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Hier rein da raus [Doppel-CD]

Heinz Rudolf Kunze Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Biografie

Heinz Rudolf Kunze

Kunze wird 30
Im Frühjahr 2011 wurde Heinz Rudolf Kunze 30 Jahre alt. Wie, er wirkt älter? Ist er auch. Aber er steht seit 30 Jahren auf der Bühne – fast ununterbrochen. Bühnenjubiläum also. Und der Mann ist von so ungeheurer Produktivität, dass die Schallplattenfirmen nicht mit dem Plattenpressen hinterherkommen. 30 Jahre in ... Lesen Sie mehr im Heinz Rudolf Kunze-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (7. September 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Rakete Medien
  • ASIN: B008FG44O4
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.747 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Das Dasein Und Ich
2. Das Pony
3. Sie Hassen Dich
4. Lied Für Berlin
5. Die Waffe
6. Ein Wirtshaus Voller Probleme
7. Ein Und Aus
8. Mildernde Umstände
9. Nimm Res Night Persönlich
10. Mach Es Wie Ich
Alle 16 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Als Der Teufel Kam
2. Im Nächsten Leben Werd' Ich Spielerfrau
3. Es Ist Krieg
4. Gesichter Gesichter
5. Rede An Die Nasen
6. Die Grosse Liebe
7. Redefreiheit
8. Heinemann Und Der Norweger
9. Fenster Zu
10. Mit Den Musikern Im Hotel
Alle 18 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Andere singen von Freiheit, Heinz Rudolf Kunze nimmt sie sich vorzugsweise die künstlerische. Alle Jahre wieder unternimmt er Ausflüge abseits der in seiner 30-jährigen Karriere eigenfüßig gestampften Pfade des Deutschrock. Räuberzivil nennt Kunze diese Form des Musizierens. 2006 entsteht aus dem Live-Programm Bockwurst und Schadenfreude das erste Räuberzivil Doppelalbum Kommando Zuversicht . Sind es hier noch ausschließlich Songs aus dem umfangreichen Katalog, die er nur mit akustischen Gitarren, einem Klavier und seinem Wegbegleiter Wolfgang Stute bewaffnet darbietet, gewinnt dieses Nebenprojekt in den folgenden Jahren zunehmend an Bedeutung. 2009 folgt das schlicht, aber konsequent Räuberzivil betitelte Doppelalbum als dritter Mann im Bunde dabei Hajo Hoffmann an Mandoline und Violine. Sieben exklusive neue Songs schreibt Kunze für das Live-Programm. Wieder drei Jahre später und nach mittlerweile über 300 Räuberzivil-Konzerten legt Kunze nun erstmals ein Räuberzivil-Studioalbum vor. Peter Pichl, der seit Jahren für Kunzes Live-Sound und Demo-Produktionen verantwortlich zeichnet, stößt als Bassist zur Band, die das Motto Räuberzivil als Bandnamen annimmt. Gemeinsam produzieren Kunze und Pichl mit Jens Bernewitz, in dessen Noah-Studios das Album aufgenommen wird, 34 Stücke, davon 21 Lieder und 13 teilweise musikalisch untermalte Sprechtexte.

Ich erblicke in der U-Bahn meinen Vater / bei den Schaffnern ist er ungemein beliebt / er hat immer und für alles einen Fahrschein / selbst für Fahrten, die es überhaupt nicht gibt singt Kunze im stillen Opener Das Dasein und ich . Ein Song, der auch ein Outtake aus seinem ersten Album Reine Nervensache von 1981 hätte sein können, das es sträflicherweise damals nicht auf die Platte schaffte. Aber das ist er nicht. Das ist Kunze 2012. Auch das Lied für Berlin führt das fort, was er 1982 mit Regen in Berlin auf Eine Form von Gewalt initiierte. Das musikalische Spektrum Kunzes wiedergefundener musikalischer Freiheit reicht von jenen stillen Tönen über Rock ( Räuberzivil ) und Blues ( Sie hassen dich ) bis hin zu augenzwinkerndem Country mit dem polarisierenden Im nächsten Leben werd' ich Spielerfrau . Und dann sind da noch ganz viele Songs, die einfach durch und durch Kunze sind z.B. Bleib Schmerz bleib oder Es ist Krieg . Eine Verneigung vor John Lennon gönnt er sich mit seiner Version von Working Class Hero , hier Mach es wie ich .

Es geht Kunze bei Hier rein da raus nicht um mehrheitsfähigen Pop-Rock, den er erwiesenermaßen beherrscht. Es geht nicht um das Kalkül, eine Single im Radio zu platzieren oder in der Samstagabendshow. Ein Album ohne jede taktische Überlegung sollte es werden, kompromisslos, spontan. Es ist ein Album von eben dem Kunze, der in den letzten Jahren eventuell etwas zu kurz kam.

Die Kunztform Räuberzivil von der Bühne ins Studio (und schließlich zurück auf die Bühne) zu transportieren, macht hörbar Spaß. In zwölf Tagen spielen sich die Musiker in einen wahren Aufnahmerausch. Und sie lassen Raum für Experimente, ohne die Spontaneität an den Nagel zu hängen und ohne dass die Musik an ihrer wohltuend erdigen Anmutung einbüßen würde. Die musikalisch untermalten literarischen Beiträge sind, wie sie bei Kunze immer sind: ätzend, bissig, satirisch und höchstens unter der Gürtellinie, um richtig zuzutreten. Kunze hat mit Hier rein da raus zu sich selbst gefunden und, das werden seine langjährigen Hörer hoffentlich bestätigen, einen Meilenstein abgeliefert. Nun gut, einen kleinen Meilenstein, denn das Album nimmt sich nicht wichtiger als es ist. Aber immerhin.

Heinz Rudolf Kunze
Heinz Rudolf Kunze
Heinz Rudolf Kunze

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Offenbarung des Heinz - garantiert Popfrei! 7. September 2012
Von Christian Günther TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
In der diesjährigen Mai-Ausgabe des Rolling Stone sagte Heinz Rudolf Kunze im Interview bezüglich der Langlebigkeit im Musikbusiness und allgemein gesunkener Verkaufszahlen von Tonträgern: "Ich kann nur hoffen, dass meine Hörer so ähnlich veranlagt sind wie ich, nämlich leidenschaftliche Sammler. Dass es ihnen nicht reicht irgendwas herunterzuladen und zu brennen. Wenn ich Musik haben will, dann kauf' ich sie mir, weil ich Musik gern im Regal habe und rausnehme und in den Booklets blättere. Ich möchte Musik - genau wie Bücher - als Objekt bei mir haben. Es ist eine grundsätzliche Entscheidung, ob man Musik auch als Wertobjekt achtet oder ob man sie als akustische Tapete betrachtet. Ich kann mich überhaupt nicht in jemanden hineinversetzen, der von einem Künstler nur ein Lied haben will. Wenn mich jemand interessiert, dann will ich alles von dem haben, ich will auch seine schwachen Momente. Ich will wissen, warum ist das gelungen und das nicht. Ich will es vergleichen und vielleicht zu anderen Schlüssen kommen als die Öffentlichkeit und sagen: 'Moment mal, hier ist ein Track auf Album XY, den überhaupt noch keiner gewürdigt hat. Der ist ganz toll! ..." Da überkommt mich ein dickes Sympathie-Gefühl und ich möchte ihn Bruder nennen, seelenverwandter Musiksüchtling.

Um den Faden aufzugreifen, schwache Momente, die man auch haben will, gab es auf den HRK Alben der jüngeren Vergangenheit einige zu wollen. So manch ein anerkannter Heinzologe tat sich schon 2003 mit dem Album "Rückenwind" schwer, weil dort Heiner Lürig, der Band-Leader und Haupt-Komponist, der gefühlt seit der Errichtung der Pyramiden von Gizeh zu Kunze gehörte wie Lennon zu McCartney oder Samson zu Tiffy, nicht mehr dabei war. Ich will mir an dieser Stelle nicht verkneifen zu erwähnen, dass ich "Rückenwind" für außerordentlich gelungen halte. Lürig kehrte für vorerst (wer weiß was die Zukunft bringt) zwei Alben wieder zurück und "Das Original" (2005) stellte die Kunze-Stammkundschaft weitgehend zufrieden - aber die breite Masse nicht wirklich, sie interessierte es nicht sonderlich.
Nun mag es den meisten Kunze-Liebhabern ja herzlich schnuppe sein, wo sich das jeweils neue Album der Marke HRK in den Charts platziert, ihm selbst ist es das nicht. Kunze hat nie behauptet, ausschließlich für das hochintellektuelle Destillat unserer Gesellschaft musizieren zu wollen und versucht daher immerfort die Symbiose aus Hirn, Herz und Tanzbein. Der absolute Gleichklang aller drei wesentlichen Komponenten gelingt fast nie, vielleicht am ehesten auf "Wunderkinder" (1986), "Brille" (1991) und "Halt" (2001).
Nun wurde der Schwerpunkt bei den Studio-Alben in den letzten Jahren zuweilen doch etwas arg auf das Tanzbein gelegt. Was sich bei "Klare Verhältnisse" (2007) als deutliche Tendenz ausgab, wurde auf "Protest" (2009) intensiviert und kulminierte Anfang letzten Jahres auf "Die Gunst der Stunde" in für HRK doch zum Teil arg ungewöhnlicher Trivialität. War "Längere Tage" vom Protest-Album ein nicht nur ohrwürmiger, sondern auch vollkommen origineller und auch textlich gut gemachter Pop-Hit, war "Hunderttausend Rosen", der Vorbote zur nächsten Platte, dann doch schon fast eine Beleidigung und irgendwie nur noch Tanzbein, beinah ohne Hirn. Das galt so dann natürlich nicht für das ganze Album, doch fürchtete so mancher Kunze-Kopf-und Herz-Bevorzuger, dass HRK nun bald mit Andrea Berg zur Tat schreiten würde - öffentlich, auf der Bühne, singend! Die Befürchtung ist natürlich vollkommen unbegründet, weil vermutlich selbst eine abgetragene Socke von Kunze eine höhere intellektuelle Flughöhe erreichen würde, als das Liedgut der werten Frau Berg. Aber sie hat schönere Beine, sorry Heinz!

Und apropos Duett: Anfang diesen Jahres kam dann auch tatsächlich mit "Ich bin" ein Album randvoller Duette. Nein, nicht mit Berg & Co., sondern mit einer durchaus ruhmvollen Gästeschar, aber so bestürzend unoriginell umgesetzt, dass der ganze Sinn dieses Albums offenbar wirklich nur darin lag, der neuen Plattenfirma Sony/Ariola die Rechte an den alten HRK-Hits zu beschaffen und darum die Arrangements der Neuaufnahmen der Klassiker aus der Zeit in der Kunze bei der Warner/Wea war (1981- 2003) so nah wie nur irgend möglich am Original zu lassen.
So sehr es einen nun auch würgt, der Plan ging auf, die Alben erreichten immer neue Chart-Höhen, sogar die Top-10 wurden wieder erreicht.

Vielleicht ist das zumindest zum Teil der Grund, dass es "Hier rein, da raus" so überhaupt gibt. Nach den zwei Live-Alben mit sehr hohem Textanteil (also klarer Schwerpunkt: Kopf!) "Kommando Zuversicht" und "Räuberzivil", die bereits 2006 und 2009 parallel zum Sony-Vertrag bei der kleinen Firma Rakete Medien veröffentlicht wurden - und für viele Heinzologen die besseren Alben der letzten Jahre sind - ist nun "Hier rein, da raus" das erste vollwertige Studio-Album was außerhalb erscheint. Das muß man ja mal lobend erwähnen. Es ist höchst ungewöhnlich und unüblich, dass eine Plattenfirma das gestattet - ich kenne ohne lang zu recherchieren keinen zweiten Fall!

Und da dieser Artikel hier ja eigentlich eine Rezension zu eben jenem neuen Album werden soll, kommen wir jetzt zu der entscheidenden Frage: wie ist es denn nun?

Toll!

(Es wäre garantiert ein riesenhafter Spaß, die Kommentare zu lesen, würde die Rezi hier enden)

Ich will nun nicht mit Superlativen um mich schmeißen, das hat Kunze schon selbst besorgt. Er bezeichnet "Hier rein, da raus" als sein weißes Album (das legendäre Doppel-Album der Beatles und für viele ihr insgesamt bestes). Und wer bin ich Wurm, dem Meister zu widersprechen? Er hat Recht. Er hat einfach Recht!
Man könnte auch sagen, sein bestes Album seit 1980. Und verflixt, wahrscheinlich gerade deshalb wird es nicht sein erfolgreichstes werden.
Er hat in diese Platte(n) einfach alles hinein gelegt, was in den letzten Jahren etwas zu kurz kam: Gedanken in alle nur denkbaren und vor allem auch undenkbaren Richtungen. Verquer (Heinemann und der Norweger / Redefreiheit), tief (Es ist Krieg / Tja), bissig polemisch (Die Gefahr), ungekitscht emotional (Lied für Berlin), augenzwinkernd kritisch (Im nächsten Leben werd ich Spielerfrau / Nimm es nicht persönlich) und so derb plump albern, dass es schon wieder Kunst ist (Sitz).

Musikalisch ist die Platte Popfrei. Sie ist zubereitet mit erlesenen Zutaten aus Folk, Blues, Country und einer winzigen Priese Rock, ein kleinwenig Chanson vielleicht und vielen undefinierbaren Geräuschen bei den Nicht-Liedern.
Kurz, 34 neue Stücke, 21 Lieder und 13 instrumentierte Texte, lassen im Kunze-Universum mit reichlich hellen Gedankenblitzen einen neuen Stern entstehen.

Um Bezug nehmend auf Kunzes Interview-Ausschnitt oben zu schließen: Es hat Spaß gemacht aus den letzten Alben die Perlen, die es zweifelsohne gegeben hat, herauszufischen. Auf "Hier rein, da raus" muß man nicht fischen, sie kullern einem der Reihe nach vor die Füße.
Ob "Hier rein, da raus" wirklich das beste Kunze-Album ist, möge jeder selbst entscheiden und das lässt sich vermutlich auch erst mit den Jahren herausfinden. Ins obere Drittel gehört es definitiv und das Beste der letzten Jahre ist es ebenso. Das lege ich jetzt hier einfach mal so fest.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hier rein und nicht raus 14. September 2012
Von kleene71
Format:Audio CD
Hallo zusammen,

ich will garnicht so ausschweifend werden wie meine Vorgänger, aber für eine kurze Rezension reicht es.
Ich war von dem vorigen Album " Ich bin.."schon sehr begeistert, da viele Künstler mitwirkten die sehr gut ausgesucht waren für die Lieder. Mein Lob dafür.
Zum neuen Album:
Auch wenn es die eine Kritik hin und wieder gibt ob zu poppig oder kommerziell ist mir egal, denn die Zeit ändert sich und jeden kann man es nicht recht machen und ein Künstler lebt von der Musik und vom Verkauf der Cd's und glaubt mir : es ist ein schwieriges Geschäft in Zeiten der Downloads. Wichtig ist es das HRK bei seinen kritischen Texten bleibt und nicht wie Andere schwullstige Texte fabriziert. Wäre schön wenn er nach Erfurt wieder kommt oder Thüringen.
So, es ist doch länger geworden, aber das liegt wohl daran, dass er nicht normal, unbequem - anders ist und ich genau das mag.

Daumen hoch.
Annett Kruse
12.09.12
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine runde Sache 8. September 2012
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Output von Heinz Rudolf Kunze ist bei allen seinen Tätigkeiten stets enorm gewesen. Seit über 20 Jahren begleite ich Platten, Tourneen etc. stets kritisch, aber wohlwollend. Es hat auch manche laue Nummer die Box der Welt erblickt, manche Redundanz schlich sich ein; dennoch ist es dem Musiker immer noch gelungen in Summe mindestens doppelt soviel gute Arbeit abzuliefern wie die Konkurrenz. Und dabei konstant zu liefern. Das darf man bei aller berechtigten Kritik nicht vergessen. Die von anderen "Rezepienten" schon zur Genüge angesprochenen "Anbiederungen" oder Versuche, wieder kommerziell zu punkten hatte der Mann eigentlich nicht nötig, dennoch ist es teils aufgestoßen. Es wirkte so bemüht. Zeitgleich entstanden immer wieder Titel von hoher Qualität. Er genießt in der Öffentlichkeit sehr zu Unrecht ein sehr zweifelhaftes Image, für das er mit mancher Äußerung sicherlich selbst verantwortlich ist. Aber was interessieren mich die Freundschaften oder privaten Ansichten eines Künstlers, wenn er doch als Kreativer viele Facetten durchscheinen lässt. Mir persönlich waren die sperrigeren, knackigen Sachen die Liebsten, darunter "Draufgänger" "Richter-Skala" und "Macht Musik" mit manch surrealem Einschlag, auch die Liveauftritte mit Violine sind bestens in Erinnerung. Erst Anfang der 90er dazugekommen gehöre ich auch nicht zu den Leuten, die immer noch die ersten Platten der 80er als Nonplusultra hervorheben. Aber ich finde, dass Kunze mit dieser DoppelCD (wann kommt er eigentlich dazu seine Plattensammlung zu hören??) einen Bogen schlägt, der von der ersten Platte bis heute reicht und damit alle Fans glücklich stimmen kann. Und diese Platte vermittelt etwas, das mich verblüfft: Lässigkeit. Na also, es geht doch, der Mann wird langsam locker und das tut ihm unendlich gut. Er schaut sich nicht selbst von außen an und fragt sich und uns was wir voneinander wollen. Machs einfach so, Heinz. Eine Spielfreude der Combo, Einfallsreichtum, die ureigene Verschrobenheit, aber auch Liedermacherverweise, die bis zurück zu Brecht reichen. Weiter so. Keine überflüssigen tausend Rosen und Schallallas, keine Überproduktion mit geschwollener Halsschlagader.
Ob diese Platte(n) nun die oder das Beste ist,ich vermags nach den ersten Höreindrücken nicht zu sagen. Aber die Atmosphäre ist sehr schön, sehr authentisch, sehr entspannt.
Ich wünsche der Platte guten Erfolg und zufriedene Hörer. Mir wünsche ich mal wieder eine Tour nach Süddeutschland, einen von Kunze jüngst bös vernachlässigten Landstrich!!

Und nun noch was Kritisches, auch wenn ich keinen Punkt dafür abziehen mag: Das Covermotiv ist schrecklich und inhaltlich irreführend. Wie überhaupt alle Artworks der letzten CD's. Da ist einfach grandiose Geschmacksverirrung am Start, das muss ich als studierter Bildender Künstler einfach mal loswerden. Wenn Herr Kunze, wie im besagten Interview angeführt zurecht das Musikalbum als ästhetisches Gesamterlebnis begreift, dann sollte er hier dringend was tun. Er ist ja textlich bildgewaltig, das bedarf einem visuellen Gegenüber im Artwork. Vorgemacht wird sowas von Radiohead oder der deutschen Band Kante. Das Zerwürfnis mit seinem Ex-Gestalter Johann Zambryski, der tolle Arbeit gemacht hat, ist jedenfalls schmerzlich sichtbar...
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1.0 von 5 Sternen Schlechteste Kunze-CD
Ich bin seit Jahren Kunze-Fan, hab alle seine CDs, aber die hier ist einfach schlecht, nervig und laaangweilig. Sorry Heinz!
Vor 1 Monat von Schmiding veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Leider nur mittelprächtig
Als Freund der Musik von H.R. Kunze habe ich einige Scheiben in den letzten Jahren ins haus geholt, aber ich muss sagen, dass diese mich leider am wenigsten berührt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Heiko Gutzeit veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen witzig
echt unterhaltsam, manchmal sogar originellarrangiert. die texte sind hintergründig . der hörer bekommt handgemachte musik von einem hrk der ansonsten kaum noch in... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Stephan Buchenau veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen wieder einmal eine Super CD
was will man über HRK noch schreiben???? Wieder einmal ist ihm eine super CD gelungen, seine Texte sind von einer besonderen Qualität die jeden begeistert und wenn man... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Heiko Rottmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kunze halt...
Als Kunzefan kann ich nur sagen weiter so. Es macht Spaß den Texten zu folgen und sich von den so im Kopf entstehenden Bildern berühren zu lassen. Lesen Sie weiter...
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1.0 von 5 Sternen Wenn Du nicht brav bist....
Seit ich meinen Kindern damit drohe , "Wenn ihr nicht brav seit, hole ich die Kunze CD" ist mein Leben ein Traum. Meine Kinder machen freiwillig Hausaufgaben, Gartenarbeit usw. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Artorius Tinitus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geniales Stück deutsche Musik
Wer Heinz Rudolf Kunze mag, der wird sowieso zugreifen.
Wer auf anspruchsvolle deutsche Texte steht sollte unbedingt
mal ein Ohr riskieren. Lesen Sie weiter...
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Vor 6 Monaten von marco herrwerth veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der beste Kunze seit Jahren
An dieser CD scheiden sich die Geister, man wird sie lieben oder hassen. Ich liebe sie. Sie klingt endlich mal wieder so richtig schön unverkrampft, die Musiker sind gut drauf... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Dirque veröffentlicht
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