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Hethiter: Die unbekannte Weltmacht
 
 
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Hethiter: Die unbekannte Weltmacht [Taschenbuch]

Birgit Brandau , Hartmut Schickert
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492239781
  • ISBN-13: 978-3492239783
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.464 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Birgit Brandau
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine Entdeckungsreise in eine untergegangene Welt. Besichtigt wird die frühantike Hochkultur der Hethiter, die immer noch Rätsel und Geheimnisse birgt. Das trotz allem überraschend umfangreiche aktuelle Wissen über Geschichte und Kultur dieses indogermanischen Volkes, das im 2. Jahrtausend v.Chr. (ca. 1550-1220) im östlichen Kleinasien (das heutige türkische Staatsgebiet und angrenzende Länder) ein Großreich errichtete, soll mit dem vorliegenden Band einer breiten Leserschaft zugänglich gemacht werden. Ein lohnenswertes Unterfangen, da sich außer einigen archäologischen Titeln (z.B. über die hethitische Hauptstadt Hattusa. Stadt der Götter und Tempel, heute Bogazköy, von Peter Neve) nur fachspezifische Literatur mit den Hethitern befasst.

Ausgebreitet wird das Panorama einer hoch entwickelten Gesellschaft, deren umfassende Fähigkeiten und Kenntnisse faszinieren und in manchen Bereichen nahezu modern anmuten: ihre Leistungen hinsichtlich einer reibungslos funktionierenden und alle Lebensbereiche umfassenden Verwaltung (Archive mit zahllosen Keilschrift-Tontafeln), im Rechtswesen (älteste erhaltene Verfassung der Menschheit, Verträge mit anderen Reichen wie z.B. Ägypten), in der Metallverarbeitung und Vorratshaltung (Rezepte), in Handel und Diplomatie, im Kriegshandwerk, in der Architektur (Tempel und Paläste von monumentalen Ausmaßen, Mauerfestungen) und Literatur (auch Geschichtsschreibung), Hofzeremoniell etc.

Selbst als Fremde in das spätere Kerngebiet ihres Reiches gekommen, dem sie durch Kriegszüge und friedliche Vertragsabschlüsse weitere Herrschaften hinzufügten, blieben die Hethiter den integrierten Völkern gegenüber weitgehend tolerant und um die Einheit und den Zusammenhalt ihres monarchischen Feudalstaates bemüht. Die entscheidende Initiative und verfassungsrechtlichen Maßnahmen hierzu ergriff der hethitische König Telipinu (um 1500 v. Chr.) mit Einführung und Durchsetzung der dynastischen Erbfolge im Königshaus.

Die Darstellung folgt einer chronologischen und einer strukturellen Linie, was eine kursorische Lektüre ermöglicht. Möchte man sich über die reine Ereignisgeschichte informieren, hält man sich an die ungeraden Kapitel; interessiert man sich beispielsweise für Sprache, Alltagsleben oder Verwaltung, wendet man sich den geraden zu. Anmerkungen erklären ausgewählte Begriffe und Gegenstände, Personen oder Ereignisse. Ein Anhang mit Literaturverzeichnis und vergleichender Zeittafel (Hattusa, Ägypten, Babylonien, Assyrien) sowie farbige Fotografien hethitischer Bauwerke und Kunstgegenstände vervollständigen den Band. Das Register ist aufgrund seiner Lückenhaftigkeit nur bedingt hilfreich.

Die Stärken des Buches sind die allgemein verständliche und quellennahe Schilderung, die sich auf neueste Forschungsergebnisse stützt und die Ausführungen zu weit über die hethitische Geschichte hinausgehenden, parallel verlaufenden historischen Entwicklungen. Ein Wermutstropfen sind jedoch die bemüht locker-(fahr)lässigen Formulierungen und zum Teil haarsträubenden politischen und kulturgeschichtlichen Vergleiche zu späteren Epochen, wo gerne auch mal aktuell-zeitgeschichtliche Bezüge hergestellt werden. Dies mag zwar in einzelnen Fällen der Plastizität dieses schwer zugänglichen Abschnittes der Weltgeschichte dienen, geht jedoch auf Kosten der Glaubwürdigkeit. --Osseline Kind -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Aufwendig recherchierter, klug konzipierter, aufs Lesbarste geschriebener Archäologie-Report.« Stuttgarter Nachrichten

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von baidong
Format:Taschenbuch
was wird nicht alles geschrieben über alte völker - und die meisten autoren schwören stein und bein, daß es haargenuso war, wie sie es beschreiben, auch wenn von vornherein klar ist, daß sich einige jahre später sowieso das gegenteil heraustellen wird. genau diesen fehler machen die beiden autoren dieses buches nicht. sie sagen von vornherein offen und ehrlich, daß heute noch vieles spekulation ist und nicht genau bewiesen. zwischendrin füllen sie die lücken nicht mit ihren eigenen "wahrheiten", sondern bleiben sich treu und geben einfach die lücke zu. genau das ist die art, wie geschichts-sachbücher glaubwürdig und lesenswert werden.

wer sich entschließt "die hethiter" zu lesen, hält ein sachbuch in der hand, das nicht mit millionen von fußnoten und 400 seiten anhang (die meisten quellen nützen dem gemeinen sachbuchleser nämlich absolut nichts, weil er überhaupt nicht an diese bücher und quellen rankommt) nervt, sondern erhält einblick in das werden und vergehen einer ehemaligen supermacht, an der sich selbst die ägyptischen pharaonen die zähne ausgebissen haben.. es wird die außenpolitik beleuchtet und die inneren probleme (allein die "wechsel" auf dem hethitischen thron wären ein eigenes buch wert), es wird vom täglichen leben und der kultur berichtet bis hin zu so banalen sachen wie der königsküche. in gestalt von friedensverträgen, kriegen, gegenkriegen und handelsbeziehungen werden indirekt kurze blicke auf die nachbarn geworfen.

wer die "banalitäten" überspringen will, kann das tun, denn die autoren haben ein einfaches ordnungssystem verwendet, das mir persönlich sehr gut gefällt: kapitel mit gerader zahl - eigenheiten der kultur und des alltagslebens; kapitel mit ungerader zahl - chronologische darstellung der geschichtlichen fakten.

insgesamt ein lesenwertes buch, das die neuesten erkenntnisse zusammenfaßt, dem puzzle einige teile hinzufügt, in flotter moderner sprache geschrieben und das den versuch (genauso sollte man es verstehen!!) macht, den nebel um diese einstige großmacht ein bischen zu lüften.

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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Saubere Arbeit 6. Juli 2003
Von Dietmar
Format:Gebundene Ausgabe
Selbstverständlich handelt es sich hier um ein populärwissenschaftliches Buch. Deshalb werden alle, die sich davon eine nüchterne, sachliche Abhandlung von Namen, Daten und Fakten erwarten, sich in dieser Erwartung enttäuscht sehen.
Allerdings habe ich, obwohl ich mich in den vergangenen Monaten durch einen ganzen Berg von Literatur über die Hethiter durchgelesen habe - darunter auch spröde, wissenschaftliche Werke - keinen einzigen offensichtlichen Fehler darin erkennen können. Dieses Buch ist sowohl informativ als auch leicht zu lesen, kurzum: Saubere Arbeit.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der "ersten Lesung" des Buches kann man leicht zu der Überzeugung gelangen, dass gut recherchiert wurde. Bei einer Überprüfung der Faktenlage, auf die dieses Buch die Chronologie aufbaut, ergeben sich Widersprüche über Widersprüche. Die Ansetzungen der Beziehungen von hethitischen Königen zu anderen Herrschern erscheinen willkürlich. Die Dahamunzu-Affäre wird als "chronologisch bewiesen" Tutanchamun zugeordnet, obwohl die Inschriften und Amarna-Briefe das Gegenteil wahrscheinlicher machen. Die Angaben in den Pestgebeten des Murschili werden ebenso beiseite geschoben wie die Sonnenfinsternisdaten. Die amurritischen Herrscher werden in das "Dahamunzu-Zeitgefüge" gedrängt. Alles in allem für einen Leser ohne Hintergrundwissen schlüssig geschrieben. Dem kritischen Leser kommen jedoch Zweifel an einer sauberen Recherche.
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