Herrenlose Hunde und einsame Herzen. So lautet der
englische Titel dieses Buches und er beschreibt den Inhalt sehr gut. Tante Dot, alleinstehend und kinderlos, von Beruf Hundekupplerin, ist verstorben. Das Erbe besteht insbesondere aus einem Haus sowie einer Hundeauffangstation mit zahlreichen Vierbeinern, die auf Vermittlung warten. Als Nachlassverwalterin hat Dot ihre Nichte Rachel bestimmt. Diese ist eine PR-Beraterin und eigentlich gar kein Hundetyp. Da sie aber soeben den treulosen Freund, die Arbeit und Wohnung verloren hat, stürzt sie sich nach gewissen Anlaufschwierigkeiten (unter anderem ist ihre Designergarderobe nicht unbedingt hundetauglich) auf die neue Aufgabe. Zur Seite steht ihr dabei insbesondere Megan, die Stationsleiterin der Hundestation, gleichzeitig auch Untermieterin in Dots Haus.
So nach und nach lernt der Leser die anderen Bewohner von Longhampton, einer überschaubaren Ortschaft, kennen. Da ist George, der Tierarzt mit dem rüpelhaften Charme, der jedoch unglaublich sanft mit Hunden umgeht, und von dessen markanten Daniel-Craig-Look schon so einige Damen überwältigt wurden. Allerdings gelang noch keiner das Kunststück, ihn zu binden.
Oder Bill, seines Zeichens Arzt für die zweibeinige Bevölkerung, der eine Frau sucht zwischen sechsundzwanzig und achtundzwanzig Jahren ohne Altlasten und furchteinflössende Ex-Partner, die größer ist als Kylie Minogue und kleiner als Kate Winslet, und die kochen kann. Ach ja, Einparken sollte sie auch noch können, deswegen ist nämlich seine letzte Beziehung in die Brüche gegangen.
Natalie und Johnny, Bills beste Freunde, versuchen alles, um endlich Nachwuchs zu zeugen. Was nicht so recht klappen will. Um Bill bei der Auswahl eines Vierbeiners zu helfen, begleiten die beiden ihn in die Hundeauffangstation. Doch dort verliebt sich Natalie prompt selber in eine der Fellnasen. Dumm nur, dass sowohl sie als auch Johnny Vollzeit berufstätig sind, und nicht über ausreichend Freiraum verfügen, um eben diesen Hund bei sich aufzunehmen.
Dann gibt es noch Zoe, die geschiedene Mutter von zwei Buben, deren Ex-Mann gerne die Unterhaltszahlungen kürzen würde, andererseits aber genug Geld hat, um seinen Jungs einen Labradorwelpen zu schenken, der für reichlich Chaos in Zoes Haushalt sorgt.
Nicht zu vergessen die Hunde. Allen voran Gem, der sieben Jahre alte Border Collie von Tante Dot, den Rachel als Erbe übernimmt. Er war als Welpe mit seinen Geschwistern ausgesetzt worden, kam in die Hundeauffangstation und Dot brachte es später einfach nicht übers Herz, sich von ihm zu trennen.
Und natürlich gibt es auch noch ein Familiengeheimnis, das Rachel so nebenbei entdeckt.
Kurz und gut: Diese Geschichte ist durchaus auch für Nicht-Hundebesitzer geeignet ;) Abwechslungsreich mit sympathischen Figuren. Und damit meine ich nicht nur die Menschen sondern auch die Vierbeiner! Leichte, lockere Unterhaltung.
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Kauf einen jungen Hund, und du wirst für dein Geld wild entschlossene Liebe bekommen. (Rudyard Kipling)
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede. (Louis Armstrong)
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie uns zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat. (Roger Andrew Caras)
Alles gefunden in
Für Hundefreunde von Nina Sandmann.