Jakob, angehender Jurist aus Minden, reist mit seinem zukünftigen Schwiegervater nach Osnabrück, um den Hexenprozeß gegen die Apothekerin Anna Ameldung zu verfolgen. In Osnabrück scheint eine Hexenhysterie ausgebrochen zu sein. Innerhalb weniger Wochen wurden mehrere Frauen als Hexen hingerichtet. Als Jakob selbst Zeuge einer Hinrichtung wird, begegnet er Sara der Tochter eines Goldschmiedes. Sara ist eine Außenseiterin, schwanger von einem schwedischen Soldaten und nicht dem Hexenwahn verfallen. Die Leute meiden sie. Zudem ist sie eine gute Freundin von Anna Ameldung. Sie versucht Jakob die Augen zu öffnen. Dieser will ihr jedoch nicht glauben, ist er doch selbst von bösen Visionen geplagt. Aber es gibt nur einen Menschen, der aus all diesen Anklagen gegen unbescholtene Frauen einen Nutzen zieht- der Bürgermeister der Stadt. Wird es Sara gelingen Jakob vom Gegenteil zu überzeugen und vor allen Dingen - noch rechtzeitig?
Mich hat diese Geschichte sehr berührt. Ich komme aus besagter Stadt und kenne die Geschichte um Anna Ameldung. Auch sind mir die Orte und Gebäude sehr bekannt. Es müssen grausame Qualen gewesen sein, die diese als Hexen verurteilten Frauen erleiden mußten. Michael Wilcke beschreibt diese Leiden so gut, das es einem eiskalt den Rücken hinunter läuft. Ich finde es ist ein sehr gelungenes Erstlingswerk und ich freue mich schon auf sein zweites.