Ich arbeite seit 20 Jahren in der Baubranche, und nicht nur das, ich bin praktisch auf einer Baustelle aufgewachsen, macht also schon knapp 40 Jahre Baustellenerfahrung. Das war der Grund, warum ich dieses Buch gekauft habe. Ich dachte, mal was Lustiges, was mit meinem Job zu tun hat...
Leider ist mir statt einer geballten Ladung Humor eine geballte Ladung Selbstmitleid entgegengekommen. Exakt eine einzige Stelle in dem Buch hat mich zum schmunzeln gebracht, ansonsten ist die depressive, hilf- und hoffnungslose Stimmung des Erzählers zwischen den Zeilen rausgetropft wie eine zähe Flüssigkeit.
Das Buch ist in viele kleine Kapitelchen unterteilt, die durchschnittlich eineinhalb Seiten lang sind, man kann es also bequem in der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit lesen, was ich auch getan habe. Ich habe für das wirklich sehr schmale Büchlein drei Tage gebraucht, denn ich konnte mich nicht dazu aufraffen, es abends zuhause weiterzulesen, so toll war's ganz einfach nicht.
Ich weiß auch gar nicht, welchem Genre ich dieses Buch zuordnen soll. Hier wird es als "Sachbuch" tituliert. Naja, ich weiß nicht recht. Ist es eine wahre Geschichte? Eine Sammlung von Anekdoten? Ich weiß es echt nicht.
Eins jedoch weiß ich: der Autor hat vom Bauen keine Ahnung. Da kommt der Installateur ganz zum Schluss um die Heizung und die Wasserleitungen zu machen, wenn schon alle Böden verlegt und alle Wände gespachtelt und verputzt sind? Naja, bei den Franzosen vielleicht...
(Teil meiner Rezension auf zwillingsleiden.blogspot.com)