Kurzbeschreibung
Mehr noch als die Stormschen Novellen prägten vor allem Balladen wie "Nis Randers", "Pidder Lüng" mit seinem "Lewwer duad üs Slaav", der "Halligmatrose" oder "Trutz, blanke Hans" das Bild Frieslands und der Friesen in der Öffentlichkeit. Die vorliegende Anthologie stellte die Herausgeberin nach ausführlichen und oft beschwerlichen Nachforschungen in den Archiven zusammen und schafft so endlich einen erneuten Zugang zu diesen vielfach zerstreuten und häufig fast völlig verschollenen friesischen Balladen. Nach den aufgenommenen Texten, die einen Zeitraum von 150 Jahren umfassen, folgen Worterklärungen und Hinweise zur Herkunft. Ein Register ermöglicht den schnellen Zugriff auf einzelne Balladen. Mit dieser Materialsammlung leistet die Herausgeberin einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Entwicklung des Friesland- und Friesenbildes in der deutschen Literatur.
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"Heut bin ich über Rungholt gefahren, Die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren. Noch schlagen die Wellen da wild empört, wie damals, als sie die Marschen zerstört. Die Maschine des Dampfers schütterte, stöhnte, Aus den Wasser rief es unheimlich und höhnte: Trutz, blanke Hans".