Unaufgeregte SF?
Was ist das?
Für mich ist das Jack McDevitt in all seinen Büchern. Er schreibt unaufgeregte SF, weil es in seinen Büchern um die Menschen geht. Man kann sich immer in die Figuren versetzen. Es sind immer normale Menschen, die, wenn überhaupt, nur durch die Umstände zu Helden werden.
Wie in all seinen Romanen steht Action nicht im Vordergrund, man trifft sie eher selten an. Es geht um die Menschen und ihre Handlungen, um die Auswirkungen der Raumfahrt auf die Menschheit. Und McDevitt ist sich nicht zu schade alle Aspekte, alle Für und Wider immer wieder zu erwähnen.
Auch wenn seine Geschichten in einer fernen Zukunft spielen (hier 2255), ist alles so realistisch, dass man sich alles ohne Probleme vorstellen kann.
"Hexenkessel" ist der sechste Band seiner Romane, in denen es um Priscilla Hutchins geht. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, diese Reihe in chronologischer Reihenfolge zu lesen, um die Entwicklungen der Charaktere und des ein oder anderen Storybogens richtig einordnen zu können.
Sicher, wer Action-Spektakel oder Space Operas mit Weltraumschlachten oder Gut gegen Böse oder eine Story voller Intrigen sucht, der ist bei McDevitt falsch.
Das mag den ein oder anderen unter Umständen enttäuschen.
Für mich ist ein Buch von McDevitt zu lesen gleichbedeutend wie nach Hause kommen: Ich fühle mich von Anfang an wohl.