Ja, Tweed lobt seine Mitarbeiter für alles. Auch dafür, dass sie nach 150 Seiten die Idee haben, dass zwei gleich aussehende Frauen Zwillinge sein könnten. Für diesen Einfall benötigt man schließlich mindestens einen IQ von 50, und viel höher kann der der Protagonisten auch kaum sein.
Gut, ganz langsam: Diese Menschen gehören also zum SIS, sind Special Agents. Muss man diese Menschen wirklich fragen, ob sie mit einer Waffe umgehen können? Ist es für sie wirklich so clever, dass sie sich für einen Überfall (ohne Sinn und Zweck) mit Waffen ausrüsten und sich einen Fluchtweg offen lassen? Die Agenten handeln oft wie kleine Kinder, die Geheimdienst spielen und dabei an einen echten Bösewicht geraten.
Dieses Buch strotzt vor logischen und inhaltlichen Fehlern. Die Charaktere sind eindimensional und durchschaubar. Die Dialoge sind platt, langatmig und dienen meist der Information für den Leser: "Ich habe mit xy telefoniert." - "Ist das nicht der, mit dem sie vor drei Jahren dieses und jenes Abenteuer erlebt haben... (halbe Seite Information)" So läuft doch kein Dialog ab!
Selbst wenn man akzeptiert, dass in einem Thriller die Handlungsstränge auch mal völlig abstrus sein können, ist der Rest immer noch viel zu doof, langweilig, hirnrissig und schlecht geschrieben, um sich dadurch auch nur einen Tag vermiesen zu lassen.
Kauft lieber ein gutes Buch von Forsyth oder LeCarre, denn davon habt ihr wirklich was!