Viele Menschen klagen über ihre fehlende Ruhe. Pater Anselm Grün nimmt uns mit auf eine Spurensuche zur Herzensruhe. Sein Weg beginnt bei der Unruhe, nimmt seinen Lauf über biblische Geschichten, das Gebet sowie die Haltungen des Mönchtums und schließt mit einer Auswahl hilfreicher Methoden, mit denen wir wieder zur Ruhe kommen.
Zunächst stellt er persönliche, soziale und wirtschaftliche Ursachen der Ruhelosigkeit dar. Sich ständig sorgen über unerledigte Aufgaben, sein privates oder berufliches Handeln in Frage stellen oder die Zukunft düster ausmalen führt auf Dauer zur lähmenden Unruhe.
Anhand biblischer Geschichten regt Pater Anselm Grün einen Perspektivwechsel an: Jesus lädt zur Ruhe ein, indem er allen geplagten Menschen seine Gemeinschaft anbietet. Daran knüpft eine Einladung zur „Sabbatruhe" an, damit wir Abstand von den Alltagssorgen gewinnen. Beten ist eine Kunst, mit der bereits die östlichen Mönchsväter im 3. Jahrhundert ihren „Weg zur inneren Ruhe" verfolgten. Sie legten damit das Fundament im Kampf gegen unruhestiftende Leidenschaften. Darauf baute Benedikt mit seinen Regeln auf. Er verfasste „Haltungen innerer Ruhe", die gegen Angst, Maßlosigkeit und Engstirnigkeit schützen.
Das letzte Drittel des Werkes beschreibt heutige Wege zur Ruhe. Neben den bekannten Methoden wie Meditation, Entspannung und Fasten werden auch andere beleuchtet, wie z.B. das Gespräch mit der Unruhe, ordnende Rituale oder die Vereinfachung des Lebens.
Viele Wege führen zur Ruhe. Mit seinem Werk begleitet uns Pater Anselm Grün zur Ruhe vor Gott. Er betont in weiser Voraussicht, dass jeder Mensch die für ihn richtige Methode finden muss. Wer auf humorvolle Weise etwas über seinen Typ erfahren möchte, dem empfehle ich zur Ergänzung die „Bären-Strategie" von Lothar Seiwert mit dem Leitspruch: „In der Ruhe liegt die Kraft".