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Im Herzen waren wir Riesen: Die Überlebensgeschichte einer Liliputanerfamilie Taschenbuch – 1. September 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 303 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548604633
  • ISBN-13: 978-3548604633
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.111.176 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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"Trennt euch nie, passt aufeinander auf, lebt füreinander!" Ein weiser Ratschlag, den Mutter Batia auf dem Sterbebett ihren kleinen Schützlingen gab -- und einer, der sich auf perfide Art als lebensrettend erweisen sollte. Kein Geringerer nämlich als Dr. Joseph Mengele, gefürchteter "Todesengel von Auschwitz", sollte die Familie vor dem Gang in die Gaskammern bewahren. "Arbeit für die nächsten 20 Jahre", feixte der "Erbgutforscher", als die Zwergenfamilie Ovitz im Mai 1944 an der Rampe von Auschwitz aus den Waggons getrieben wurde, fest entschlossen, sich nicht auseinander reißen zu lassen.

Die Großfamilie mit den sieben Zwergen (eine im Buch etwas überstrapazierte Metapher) war im transsylvanischen Rozavleva beliebt und verlieh dem Dorfalltag einen fremdartigen Glanz. Sieben der zehn Kinder des ironischerweise nach dem biblischen Riesen genannten Zwerges Shimshon Eizik blieben kleinwüchsig. Auf ihren Touren durch Osteuropa hatte die "Liliput-Truppe" es mit ihrer Musikrevue zu einigem Ruhm und Wohlstand gebracht.

Der 1940 einsetzenden Judenverfolgung konnten sie zunächst entgehen, da Beamte bei der Ausstellung neuer Ausweise schlicht vergaßen, den Zusatz "jüdisch" darin zu vermerken. "The Liliputan Jazz Concerts" konnten weiter stattfinden -- vorerst! Nach vier Jahren eines Lebens in ständiger Angst vor Entdeckung wurden schließlich auch die Ovitzes von Hitlers "Endlösung" erfasst.

Kernstück des Buches und in seiner detaillierten Fürchterlichkeit hier kaum wiederzugeben ist Mengeles Arbeit mit den "Laborratten von Auschwitz". Die Vorzugsbehandlung, die die Zwerge im Lageralltag erfuhren, wurde bitter bezahlt mit dem Martyrium endloser Versuchsreihen, um die wahnsinnigen Vererbungstheorien des SS-Arztes wissenschaftlich zu fundieren.

Das israelische Autorenteam Koren und Negev verdankt diesen unfasslichen und anrührenden Überlebensbericht Perla Ovitz, der letzten Überlebenden des Clans. Ohne die Erinnerungsarbeit der quirligen Perla, die im Jahre 2001 verstarb, wären die Einblicke in ein ostjüdisches Alltagsidyll, das direkt in die Folterkammern von Auschwitz führte, für immer verloren gewesen. So aber werden wir Elisabeth, Rozika, Frieda, Franziska, Perla, Micky und Avram Ovitz nie vergessen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

»Ich wollte nie bedauert werden« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "beutgenp" am 6. Februar 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Die gut recherchierte und packend geschilderte Lebensgeschichte einer Zwergenfamilie aus Ungarn gehört zu den bewegendesten Biographien, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Erzählt wird die Geschichte der Familie Ovitz. Sieben Geschwister sind wie ihr Vater kleinwüchsig, zwei normal gewachsen. Bis in die ersten Kriegsjahre hinein entwickeln sie durch ihren Charme, ihren Mut und ihren unbeugsamen Familiensinn eine einzigartige Bühnenkarriere als Musiker und Komödianten. Im Juni 1944 werden sie verhaftet und nach Auschwitz verschleppt. Ihre Abnormität, oft Grund für Spott und Demütigung, erweist sich auf der Selektions-Rampe als Schutzschild: SS-Arzt Mengele, brutaler wie ehrgeiziger Karrierist, schöpft aus dem schier unendlichen Menschenmaterial, um sich mit „rassenhygienischen Studien" im Führerstaat Meriten zu erwerben. Auch die Familie Ovitz wird geschröpft, gequält, gedemütigt. Doch ihr Lebenswille stirbt nie. Zwischen den Schloten der Verbrennungsöfen schaffen sie sogar eine absonderliche Normalität, an der sich andere aufrichten können. Bühnen- und lebenserfahren wissen sie die Wirkung ihrer Körpergröße einzusetzen. Und am Ende retten sie nicht nur sich, sondern auch ihre normalwüchsigen Geschwister sowie eine befreundete Familie, die sie gegenüber Mengele als Verwandtschaft ausgeben.
Die 150 Seiten über die Zeit in Auschwitz lassen keinen Leser kalt. Mehr als einmal möchte man Gelesenes am liebsten wieder aus der Erinnerung löschen. Man fühlt mit den Zwergen, leidet mit ihnen und ihren Schicksalsgenossen.
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Von Leseratte am 29. September 2009
Format: Taschenbuch
Ein Buch voller Gefühle, ich mußte mehrmals das Buch beiseite legen, da es mich sehr bewegt hat.
Das Buch macht die schrecklichen Abgründe der Kriegszeit auf
Absolut lesenswert
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch liest sich sehr schwierig und langatmig, zur Information wie im dritten Reich mit dieser weiteren Randgruppe von Kleinwüchsigen umgegangen wurde ist gut dargestellt
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3 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von flumy am 23. April 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, aber im Vorfeld stört es mich, das die Kleinwüchsigen Schausteller als Zwerge und Liliputaner bezeichnet werden. Zwerge und Liliputaner sind erfundene Figuren, die es nur in Märchen gibt. Es ist nach meiner Meinung respektlos diese Familie als Zwerge und Liliputaner zu bezeichnen, zumal es sich nicht um ein Märchen handelt sondern um eine bitterernste Biographie. Da bis vor einigen Jahren Behinderte oder nicht der Normentsprechende Menschen nicht ernst genommen wurde, wurden Ihnen passende Wörter angedichtet. Heute sagt man auch nicht mehr zu Gehörlosen -> Taub-Stumme, zum Downsyndrom -> Mongolied, oder geistig Behinderten -> Idiot bzw Irre.
Trotz allem werde ich das Buch in der nächsten Zeit lesen, weil in diesem Buch wie ich aus anderen Rezessionen gelesen habe, das Leben von der Kleinwüchsigen Familien realistisch beschrieben wurde.
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