Die Konstruktion ist gefällig und pfiffig. Mit Geräten bestückt, treten die Tubes optisch in den Hintergrund und die Konstruktion wirkt optisch leicht und transparent. Die Qualität ist für den günstigen Preis gut.
Die Beschreibung (Stand Dezember 2009) der Stellflächen für Geräte ist falsch bzw. nicht ganz eindeutig.
Die Beschreibung besagt: "Abstand der Glasböden zueinander: je 21 cm (bzw. ca. 19,5 cm Platz wegen der Tubes)"
Ich erwartete demnach 19,5 Zentimeter Stellhöhe. Tatsächlich ist die Stellhöhe für Geräte auf gemessene 16,5 Zentimeter begrenzt. Für mich bedeutete dies, dass mein 17 cm hoher Verstärker nicht wie erwartet Platz fand.
Die Beschreibung besagt weiter:
"Maße der 5 Glasböden: B 50 x T 34 / 37 / 39,5 / 40 / 55 cm"
Das ist soweit richtig. Es ist aber zu beachten, dass dies nicht in allen Fällen die Stellfläche für Geräte ist. Der unterste Glasboden hat eine Stelltiefe von nur ca. 40 cm. Die angegebenen "55 cm" ist die komplette Tiefe der untersten Glasplatte inklusive der hinteren Tragkonstruktion. Da die Geräte hinten an der Glaswand anstehen, muss zusätzlich Raum für Anschlüsse und Chinchkabel abgezogen werden. Der unterste Boden ist zudem an den vorderen Kanten stark abgeschrägt, was dessen Stelltiefe weiter einschränkt, sofern die Gerätekanten nicht frei in dem Raum ragen sollen.
Meiner Meinung nach sollten Geräte für dieses Rack nicht tiefer als 35 Zentimeter sein, um auf den ersten beiden unteren Ebenen ausreichend Platz zu finden, oben entsprechend weniger. Ich empfehle dem Anbieter, die Beschreibung bezüglich der Stellmasse zu überarbeiten.
Die Materialien wirken für den günstigen Preis relativ hochwertig. Allerdings waren bei mir zwei der acht Bohrungen der vorderen vertikalen Glassplatte an den Rändern leicht ausgebrochen. Dies wird zwar von den eingesetzten Kunststoffringen verdeckt, ist aber von den Glasrändern aus sichtbar, wenn man danach sucht.
Punktabzug muss ich aber für die Montage geben. Bei den vormontierten hinteren Standfüßen waren die Schraubbolzen zu kurz. Steckt man diese durch die Glasplatte und die stabilen Aluminiumhalter, bleiben nur noch zwei bis drei Gewindegänge für die oberen Hutmuttern übrig, was meiner Einschätzung nach zu wenig ist. Diese Verbindung dürfte die statisch wichtigste der ganzen Konstruktion sein, da sie die Zugkräfte des Kragarms in die Bodenplatte ableiten muss. Ich habe daher im Baumarkt längere Bolzen besorgt und diese verwendet. Nächste Hürde ist das Durchstecken der unteren vier Tubes durch die vordere Glasplatte. Die Toleranz zwischen den Kunststoff-Ringen und der Tubes ist so gering, dass ich nur unter Zuhilfenahme von Sprühöl die Tubes durchfummeln konnte, ohne diese zu verkratzen.
Von der Tragfähigkeit sollte man sich nicht zuviel erwarten. Die Konstruktion mag die angegebene Belastung von je 14 kg pro Glasplatte statisch verkraften, aber die oberen vier Glassplatten neigen sich bei solch hohen Belastungen nach vorne. Dies kann zu einem gewissen Grad durch die höhenverstellbaren Füsse ausgeglichen werden. Ich hatte das Rack insgesamt mit ca. 25 kg belastet und war am Ende des verstellbaren Bereichs angelangt. Wer schwere Geräte unterbringen will, ist womöglich mit einer koventionellen Drei- oder Vierfuß-Konstruktion besser bedient.
Für die leichten Qualitätsmängel und die limitierten Belastungsmöglichkeiten ziehe ich einen weiteren Punkt ab.
Wer leichte Geräte unterbringen will, mag zu einem besseren Ergebnis kommen. Das Rack ist wie bereits erwähnt gefällig und sieht gut aus. Einmal montiert, sind auch eventuelle Montageprobleme schnell vergessen.