In Mona Varas Hexentöchter trifft man auf alte Bekannte aus ihrem Roman "Patricia" auch bekannt als "Dunkler Kuß der Leidenschaft". Da wäre zum Beispiel die verführerische Hexe Haga, sie ist nämlich Charlies Tante und betreibt ein Lusthaus. Auch Hagas blond gelockte, ehemalig-private Succuba treffen wir wieder.
Charlie begibt sich nach London um ihren Bruder zu suchen und stolpert in einer mehr als dunklen Gasse über den geheimnisvollen Cyrill Veilbrook. Veilbrook ist fasziniert von Charlie, der sie für eine Succuba hält, und möchte sie als seine Mätresse buchen, auf befristete Zeit, als er herausfindet in wessen Haus sie wohnt.
Die jungfräuliche Charlie läßt sich erst darauf ein, als Cyrill sie und ihrem Bruder aus einer mehr als blutrünstigen Situation verhilft. Initiationsrituale bei Vampiren sind nicht ohne. Sie stellt sich für zwei Wochen zu seiner Verfügung und genießt mit ihm ihre ersten sexuellen Vergnügungen. Doch für Charlie ist es mehr als nur körperliche Leidenschaft, es ist Liebe.
Traumatische Schicksalsschläge haben Cyrill zu dem gemacht, der er heute ist. Auf Cyrill trifft der Spruch zu: Was ihn nicht umbringt, macht ihn nur noch härter. Im Laufe der Erzählung lernen wir ihn besser kennen, da uns die Autorin geschickt mit kleinen Häppchen aus seine Vergangenheit füttert. Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter Cyrill Veilbrook?
Mona Vara führt uns in diesem sinnlichen Roman durch eine magische Welt, in der sich zwei nicht ganz "normale" Menschen treffen und verlieben. Doch neben ihrer Liebe, müssen sich die beiden Hauptprotagonisten auch einer dunklen Gefahr stellen, die alles zu vernichten droht. Die Autorin baut gekonnt Spannung auf, indem sie nichtmenschliche Wesen wie Dämonen, Hexen und Vampire einbezieht, die zu einer Berg- und Talfahrt einladen, die der Leser nicht so schnell vergessen wird. Stilvolle erotische Momente, Verführung, Kampf und übernatürliche Kräfte setzt die Autorin zu einem packendem Roman um. Volle Punktzahl - aber lest es selbst.