Die Situation ist gar nicht mal so aussergewöhnlich: die Ich-Erzählerin entdeckt mit ca. Mitte dreissig, dass ihre biologische Uhr anfängt zu ticken. Der Lebenspartner, der demnächst das halbe Jahrhundet vollenden wird, ist von der Idee nicht sonderlich angetan. Ihm fehlt nichts in seinem Leben und er ist daher mehr als erstaunt darüber, dass die emanzipierte, ehrgeizige Frau an seiner Seite plötzlich vom Nestbautrieb befallen ist. Auch die Freunde verstehen diese Wandlung eher nicht.
Was mich nervt, ist die Sprache, in der das Buch geschrieben ist. Ja, ja, die Autorin ist gemäss Klappentext ausgebildete Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regiseurin von Independent Filmen, da kann man eine schlichte Allerweltssprache wohl nicht erwarten. Wenn ein Buch aber nur aus Sätzen wie diesem besteht: "Keine Ahnung, wich Corinna aus, und wie meistens bei verwandten Themen ränderten ihre Augen sich rot wie nach viel zu lange tief tauchen." dann ist das einfach nur laaaangwierig und laaaangweilig für den Leser.
Den Lebensgefährten der Hauptfigur empfinde ich übrigens als ausgesprochen unsymphatisch. Beruflich sehr erfolgreich, sich seiner Position bewusst, gestaltet er das Leben des Paares nach seinem Willen: "Pst, Viktor, he, ich weiß, es ist erst zwölf, aber magst Du ein Toastbrot." Warum es ein Kind mit genau diesem Mann sein soll, bleibt mir unverständlich.
Leider habe ich es nur bis Seite 150 geschafft, dann hat es mir gereicht und ich habe das Buch in die Altpapiertonne geworfen. Wie und ob also diese Paar jemals ein Kind haben wird, werde ich also nie erfahren...