Wolf Serno hat mit Hexenkammer einen historischen Krimi geliefert, der mich überzeugt hat, weitere Bücher des Autoren zu lesen.
Lapidius, ein Alchemist, wird zu einer peinlichen Befragung gerufen, bei der Freya Säckler, der Hexerei bezichtigt, gefoltert wird, um das Geständnis, sie sei eine Hexe, aus ihr herauszubekommen, damit sie verbrannt werden kann. Da der Stadtmedicus erkrankt ist, muss Lapidius "einspringen", was ihm sehr unangenehm ist.
Nachdem die Angeklagte während der Folter unter den Daumenschrauben zusammenbricht, muss Lapidius sie untersuchen und entdeckt, dass die an Syphilis leidet. Er nimmt sich ihrer an und verbürgt sich für sie. In drei Wochen soll sie geheilt sein und weiter befragt werden können.
Drei Wochen, in denen Lapidius die Unschuld Freyas beweisen will.
Zusammen mit seiner Magd Marthe pflegt er sie und macht sich gleichzeitig auf die Suche nach den Tätern der Verbrechen, die in Kirchrode geschehen. Immer wieder werden junge Frauen gefunden - geschändet und ermordet, mit aufgeschnittender Kehle. Man will Freya die Morde in die Schuhe schieben und versucht alles, den Verdacht auf die kranke Frau zu lenken.
Lapidius begibt sich in Gefahr, während er sich aufmacht, die Rätsel zu lösen und die grausamen Morde aufzuklären.
Viele Fragen gilt es klären- wer sind die Söhne des Teufels? Haben sie die Morde begangen? Wo wurden die jungen Frauen getötet und warum?
Hexenkammer ist eine Geschichte voller Intrigen, Verleumdungen, Morde und Verschwörungen.
Spannend zu lesen, ohne übertrieben ekelhaft zu sein, braucht es beim Lesen dennoch manchmal starke Nerven. Alle Protagonisten haben ihren ganz eigenen, passenden Charakter. Aber ist jeder wirklich das, was man hinter ihm vermutet?
Ich fand keine einzige Seite langweilig und kann Hexenkammer jedem, der sich für die Hexenverfolgung, für historische Krimis und ein bißchen für Medizin interessiert sehr empfehlen.