Oben oder unten, gut oder böse, Lüge oder Wahrheit, Du oder Ich, Leben oder Tod. Saleem M. Riek begibt sich in seinem neuen Buch Herzensfeuer" auf eine aufregende Abenteuerreise durch den Dschungel von Polaritäten und Paradoxien. Die Art und Weise wie der Autor die Menschen einlädt, sich bewusst und liebevoll auf einen persönlichen Entwicklungsprozess vom Entweder-oder zum Sowohl-als-auch einzulassen, hat mich sehr berührt. So konnte ich nicht anders, als das Buch in mehr oder weniger einem Zug durchzulesen. Sein angenehmer, leicht verständlicher Schreibstil hat mich dabei unterstützt. Mich hat vor allem beeindruckt, wie der Autor es schafft, einen weitreichenden Bogen über so viele essentielle Aspekte der menschlichen Existenz zu spannen. Dabei ist mir einmal mehr klar geworden, wie viel und gerne der Autor selber liest, wie weit seine Lebenserfahrung und intellektuelle Neugierde reicht. Deshalb ist es ein spezielles Geschenk, dass sich Saleem M. Riek auch sehr persönlich einbringt. Viele anschauliche Beispiele zeugen von seinen eigenen widersprüchlichen und allzu menschlichen Erfahrungen als mutiger Angsthase, grossherziger Kleingeist und neugieriger Besserwisser."
Was geschieht nun mit mir, wenn ich nicht mehr angestrengt oder gar krampfhaft versuche, die Widersprüche in meinem Leben aufzulösen? Wohin führt mein Weg, wenn ich mich den Paradoxien im Alltag mit Herzklopfen zuwende? Habe ich überhaupt eine Wahl? Herzensfeuer" ermutigt und bekräftigt mich, im Raum des Nichtwissens" zu lernen, darin meinen Ängsten und meiner Verzweiflung zu begegnen, um letztlich mein Vertrauen in die Weisheit der Existenz zu stärken. Es braucht Mut, ein Risiko einzugehen. Mich an das Leben zu verlieren, um mich selber darin zu finden, fordert mich in meinem Herzensfeuer" heraus. Insofern birgt das Buch Sprengstoff. Doch, wie zitiert der Autor trefflich: Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um."
Am Schluss der Lektüre hat sich in meinem Herzen ein Gefühl von Wärme eingestellt. So, als wäre etwas rund geworden in mir. So, als würde ich mich vom Leben getragen fühlen. So, als wäre mir ein Mensch wahrhaftig begegnet. Dafür danke ich dem Autor.