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Hexenjagd - Vergessene Historienfilme Vol. 3
 
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Hexenjagd - Vergessene Historienfilme Vol. 3

Josef Bláha , Eduard Cupák , Otakar Vavra    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Josef Bláha, Eduard Cupák, Elo Romancik
  • Regisseur(e): Otakar Vavra
  • Komponist: Jirí Srnka
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Tschechisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Voulez Vous Film (Intergroove)
  • Erscheinungstermin: 8. Oktober 2010
  • Produktionsjahr: 1970
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0042T0QXG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.010 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Ende des 17. Jahrhunderts ruft eine Gräfin in Böhmen auf Veranlassung des Ortspfarrers einen Inquisitor, um vermeintliche Hexerei zu bekämpfen. Der eitle und besitzgierige Inquisitor weitet seine Herrschaft immer mehr aus und geht schließlich auch gegen jene vor, die ihn riefen.Verfilmung eines Romans über die letzten Hexenprozesse in den Jahren 1678-95 in Böhmen. Dem sehr sorgfältig gestalteten Film geht es mehr um die Schilderung der Zerstörung von Menschlichkeit als um Schock- und Thrillereffekte. Seine kritische Darstellung reflektiert darüber hinaus die jüngere Geschichte der CSSR (Stalins Säuberungen 1951, Slansky-Prozeß 1952).

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Der tschechische Regisseur Otakar Vávra, geboren 1911 in Königgrätz, war bereits als Student der Architektur im Jahre 1929 an den Dreharbeiten einiger Dokumentarfilme beteiligt. Danach schrieb er ab 1933 Drehbücher, gemeinsam realisierte er in Gemeinschaftsarbeit mit Hugo Haas seinen ersten abendfüllenden Spielfilm. Es sollten im Laufe der nächsten Jahrzehnte sehr viele werden. Ein Schwerpunkt war der historische Film, darunter zählt auch der nach dem Prager Frühling entstandene "Kladivo na èarodìjnice" (Hexenjagd).
Der Film zeigt sehr authentisch die Hexenprozesse von Groß Ullersdorf in Nordmähren auf, die unter dem Inquisitionstribunal von Henrich Frank Bobling (Vladimir Smeral) in der Zeit von 1678 bis 1692 stattfanden. Am Ende der katholischen Reinigung gab es 104 Tote. Alleine in Groß Ullensdorf starben 56 Menschen auf dem Scheiterhaufen.
Die Katastrophe fängt während einer heiligen Messe an.
Am Palmsonntag 1678 geschieht sonderbares, die Bettlerin Marina Schuch (Lola Skrbkova) nimmt an der heiligen Kommunion teil, doch sie nimmt die Hostie wieder aus dem Mund und legt sie verstohlen in ein Tuch. Dies sieht ein Ministrant und meldet dem neuen Pfarrer Eusebius Leandrus Schmit (Eduard Kupak) den Diebstahl noch während der Messe. Die Alte gibt an, dass sie im Auftrag einer anderen Frau des Dorfes (Marie Nademlejnská) die Hostie an eine Kuh verfüttern wollte, weil diese keine Milch mehr gibt.
Da der junge Geistliche ein fanatischer Prediger gegen Zauberei und Hexenrituale ist, gibt er dem Vorfall, der aufgrund des weit verbreitenden Aberglaubens geschah, eine große Bedeutung und setzt umgehend den Dekan von Mährisch Schönber, Christoph Alois Lautner (Elo Romacik) sowie die Gräfin von Grop Ullensdorf (Jirina Speknikova) in Kentniss und in Aufruhr. Der belesene wie besonnene Dekan warnt vor einer Panikmache, doch er findet mit seiner liberalen Einstellung kein Gehör. Man setzt den strengen Inquisitor Bobling ein, ein machtbesessener und finaziell kalkulierender Hexenjäger, der es darauf abgesehen hat, vor allem die reichen Frauen auf den Scheiterhaufen zu bringen....
Der 1969 realisierte Schwarz-weiss Film hält in eindrücklichen Bildern diese grauenvolle Kirchengeschichts-Episode fest.
Dabei stellt er mit den verschiedenen Personen auch verschiedene Strömungen des spirituellen Denkens der damaligen Zeit vor. Lautner ist ein menschenfreundlicher Intellektueller. Ein Geistlicher, der weiss, dass auch er ein Sünder ist.
Der junge Pfarrer Schmit dagegen ist ein sich und die Menschen überfordernder religiöser Ereiferer, der erwst später erkennt, was für ein schweres Verbrechen er auf sich geladen hat.
Bobling dagegen ist ein gottloser Beamter, der über Leichen geht.
Mit der schönen Pfarrköchin Zuzana (Sona Valentova) wirds dann zunehmend dramatischer.
Ein guter Historienfilm, der sich qualitativ mit dem gleichnamigen, 1996 entstanden Film von Nicholas Hynter messen lassen kann. Dieser Hexenprozess befasst sich mit der Inquisition in Salem, die 1692 begann - also gleich im Anschluß an die unrühmlichen Vorbilder aus Böhmen im fernen Europa.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Halbdokumentarischer Spielfilm 30. November 2010
Wer hier einen spannenden Gruselfilm erwartet liegt vollkommen falsch.
Dieser Spielfilm beschreibt historisch präzise eine frühneuzeitliche Hexenverfolgung- und schlägt dabei die meisten zu diesem Thema gemachten Dokumentationen in puncto Authentizität. Der Film ist sehr empfehlenswert, weil er eben keine plumpen populistischen Verfälschungen, die es ja leider zu diesem Thema gibt (z. B. von feministischer Seite), sondern die gesellschaftlichen Mechanismen, wie solche Verfolgungen ablaufen konnten gut beschreibt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Hexenjagd" ist eine faszinierende und äußerst erschreckende Erzählung aus der Zeit der Hexenverfolgungen. Beginnend mit einem eigentlich eher harmlosen Vorfall, wird ein korrupter Hexenjäger eingesetzt, der seine Macht zu seiner Bereicherung und der Aufwertung seines gesellschaftlichen Status ausnutzt. Nachdem die Verfolgung einmal begonnen hat, greift die perverse Logik eines Rechtssystems, in dem die/der Angeklagte keine echte Möglichkeit der Verteidigung hat, um sich. Damit war der Film in seiner Entstehnungszeit auch eine Abrechnung mit den stalinistischen Säuberungen in der CSSR.
In der Darstellung der Gewalt hält sich der Film erfreulicherweise sehr zurück, wenn auch das, was gezeigt wird, bzw. angedeutet wird, schon schlimm genug ist. Der Film wirkt nach und ist nichts für sensible Gemüter. Insgesamt ist der Film brilliant inszeniert. Sehr gute Darsteller, eine exellente Ausstattung und eine wunderbare Schwarz-Weiss-Fotografie runden den positiven Eindruck des Films ab. Wer keinen Horrorfilm erwartet, aber ein recht realistisches Bild aus der Zeit der Hexenverfolgungen haben möchte, sollte bei diesem Film zugreifen.
Die DVD bietet ein sehr gutes Schwarz-Weiss-Bild (wer einen Beamer hat wird sich freuen!). Der Ton ist gut, aber natürlich nichts für die Mehrkanal-Junkies. Informative Extras bietet die DVD leider keine, immerhin ist es aber schon ein großes Verdienst, das der Film auf DVD herauskam. Ein Historienfilm, der leider völlig zu Unrecht in Vergessenheit geriet!
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