Tansy, die Frau von Professor Norman Saylor, betreibt hinter seinem Rücken Zauberei, um seine Karriere zu schützen. Sie erspürt hinter der biederen Fassade der Provinzuniversität die bösartigen, magischen Ränke der Gattinen der akademischen Konkurrenz.
Als ihr Mann zufällig hinter ihr Geheimnis kommt, zwingt er sie diesen "Humbug" zu beenden und alle Schutzzauber, Flanelltücher, Friedhofserden etc. zu entfernen. Durch seine Arroganz (seine Erfolge beruhen allein auf seiner Leistung) beschwört er die Katastrophe herauf, denn kaum sind die Zauber gelöst, häufen sich die "unglücklichen Zufälle". Die harmlose Campusgesellschaft ist ein Schattenreich, das vordergründig von Männern dominiert, aber im Hintergrund von Frauen mit magischen Methoden manipuliert und gelenkt wird.
Es ist ein subtiler Horror, wenn der Leser zusammen mit Norman Saylor langsam begreift, dass aller Schein trügt, das Bösartiges vor sich geht, welches sich der Logik und Verstandeskontrolle entzieht. Ein atemloser "Seelenkampf" beginnt...
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es literarisch anspruchsvoll und zugleich soghaft unheimlich ist. Die Grenzen des Verstandes werden verwischt, zugunsten einer irrationalen aber durchaus realen Dimension, während Spannung und Zweifel bis zur letzten erlösenden Buchseite wachsen.