Kurzbeschreibung
Hexenglauben und Hexenverfolgungen sind aus dem gegenwärtigen Afrika ebensowenig wegzudenken wie magische Überzeugungen. Gerüchte über Politiker oder Fußballvereine, die magische Mittel einsetzen, um zum Erfolg zu gelangen, Berichte über familiäre und nachbarschaftliche Konflikte, die auf Hexereibeschuldigungen beruhen, spielen eine zentrale Rolle in einer als bedrohlich empfundenen Alltagsrealität. Hexenglauben und Hexenverfolgungen sind keine Überbleibsel einer traditionellen afrikanischen Folklore, sondern Teil eines sozialen Dramas, das die meisten Regierungen vor enorme, nahezu unlösbare Aufgaben stellt.
Das vorliegende Buch gibt Auskunft über die vielfältigen psychologischen, religiösen und gesellschaftlichen Implikationen des Hexenglaubens in verschiedenen afrikanischen Regionen und Ethnien. Die in Deutsch und Englisch verfassten Beiträge eröffnen ein tieferes Verständnis bestehender Lebenswelten in einem im Umbruch befindlichen Kontinent.
Über den Autor
Dr. Rolf Schulte, geb. 1950, unterrichtet an einem Gymnasium in Schleswig-Holstein und ist Lehrbeauftragter für Geschichte an der Universität Kiel. Verfasser einiger Arbeiten zur Regionalgeschichte Schleswig-Holsteins und zum Thema der Hexenverfolgung in Europa.