grammatikalischen Feinheiten könnte man Kritik üben. Gravierende Mängel weist Hesses Buch da aber nciht auf.
Fazit: Ein interessantes Buch vor allem für Leser, die sich (noch) nicht mit Geschichte auskennen. Es nimmt diese mit auf eine durchaus vergnügliche Reise durch die Zeitenläufte. Bei genauerem Hinsehen offenbart der Autor aber mitunter Schwächen und Ungenauigkeiten.
Da ich mich eben nciht als Laie sehe, vergebe ich auch nur 3 Sterne, sorry.
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