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Das Herz schlägt links
 
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Das Herz schlägt links [Illustriert] [Gebundene Ausgabe]

Oskar Lafontaine
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, Illustriert --  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Econ (1. Oktober 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430159474
  • ISBN-13: 978-3430159470
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 227.358 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Oskar Lafontaine
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zugegeben, es sind vor allem Sensationslust und brennende Neugier, ob Oskar Lafontaines Herz nun wirklich links oder doch eher "link" schlägt, wie viele seiner Weggefährten und zwischenzeitlichen Ex-Freunde mutmaßen, die die magische Anziehungskraft dieses Buches ausmachen. Schließlich wurde es vom Springer-Verlag Econ, dem der selbsternannte Advokat der Kleinverdiener -- wie inzwischen aus Verlegerkreisen verlautete -- in bester Kapitalistenmanier über 800.000 Mark Garantiehonorar abgezockt haben soll, bereits vor der Veröffentlichung publikumswirksam als gnadenlose Generalabrechnung mit dem Erzrivalen Gerhard Schröder samt Entourage und rot-grüner Chaosregierung lanciert.

Doch alles beginnt recht harmlos. Ein ungewohnt nachdenklicher, nach seinem abrupten Abgang aus Amt und Würden offenbar geradezu geläuterter Staatsmann a.D. hält da Rückschau auf ein bewegtes Politikerleben und macht dabei aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dazwischen immer wieder Kapitel, in denen der berüchtigte Volkstribun sein politisches Credo darlegt und dabei das Lied des aufrechten Sozialdemokraten intoniert, der angetreten ist, einem ideengeschichtlich im Grunde reaktionären angloamerikanischen Neoliberalismus die Stirn zu bieten, der nun im Zeitalter der Globalisierung im Gewande der "Modernisierung" fröhliche Urstände feiert. Daß es dabei an Seitenhieben auf den "Genossen der Bosse" nicht mangelt, liegt in der Natur der Dinge.

Unter dem Motto "Oskar, das Unschuldslamm" und "Undank ist der Welten Lohn" geht es dann schließlich kräftig zur Sache, wobei so manche pikante Neuigkeit zu erfahren ist. Beispielsweise, daß es hinter der zur Schau gestellten Fassade der Eintracht schon vor der Regierungsbildung kräftig bröckelte. Zum ersten ernsthaften Zerwürfnis mit Gerhard Schröder kam es bereits beim Postenschacher: "Er setzte sich grußlos hin. Nachdem ich das Wort weitergegeben hatte, flüsterte ich ihm zu 'Was ist denn los?' Er antwortete: 'Du willst mir den Schreiner als Fraktionsvorsitzenden unterjubeln.' Ich erwiderte, das sei Quatsch und wir müßten sofort darüber reden. Er fauchte mich an, er habe jetzt keine Lust, mit mir zu reden, und ging wortlos aus dem Raum, wie er es immer tut, wenn er zornig ist oder die Einsamkeit des großen Staatsmanns demonstrieren will. Erst mittags gelang es mir, ihn zur Rede zu stellen. Ich sagte ihm ein zweites Mal würde ich mir eine solche Behandlung nicht gefallen lassen (...). Ich war tief enttäuscht, hatte ich doch, unter Zurückstellung eigener Interessen, ihm den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur gelassen und die Partei im Wahlkampf mit großer Geschlossenheit hinter ihm versammelt."

Und so geht es weiter: "Wochen vor meinem Rücktritt war ich fest entschlossen (...) zurückzutreten. Das Maß dessen, was ich mit meiner Selbstachtung vereinbaren konnte war längst überschritten." --Roland Detsch

Kurzbeschreibung

Vom Mannheimer Parteitag 1995, als er handstreichartig den glücklosen Rudolf Scharping im SPD-Vorsitz ablöste, bis zum unheimlichen Abgang nach 136 Tagen aus der Regierung Schröder - Oskar Lafontaine berichtet erstmals offen über die inhaltlichen und persönlichen Kämpfe in Partei und Regierung und schildert die Gründe, die im März 1999 zu seinem Rücktritt als Parteivorsitzender und Finanzminister führten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
In der Vergangenheit las ich schon eine ganze Reihe Bücher von Politikern von Wolfgang Schäuble über Joschka Fischer und Gregor Gysi. Das neue Buch von Lafontaine gehört ganz gewiß zu den interessantesten. Sicher mag der Umstand seines Rücktrittes als spannendes Moment hinzukommen. Für mich war aufschlussreich wie er die vergangenen Jahre reflektiert, seit dem Einverleib der DDR, aber auch die Ausführungen über die Aktienmärkte und die Medien waren sehr geeignet, Erkenntnisse hinzuzugewinnen. Im übrigen war ich sehr erfreut darüber, dass noch nicht die gesamte Sozialdemokratie dem Sog militaristischen Denkens verfallen ist. Lafontaines Einschätzung des Kosovokonfliktes kann ich eher folgen als der von Joschka Fischer. Bei einer Podiumsdiskussion zwischen Rudolf Bahro, Lothar Bisky und mir 1996 hörte ich von Seiten Bahros zum ersten mal den Titel Öko-FDP. Mir schien das damals noch etwas überzogen. Wenn ich heute bei Lafontaine eine ähnliche Beurteilung lese, dann ist mir in dem letzten Jahr, die Sache schon etwas klarer geworden und ich befürchte, die Entwicklung der Grünen könnte in diese Richtung gehen, leider sage ich. Bei all dem Lob was ich eben für Lafontaines Buch kenntlich gemacht habe und gewiß wäre Lafontaine der bessere Kanzler gewesen, dass war mir von Anfang an klar, so sei aber nicht verschwiegen, dass ich in einem ganz zentralen Punkt, scharfe Kritik habe. Ich habe es immer sympatisch gefunden, wenn Lafontaine von der Brücke ins Solarzeitalter gesprochen hat, die seine Partei bauen will. Schaue ich mir aber die Behandlung des Themas ökologischer Zukunftspolitik in seinem Buch an, dann scheinen mir die Auskünfte dazu eher dürftig. In seinem Band „Die Gesellschaft der Zukunft" konnte man da noch eher hoffen, wenngleich mir klar war, dass auch dort der Zugang viel zu eng war. Wir kommen nicht um die Frage herum, wie wir damit umgehen wollen, dass unsere ganze Industriegesellschaft auf tönernden Füßen steht, im Grunde eine Kriegserklärung an die zukünftigen Generationen ist. Nur als Beispiel: Franz Alt hat in seinem Buch „Die Sonne schickt uns keine Rechnung" aufgezeigt, wie unmittelbar praktisch auch ökologische Regierungspolitik aussehen könnte, die mehr ist als Umweltkosmetik, die uns am Ende Kopf und Kragen kosten wird. In einem weiteren Buch zeigt er auf wie Arbeit und Umwelt miteinander besser versöhnt werden können. Da fragt man sich, sind Sozialdemokraten zu unintelligent das zu begreifen, jedenfalls die, die am Regierungsruder stehen? Dabei gibt es auch in der SPD kluge Leute. Hermann Scheer erhielt gerade den alternativen Nobelpreis für sein ökologisches Zukunftsdenken. Eigentlich wäre er der Kanzler, den sich die SPD 2002 leisten müsste. Aber natürlich ist mir klar, ökologische Realpolitik hat Schranken. Rudolf Bahro versuchte in seinem Buch „Logik der Rettung" die Grundlagen ökologischer Politik aufzuzeichnen. Dieses Werk scheint mir nach wie vor eines der besten und tiefgründigsten auf diesem Gebiet zu sein, mal von einigen Überspitzungen, die enthalten sind abgesehen. Vor diesem Spiegel sind Lafontaines Äußerungen zur Ökologie völlig oberflächlich. Auf der anderen Seite ist mir natürlich klar, dass man die Erkenntnisse über die Rolle des Finanzmarktes z.B., wie sie der Ex-Finanz und Parteichef ausführt, integral in die ökologische Matrix von Politik einarbeiten muß. Ich bin gerade dabei einem Band fertigzustellen, der diese verschienden Ebenen zusammenzubringen versucht, allerdings unter dem Primat der biosphärischen Gleichgewichte. Mit dem Buch „Wege zur ökologischen Zeitenwende" versuchen Franz Alt, Rudolf Bahro und ich eine Alternative zu den heutigen politischen Konzepten vorzustellen. Der Band ist gewissermaßen indirekt auch eine Antwort auf Lafontaines Herangehen. Wie gesagt, ich halte „Das Herz schlägt links" für sehr lesenswert, dass die Parteiobrigkeit der SPD dem nicht beipflichten wird, ist menschlich verständlich.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kritik ist ungerechtfertigt 19. Februar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wie auch aus den zahlreichen Leserrezensionen bei amazon.de ersichtlich ist, wird hier ein Hick-Hack über einen Mann geführt, der sich lebhaft für den Erhalt der SPD und seiner traditionalistischen Grundwerte eingesetzt hat. Wie er auch in seinem Buch treffend versucht darzulegen, warum es ihn zutiefst anwidert unter dem Deckmantel sozialer Belange einen cachierten Neoliberalismus weiterzubetreiben, so ist es doch gerade dieser Punkt, warum die deutsche Sozialdemokratie an Glaubwürdigkeit verliert. Wenn klassische soziale Ziele wie mehr Mitspracherechte für die Arbeiterschaft und soziale Gerechtigkeit und Mitbestimmung in den Betrieben immer mehr dahingehend ausgehöhlt werden, daß die großen Konzerne Tag für Tag jede Möglichkeit nutzen, ihren Gewinn auf Kosten der Mittel- u. Unterschicht zu steigern, so kann ich nur sagen, daß Oskar Lafontaine mit diesem Buch einen wichtigen Schritt in Richtung Aufklärung und Bürgernähe getan hat. Daß bei einem Menschen, der bereits ein politisches Attentat überlebt hat, und so lange in der deutschen Politik tätig war auch etwas Wehmut mitschwingen darf, kann man Oskar Lafontaine beim besten Willen nicht absprechen. Hut ab, Herr Lafontaine, vor diesem mutigen Buch!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich mal etwas neues 16. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Oskar Lafontaine war nie ein Mitläufer, und hat immer unabhängig vom Zeitpunkt Wahrheiten pur ausgedrückt, z.B. Thema Währungsunion, und in vielen Fällen recht behalten. Wir Deutsche sind wahrscheinlich gerade für das Gegenteil bekannt, die besten Mitläufer zu sein, sei es im Kommunismus oder im Neoliberalismus. Was in unserer heutigen Mediengesellschaft wirklich passiert ist meistens nur mit Hilfe solcher Beiträge zu erfahren. Das Buch ist ein Beitrag zu unserer Zeitgeschichte aus einer anderen Perspektive.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Der Zeit vorraus
Es hat mich überrascht wie weit seine damalige Denkweise der Zeit vorraus war.
Einiges passt noch in die heutige Zeit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2009 von A. Ott
Interessante Kritikansätze
Auch wenn mir Herr Lafontaine durch die Lektüre dieses Buches nicht sympathischer geworden ist, so kann ich dennoch manche seiner aktuellen Kritikansätze nun besser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Januar 2009 von Wer hat's erfunden?
Höchst aktuell!!!
Obwohl 1999 geschrieben ist das Buch zur Zeit höchst aktuell. Die politischen Ursachen der Finanzmarktkrise wurde bekanntlich durch Rot/Grün vertieft, nachdem Kohl, von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2008 von ad
Ein Plädoyer für Sozialdemokratie
Zu Beginn, ca. 60-70% des Buches schildert er ein bisschen seine politische Vorgeschichte (vor seinem Rücktritt), geht dabei teilweise recht ins Detail, so dass es bei... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2005 von "www_konstantinschumann_de"
Für wen wurden diese vielen Seiten geschrieben?
Wen könnte es interessieren, wann Oskar Lafontaine was zu irgendwem gesagt hat? Und wann er mit wem Tee getrunken hat? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2004 von Bettina Licht
Traurig, wie er sich darstellt - schluchz
Lässt man Persönliches und Emotionales mal weg, es bleibt ein langweiliges Buch. Besonders glaubhaft wirkt er nicht, wie vorher in seinem politischen Leben. Lesen Sie weiter...
Am 13. Dezember 2001 veröffentlicht
Die Kernaussage aktueller globaler Politik ist getan
Das Buch hätte noch länger ausfallen können. Der Fortschritt des Neoliberalismus weltweit, vorrangig in den USA ist ein elementarer Bestandteil, Lafontainer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2001 von Thomas Bergmann, Fr. Journalist
Das Herz schlägt links, der Geldbeutel steckt rechts!
Oskar Lafontaine: der Retter der Sozialdemokratie! Weshalb beklagt er sich über den Kurs der SPD? Sollte er den Genossen nicht dankbar sein!?! Lesen Sie weiter...
Am 17. Juni 2001 veröffentlicht
Mut zur Blöße
Ein Buch zu schreiben ist immer eine Offenbarung. Auch wenn man die Ereignisse sich so dreht, daß sie einem persönlich gefallen, so muß das noch immer nicht... Lesen Sie weiter...
Am 28. Mai 2000 veröffentlicht
Verwirrung
Mir hat das Buch "Das Herz schlägt links" von Oskar Lafontaine nicht besonders gefallen. Es ist sehr verwirrend und langweilig geschrieben. Lesen Sie weiter...
Am 15. März 2000 veröffentlicht
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