Der vierte Band der Witch ' Reihe ist gut gelungen. Zu Anfang des Buches herrscht Verwirrung und Chaos, Hollys Zirkel ist nach dem Angriff in alle Winde verstreut, während sie selbst eine Gefangene von Michael ist. Die ersten Szenen werden nur aus Sicht von Amanda erzählt, so dass der Leser die gleiche Verzweiflung empfindet wie sie, wenn herauskommt, dass andere Mitglieder des Covens es nicht geschafft haben, dem Angriff zu entkommen.
Die Grundstimmung von Hexentraum ist sehr bedrückend, was durch die Beschreibungen sehr deutlich wird. Jegliche Hoffnung scheint verloren zu sein.
Besonders Hollys Besessenheit ist eine schreckliche Wendung. Ihr Kampf gegen die Dämonen, die sie völlig unterdrücken, wird sehr gut erzählt. Die Autorinnen verwenden ein einfaches Bild, was trotzdem eine große Wirkung hat und zeigt, welche Macht die Wesen über sie haben.
Durch die Einführung des undurchsichtigen Charakters Alex verändert sich dann einiges und es wird neue Spannung in die Handlung gebracht.
Alex Carruthers soll auch ein Verwandter von Holly, Amanda und Nicole sein, der durch eine weitere Namensänderung nicht als Nachfahre der Cahors erkannt wurde. Er weiß schon länger, dass er eine männliche Hexe ist und arbeitet in einen Zirkel. Damit hat er Holly und ihren Cousinen einiges voraus. Natürlich übernimmt er die Leitung des Zirkels und schlägt vor, dass man den Obersten Zirkel angreifen sollte, um selbst die Macht zu übernehmen. Natürlich mit guten Absichten. Allerdings traut man ihm nicht so ganz.
Im letzten Band kam Kari, Jerauds Exfreundin etwas zu knapp, dieses Mal ist ihre Rolle größer. Ihre Entwicklung ist sehr interessant, man hat das Gefühl, dass sie scheinbar eine Art Mitläuferin gewesen war, die nur mit dem Zirkel unterwegs war, weil sie sonst kein Ziel mehr gehabt hätte. Nun scheinen ihre Zweifel und ihre Eifersucht doch die Oberhand zu gewinnen.
Auch der Schreibstil des Buches war wieder gut. Langsam machen die Ausflüge in die Vergangenheit immer mehr Sinn, besonders, da von immer mehr Ereignissen erzählt wird, die gar nicht mehr so weit von der Gegenwart entfernt sind. Und dann gibt es auch noch eine Veränderung, die den Untergang aller bedeuten kann.
Insgesamt war auch Hexentraum ein gutes Buch, allerdings war das Ende etwas überstürzt und zu einfach, dafür war der letzte Satz des Epilogs fantastisch, denn auf einmal ist das scheinbar friedvolle Ende doch nicht mehr so schön, denn neue Gefahren manifestieren sich.
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