Die amerikanische Ostküste im Jahr 1692: In Salem, Massachusetts, ist der Teufel los. Die weibliche Jugend dieses puritanischen Dorfes trifft sich nachts heimlich zu okkulten Tänzen im Wald und hält sublime Riten ab. Als die jungen Damen schließlich in ihrer mitternächtlichen Messe von Reverend Parris (Bruce Davison) überrascht werden, erschrickt sich eines der Mädchen fast zu Tode. Für die streng gläubige Gemeinde ist das Urteil schnell gefällt: Die Mädchen haben ein Bündnis mit dem Satan geschlossen. Es beginnt eine diabolische Hexenjagd, in deren Zentrum Abigail Williams (Winona Ryder) steht, die aus Missgunst heraus ein ganzes Dorf mit intriganten Lügen ins Verderben stürzt.
Arthur Millers Bühnenstück The Crucible ist eine Parabel auf die wahnhafte Verfolgung amerikanischer Intellektueller in der McCarthy-Ära der 50er Jahre. Eine Analogie zum dogmatischen religiösen Fanatismus drängt sich dabei nahezu auf. Belanglose Indizien driften aus Aberglauben in aberwitzige Verdachtsmomente ab und münden letztendlich in schwerwiegende Anschuldigungen mit fatalen Konsequenzen. Dabei stellt die begonnene rufmordende Hetzjagd für einige Einwohner eine willkommene Gelegenheit dar, so ganz nebenbei in einhelliger Bigotterie alte, latent im Gedächtnis verborgen gebliebene Rechnungen mit ungeliebten Nachbarn zu begleichen. Hin- und hergerissen zwischen dem schlechten Gewissen aufgrund eigener Irrtümer und der Angst vor drakonischen Strafen, wird der Galgen in Salem zum Ort der Vergeltung niederen Pharisäertums, welches sich immer mehr jenseits der Moral bewegt. Winona Ryder mimt hier mit einigen Überzeichnungen ein egozentrisches, rachlüsternes Weib, das sich kontinuierlich in das eigene Lügenkonstrukt verstrickt. Sie wird dabei dem stets integeren Procter (Daniel Day-Lewis) und dessen Frau (Joan Allen) zum Verhängnis, mit dem sie einst eine Affäre hatte und der am Ende selbst vor der bitteren Entscheidung steht, die Wahrheit abzuschwören und gegen eine Lüge und sein Leben einzutauschen. Bei der Figurenzeichnung des Procter driftet Regisseur Nicholas Hytner am Ende etwas in eine überpathetische Heroisierung ab.
Das Bild dieser DVD-Veröffentlichung aus dem Jahre 2004 hat gerade bei Landschaftspanoramen sehr grobkörnige Texturen und wirkt etwas unscharf. Das Bildformat ist 1,85:1 in Aspect Ratio. Die Tonspur liegt in mehreren Sprachen jeweils in Dolby Digital 5.1 vor.