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5.0 von 5 Sternen
Nachhilfestunde für Stephen King !!!, 22. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Hexennacht. Ein phantastischer Roman aus der Eifel (Taschenbuch)
Kurz und knapp zunächst: brillant, spannend, gut und flüssig zu lesen. Es ist wahrlich ein "Fantasy-Thriller" und eine Lehrstunde gar für Horror-Fachmann Stephen King.
Die entstandene Figur Arved Winter ist kein Held, sondern ein eher etwas rundlicher und mangels Erfahrungen mit Frauen verklemmter Typ. Dieser Antiheld ist einfach eine blendende Besetzung für diese Rolle des vom Glauben abgekommenen Geistlichen, der nun vor der Frage steht, ob es die Hölle gibt.
Dass die alte Frau, die verstarb und ihm ihr Vermögen vermachte, weiterhin Fäden aus anderen Sphären zieht, lässt sich ahnen, zumal die beiden Katzen sich suspekt und fast schon diabolisch verhalten, später aber zum Wegweiser für Winter werden.
Die Suche nach der Verschwundenen Magdalena Meisen, die Winter zu vielen Stationen führen wird, ist blendend und spannend beschrieben, auch wenn er nach Mißerfolgen nur kleine Fortschritte macht.
Das Finale indes ist eine Art "doppeltes Finale", denn zum einen gilt es, die Seele des verschwundenen Jürgen Meisen zu retten, zum anderen setzt Arved Winter alles daran, die lebende Magdalena Meisen ebenfalls aus einer absurden Art von Zwischenwelt zu retten. Die Katzen, die so suspekt erschienen, werden zum Boten und zum rettenden Wegweiser.
Mehr zu verraten, würde die Spannung nehmen. Fakt ist, dass dieser phantastische Roman ähnlich fesselnd geschrieben ist wie Somniferus, so dass ich dieses Buch mit hohen Erwartungen zu lesen begann. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ganz am Ende tischt er vielleicht ein wenig zu viel Grusel auf, wenn in dieser Zwischenwelt Neubauten wie Sandburgen zusammenstürzen und froschartige Wesen in Rätseln sprechen. Und doch letztlich rundet es dieses Buch ab. Man bedenke, dass ich Fantasy und Grusel weniger mag, aber es diesem Autor gelang, mich erneut mit einem lesenswerten Buch zu fesseln.
Mir gefällt vor allem sein flüssiger Schreibstil und das die an sich phantastische Geschichte an keiner Stelle unlogisch ist oder in sich nicht schlüssig wäre. Der Autor hat auf alles geachtet.
"Hexenjagd" ist ein Buch, welches dazu einlädt, in ein paar Jahren erneut gelesen zu werden. Darum landet es nicht bei Ebay nach dem Lesen, sondern gut behütet in meinem Bücherschrank.
Jean-Louis Glineur/22.07.2005
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5.0 von 5 Sternen
Glaube und Unglaube; reale und parallele Welt, 28. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Hexennacht. Ein phantastischer Roman aus der Eifel (Taschenbuch)
Eine atemberaubende Geschichte aus Trier und der Eifel, in die M. Siefener in seinem Buch entführt. Von Anfang an fesselt der Autor den Leser und steigert den Spannungsbogen, so dass man das Buch in einem Rutsch durchlesen möchte. Dabei wechseln die Welten, in die der Held der Geschichte gerät, fast unmerklich und der Leser erwacht erst wieder, wenn die Geschichte sein Ende nimmt. Interessant dabei erschien mir besonders der Blick auf die Religiösität, die Ansichten von Himmel und v.a. der Hölle, die dem Leser hier vorgeführt werden. Im Vergleich zu Somniferus eine ganz erhebliche Steigerung, weil auch das Ende schlüssig und durchdacht erzählt wird.
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4.0 von 5 Sternen
Ganz gut, 26. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Hexennacht. Ein phantastischer Roman aus der Eifel (Taschenbuch)
Dieses Buch war nicht so einfach zu bekommen. Es wurde mir von Bekannten empfohlen. Daraufhin bin ich direkt in die größte Buchhandlung der Stadt gefahren und wollte es mir mal eben kaufen .... Ging aber nicht. Im Computer wurde nachgeschaut und mir wurde mitgeteilt, dass dieses Buch leider nicht mehr erhältlich ist und auch nicht mehr bestellbar. Mist. Plötzlich fand ich nichts interessanter, als dieses Buch ;-) Gott sei Dank gibt es Amazon. Titel eingegeben, angeklickt, gekauft. Super! Das Buch war zunächst auch ganz gut. Bis mir auffiel auf, dass dem Autor in diesem Buch des öfteren mal jemand leid tut. Diese Wiederholung fand ich komisch. Dann wurde es in diesem eigentlich tollen und realistischen Krimi doch etwas zu fantastisch. Ich könnte jetzt sagen warum und wieso mir das nicht gefallen hat, aber dann müsste ich ins Detail gehen - und ich möchte nichts verraten. Ich finde jedenfalls, ein Buch ist entweder ein Fantasy-Roman/Krimi oder nicht. Man sollte sich entscheiden. Das ist dem Autor nicht gelungen. Alles in allem aber ein schöner Lesespaß und 4 Sterne.
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