Für mich war das neueste Produkt aus der Flemming-Reihe ziemlich enttäuschend. Zunehmend fällt fehlender Tiefgang auf. Das beginnt bei den verwirrenden Beziehungen des "Helden". Wie wenig kennt er seiner Partnerinnen, dass er mal himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt den kleinen Jungen spielt, der nicht versteht wie ihm geschieht? Das setzt sich dann fort im gesamten Handlungsgerüst. Wie gut, dass es fiese Unternehmerschweine gibt, die den Motor für die ziemlich an den Haaren herbeigezogene Handlung liefern. Am Ende löst sich dann alles irgendwie in Luft auf. Sorry, die ersten Werke haben mir durchaus gefallen, aber im Nachhinein ist es wohl das Lokalkolorit, dass die Schwächen überdeckte? Das nächste Buch werde ich mir nicht mehr kaufen. Nur mit mehr fundiertem Tiefgang und weniger hin und her wäre die Kurve zu kriegen. Als Nürnberger würde ich mir das wünschen.