Als erstes ist mir die hervorragende Besetzung des Filmes aufgefallen . Julia Jentsch, Nora Tschirner, Axel Prahl. Diese Mischung machte mich ziemlich sicher einen guten Film zu sehen. Am Ende durfte ich feststellen, dass auch die Hauptdarstellerin Meira Durand trotz ihres Alters eine erfrischende,wenn nötig auch tiefsinnig, gute schauspielerische Leistung abgeliefert hat.
Worum geht es :
Lola möchte Rockstar zu werden. Auf ihrer kleinen improvisierten Bühne singt sie oft und träumt sich Nachts oft in die Glamourwelt der Showstars. Doch der Alltg sieht anders aus. Lolas Vater ist Brasilianer und schwarz. Gemeinsam mit ihm und ihrer Mutter wohnt die Kleine auf dem Land. Doch (etwas klischeehaft dargestellt ) dort müssen Sie aufgrund - auf die Wand geschmierter- Fremdenfeindlichkeit wegziehen.
Sie landen in Hamburg. Das Dorfkind muss sich einleben. Neues Wohnumfeld... neue Schulklasse ... neue Mädchen in der Klasse ... und all die damit verbundenden Schwierigkeiten.
Eigentlich handelt der Film ausschliesslich über das was Mädchen bewegt. Probleme mit den Eltern, Träume, Phantasie, "Star sein wollen..." Angst vor Ausgrenzung und vor allen Dingen FREUNDSCHAFT !
Aus Erzählungen/Berichten meiner Tochter (7) weiss ich, wie wichtig jungen Mädchen eine "beste Freundin" ist und wie traurig sie werden können, wenn diese Freundschaft bedroht ist. Wer kennt ihn nicht den Satz: "Du bist nicht mehr meine beste Freundin".
Hier setzt der Film an. Er schafft es nicht nur den Kinder zu vermitteln, dass ihre Gefühl völlig normal sind und es vielen so geht, wie ihnen selbst. Zudem gelingt es ihm einen Bogen zu den Erwachsenen zu spannen und die Gedanken und Sorgen der "Kleinen" auch für "Grosse" verständlich zu machen oder in Erinnerung zu rufen.
Empfehlenswert !!!