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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großartiger tragischer Film tragisch zerstört, 7. Januar 2002
Hart gebeutelt vom Leben wird Jude Fawley, der in dieser (in die Tiefe) mitreißenden Verfilmung von Thomas Hardy's "Jude the obscure" erkennen muß, wohin einen das Leben führen kann ("It's a difficult question for any man to answer - whether to follow ones dreams or to let life lead one where it wants to"). Natürlich kann die philosophische Dichte der Romanvorlage in einem Film nicht nachvollzogen werden. Hardy's Werk steckt so voller Gesellschaftskritik des viktorianischen Zeitalters, daß er ob der einbrechenden Entrüstung bis zu seinem Lebenswerk nur noch Prosa schrieb. Aber die Quintessenz von an innereren und äußeren Umständen gescheiterten Lebensträumen ist von Michael Winterbottom und seinem traumhaften Darstellerpaar Christopher Eccleston und Kate Winslet so gut eingefangen, daß es nicht wenige gibt, die nach diesem Film schlecht schlafen werden. Nachdem ich als bekennender Melancholiker und (passenderweise) Winslet-Fan schon einige Zeit in Besitz des Videos (mit dem wie so häufig beknackten deutschen Titel "Herzen in Aufruhr") bin, hatte ich mich auf die Originalversion auf DVD gefreut. Leider muß ich sagen, daß dem Film durch die Hersteller der DVD fast so übel mitgespielt wurde, wie Jude und Sue selbst. Von dem traurigen Umstand abgesehen, daß es neben einem schlechten Trailer keine Extras gibt, ist der Film mit Ausnahme der Eingangstitel im 4:3 aufgezeichnet, obwohl er mit 16:9 ausgezeichnet ist. Eine derartige Kastration eines so großartigen filmischen Werkes ist kaum erträglich, zumindest wenn man einmal die breite Fassung gesehen hat. Es gibt nicht wenige Szenen, in denen Jude und Sue sich an den Rändern der Leinwand befinden, was im Originalformat eine umwerfende Wirkung hat. Auf dieser DVD sieht man von beiden im besten Fall noch die Gesichter, bei einer Schlüsselszene (dem Abendessen mit Phillotson, das mich übrigens stark an Theodor Storms "Immensee" erinnert), ist Sue gleich ganz ausgeblendet, weil sie keinen Text hat. Als wenn die damals 19-jährige(!) Kate Winslet Text bräuchte, um Gefühle zu transportieren! Dem Film würde ich jederzeit die Höchstwertung geben. Auch wenn man sich gut überlegen sollte, ob man diese (noch dazu brilliant gespielte) Tragik verträgt. Der DVD-Version muß ich wegen der unverständlichen Fehler leider einiges abziehen. Wer diesen Film wirklich genießen (oder besser erleiden) will, sollte zur Breitwandversion auf VHS greifen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großartiger tragischer Film tragisch zerstört, 21. Januar 2002
Hart gebeutelt vom Leben wird Jude Fawley, der in dieser (in die Tiefe) mitreißenden Verfilmung von Thomas Hardy's "Jude the obscure" erkennen muß, wohin einen das Leben führen kann ("It's a difficult question for any man to answer - whether to follow ones dreams or to let life lead one where it wants to"). Natürlich kann die philosophische Dichte der Romanvorlage in einem Film nicht nachvollzogen werden. Hardy's Werk steckt so voller Gesellschaftskritik des viktorianischen Zeitalters, daß er ob der einbrechenden Entrüstung bis zu seinem Lebenswerk nur noch Prosa schrieb. Aber die Quintessenz von an innereren und äußeren Umständen gescheiterten Lebensträumen ist von Michael Winterbottom und seinem traumhaften Darstellerpaar Christopher Eccleston und Kate Winslet so gut eingefangen, daß nicht wenige nach diesem Film schlecht schlafen werden. Nachdem ich als bekennender Melancholiker und (passenderweise) Winslet-Fan schon einige Zeit in Besitz des Videos (mit dem wie so häufig unglücklichen deutschen Titel "Herzen in Aufruhr") bin, hatte ich mich auf die Originalversion auf DVD gefreut. Leider muß ich sagen, daß dem Film durch die Hersteller der DVD fast so übel mitgespielt wurde, wie Jude und Sue selbst vom Leben. Von dem traurigen Umstand abgesehen, daß es neben einem mäßigen Trailer keine Extras gibt, ist der Film mit Ausnahme der Eingangstitel im 4:3 aufgezeichnet, obwohl er mit 16:9 angegeben ist. Eine derartige Kastration eines so großartigen filmischen Werkes ist kaum erträglich, zumindest wenn man einmal die breite Fassung gesehen hat. Es gibt nicht wenige Szenen, in denen Jude und Sue sich an den Rändern der Leinwand befinden, was im Originalformat eine umwerfende Wirkung hat. Auf dieser DVD sieht man von beiden im besten Fall noch die Gesichter, bei einer Schlüsselszene (dem Abendessen mit Phillotson, das mich übrigens stark an Theodor Storms "Immensee" erinnert), ist Sue gleich ganz ausgeblendet, weil sie keinen Text hat. Als wenn - die damals 19-jährige(!)- Kate Winslet Text bräuchte, um Gefühle zu transportieren! Dem Film würde ich jederzeit die Höchstwertung geben. Auch wenn man sich gut überlegen sollte, ob man diese (noch dazu brilliant gespielte) Tragik verträgt. Der DVD-Version muß ich wegen der unverständlichen Fehler leider einiges abziehen. Wer diesen Film wirklich genießen (oder besser erleiden) will, sollte zur Breitwandversion auf VHS greifen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Do not expect a happy end, 4. Februar 2001
Von Ein Kunde
This screen adaptation of the classic by Thomas Hardy (Jude the Obscure) stars Christopher Eccleston as Jude Fawley and a slim Kate Winslet as his cousin, Sue Bridehead. Strong supporting roles are provided by Rachel Griffiths, June Whitfield and Liam Cunningham.The film starts like many American films: someone poor and disadvantaged has a driving ambition to succeed. If this were an American film, we would be sure of a happy ending: Jude finds a well-paid job and lives happily ever after with Sue and the children. Anyone familiar with the work of Thomas Hardy will expect fate to intervene and somehow make it impossible for the protagonists to realize their dreams. If Thomas Hardy had been born somewhat later and worked as a screenwriter, I cannot help thinking he would have specialized in the film noir genre. My main criticism is that none of the actors manages an authentic Dorset accent, with the possible exception of June Whitfield. Christopher Eccleston attempts one but invariably goes back to his Manchester accent. Rachel Griffiths produces something that sounds more like an Irish accent whilst Kate Winslet usually speaks like she does in Titanic. The film contains a few very strong scenes: a pig being slaughtered and disembowelled as well as a close-up of Kate Winslet giving birth. As a screen adaptation of one of the classics of English literature there is a lot of material, feeling pain and suffering, crammed into 110 minutes, so much so that I kept finding new meaning after four viewings. Perhaps those familiar with Hardy will prefer to read the novel whilst those who are not will find this adaptation slow and depressing. The highlight for Winslet fans may well be seeing her totally naked, but I doubt they would think it worth sitting through the whole file for those 15 seconds. This is an excellent film, faithful to the Hardy classic. The highlights of the film are the excellent cinematography and the outstanding original score by Adrian Johnston. I would strongly recommend this film with the caveat that it may not be suitable for those without the stomach to take the scenes described above or those who would find a tragic story too distressing.
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