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Herz der Finsternis
 
 

Herz der Finsternis (Broschiert)

von Joseph Conrad (Autor), Daniel Göske (Übersetzer)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 147 Seiten
  • Verlag: Reclam, Leipzig (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379201359
  • ISBN-13: 978-3379201353
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 530.730 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 39 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Internationale Autoren > Conrad, Joseph

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In den Abenteuerbüchern Joseph Conrads ist der Dschungel still. Im Herz der Finsternis (1899) etwa schlängelt sich der Kongo lautlos durch die "erhabene Stille des Urwalds": Die Geschichte von Kapitän Marlowe, der sich auf die Suche nach dem rätselhaften und grausamen Elfenbeinhändler Kurtz ins dunkle Afrika aufmacht, spielt sich vorwiegend in der "schweigenden Wildnis" ab. Erst als Marlowe Kurtz zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, durchbricht ein schriller Schrei die Lautlosigkeit. Zunächst nur "ein Wort" in den Erzählungen der Eingeborenen, stellt sich der dämonische Redner nun "als eine Stimme dar". Und als Kurtz mit dem flüsternden Ausruf "Das Grauen! Das Grauen!" sein Leben schließlich aushaucht, wird die Wahrheit dieser Einschätzung offenbar: "Er war kaum mehr gewesen als eine Stimme".

Im Herz der Finsternis, das von den teuflischen Schattenseiten der europäischen Zivilisation ebenso wie von den düstren Untiefen der menschlichen Seele berichtet, ist auch der Ich-Erzähler Marlowe für seine Zuhörer "nicht mehr gewesen als eine Stimme". Auf der CD-Fassung des Reclam Verlags nun leiht der 57-jährige Schauspieler Christian Brückner, der bereits Robert de Niro und Alain Delon synchronisierte, dem Organ des Kapitäns sein raues Timbre. Er tut dies mit viel Gespür für Conrads Text: Denn während der charismatische Kurtz "ernst, tief, bebend" -- als Störung im Urwaldschweigen eben -- hätte gesprochen werden müssen, ist die von Brückner gegebene Erzählstimme Marlowes ruhig, schlängelnd und tiefgründig wie der Kongostrom.

"Meine Stimme ist es, die nicht zum Schweigen gebracht werden kann", behauptet Marlowe einmal. Nun macht uns die unverwechselbare Stimme Brückners den herrlich gleichförmig mäandrischen "Zauberfluss der Rede" vom Herz der Finsternis anschaulich. Getreu dem auf Kurtz gemünzten Diktum Conrads: "Man spricht nicht mit dem Mann -- man hört ihm zu". 5 CDs, Spieldauer: 303 Minuten. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Herz der Finsternis
OT Heart of darknessOA 1902 (Zeitschriftabdruck 1899) DE 1926Form Erzählung Epoche Moderne
Die für Joseph Conrads Schaffen zentrale Erzählung zeichnet sich aus durch eine spannende Handlung, eine geheimnisvolle Atmosphäre und ein dichtes Netz von Symbolen.
Entstehung: Im Winter 1889 nahm Conrad das Angebot einer belgischen Handelsfirma an, einen Flussdampfer auf dem Kongo zu führen, und verbrachte knapp acht Monate in Afrika. Nach seinen Aufzeichnungen zu schließen, haben seine Erlebnisse in der belgischen Kolonie ihn tief geprägt und zu einer kritischen Haltung gegenüber den Aktivitäten der Weißen in Afrika geführt. Viele seiner Erfahrungen sind in die Erzählung Das Herz der Finsternis eingeflossen, die Conrad in nur zwei Monaten im Winter 1898/99 niederschrieb.
Inhalt: Der Flussdampferkapitän Marlow fährt im Auftrag einer belgischen Handelsgesellschaft den Kongo hinauf. In den auf seinem Weg liegenden Handelsposten, von der Gesellschaft gedacht als »Leuchtfeuer auf der Straße zum Besseren«, erlebt er sinnloses Durcheinander sowie die brutale Ausbeutung und Miss-handlung der Schwarzen. Auf einer dieser Stationen hört er zum ersten Mal von Kurtz, einem angeblich besonders erfolgreichen Elfenbein-agenten tief im Inneren des Kongo. Die Reise zu Kurtz wird für Marlow mehr und mehr zu einer Reise in sein eigenes unbewusstes Inneres. Der Fluss, von Anfang an diabolisch und unheimlich »wie eine Schlange«, führt immer weiter fort vom Licht der Zivilisation in die Dunkelheit der Wildnis, in das »Herz der Finsternis« und zum Zentrum des Bösen, in dem der ominöse Kurtz sein Reich hat. Er beutet sein Gebiet skrupellos aus, schreckt weder vor Raub noch vor Mord zurück und folgt in wilden Ausschweifungen seinen niederen Instinkten, völlig vom »schweren, stummen Bann der Wildnis« gefangen. Marlow beschließt, den offensichtlich Kranken mit sich zurückzunehmen, denn »seine Seele war wahnsinnig«. Auf der Rückreise fluss-abwärts stirbt Kurtz mit dem Ausruf »Das Grauen! Das Grauen!«, der zugleich als Bekenntnis seiner Schuld und Absage an die Mächte der Finsternis interpretiert werden kann. Kapitän Marlow bringt es nach seiner Rückkehr nach Brüssel nicht über sich, Kurtz’ trauernder Verlobter die Wahrheit über dessen Leben im Kongo und seine letzten Worte zu sagen: »Ich riß mich zusammen und sprach langsam. ›Das letzte Wort, das er aussprach, war – Ihr Name.‹«
Aufbau: Das Herz der Finsternis ist eine klassische Rahmenerzählung: Auf einem Boot an der Themsemündung erzählt Kapitän Marlow in einer langen Rückblende von seiner Reise ins innerste Afrika. Der gesamte Text ist in drei gleich lange Teile untergliedert: Der erste umfasst den Beginn der Erzählung und den Beginn von Marlows Reise den Fluss hinauf; der zweite schildert die allmähliche Annäherung an Kurtz und das Zusammentreffen mit ihm; der dritte Teil umfasst die Rückreise den Fluss hinunter, Kurtz’ Tod und Marlows Rückkehr nach Brüssel, bevor sich mit dem Ende seiner Erzählung auch der Rahmen wieder schließt.
Wirkung: Das Herz der Finsternis hat von Anfang an die Leser und Interpreten fasziniert und zu einer bis heute anhaltenden Auseinandersetzung eingeladen. Der auf Conrads Erzählung basierende Film Apokalypse Now (1979) von Francis Ford Coppola (*1939) ist mindestens ebenso berühmt geworden wie die Vorlage. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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92 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Nur eine brauchbare Übersetzung erhältlich!, 28. November 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Herz der Finsternis (Broschiert)
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut gleichzustellen mit Camus "glücklichem Tod", sprachlich perfekt und stilsicher, leider nur in der richtigen Übersetzung. Und die gibt es leider nur als Reclam-Heft. Wer einmal das englische Original gelesen hat, wundert sich über den brillianten und ausgefeilten Stil des gebürtigen Polen Conrad. Finger weg von dieser Ausgabe! Reclam oder das Original kaufen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Anstrengend, 3. Juni 2007
Schon seit seiner Kindheit träumt der junge Marlow davon, die letzten weißen Flecken der Landkarte zu erforschen. Durch gute Beziehungen wird er schließlich trotz seiner geringen Erfahrung Kapitän auf einem Dampfschiff, das tief in den afrikanischen Urwald fahren soll. Dort angekommen stößt der junge Mann auf ein groteskes Tollhaus der Kolonialisierung, unorganisierte Lager, skurrile Landsmänner, die nichts tun als Intrigen gegeneinander zu schmieden, unsinnige Arbeiten und vor allem auf leidende unterdrückte Eingeborene. Marlowe, ein rationaler, realistischer Mann reagiert darauf mit Unverständnis und Ironie. Beeindruckt von der Größe, der Ursprünglichkeit und der Gewalt des Urwaldes macht er sich trotzdem auf in die Tiefen der Wildnis um den geheimnisvollen Kurtz zu finden, der sich hier sowohl mit seinem äußerst erfolgreichen Elfenbeinhandel, als auch mit seiner Abgeschiedenheit einen Namen gemacht hat. Doch was er findet ist ein Mensch, dem das Gefühl für Menschlichkeit abhanden gekommen ist.

Kein Lichtstrahl dringt durch die dunkle Stimmung, die Conrad hier erzeugt, durchtränkt von schweren dunklen Adjektiven ist der Text kontinuierlich beklemmend und unheilvoll, nur selten unterbrochen von bissigen und ironischen Kommentaren des Erzählers angesichts der makaberen Zustände im Urwald (zweifellos eine Kritik an der Kolonialisierung).
Dadurch, dass äußere Dinge meist nur skizzenhaft beschrieben werden und die Handlung zuweilen vom Erzähler unterbrochen wird, um an anderer Stelle fortzufahren, bekommt seine Geschichte, die eher anmutet wie ein Alptraum als die Realität, etwas Wirkliches. Hält man sich beim Lesen des Buches vor Augen, dass Conrad hier seine eigenen Erlebnisse als Seemann schildert und aufarbeitet, gewinnt es nochmal an Schrecken dazu.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kino für die Ohren. Ganz große Erzählkunst., 15. November 2007
Von Thomas Knackstedt "thomasknackstedt" (Delligsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Herz der Finsternis (Audio CD)
Die Geo Hörwelten Auswahl ist an sich schon ein Genuß. Aber mit Joseph Conrads -Herz der Finsternis- wird dem Hörer ein besonderer Leckerbissen angeboten. Ein klassischer Erzähler der alten Schule mit einer überbordenden Geschichte von Leid, Glück, Abenteuer und Forscherdrang. Geschrieben in Worten, die auch heute noch berühren und anfassen. Aber gerade da liegt das Problem bei den klassischen Erzählern wie Conrad, Steinbeck, Sayoran oder Hemingway. Der heutige Leser findet oft nur schwer Zugang zur Sprache der großen Schriftsteller. Sicher sieht das bei einer absoluten Leseratte anders aus, aber nicht jeder verschlingt dutzendweise Bücher; schon gar keine Klassiker. Und genau hier setzen die Geo Hörwelten in genialer Weise an. Die alten Geschichten der großen Meister wollen erzählt werden. Okay, man kann sie auch lesen, aber es sind Erzählungen. Und wenn man einen Christian Brückner gewinnen kann, der die Geschichte in einer Art und Weise präsentiert, dass einem jeder Satz ein Bild in den Kopf zaubert, das sich einem die Nackenhaare aufstellen und man das Geräusch der Stromschnellen hört; was will man dann noch mehr?

Der alte Kapitän Marlowe erzählt seinen Freunden von seiner Reise den Kongo hinauf. Dort sucht und findet er den geheimnisvollen Mister Kurtz, der eine Art Phantom unter den Elfenbeinhändlern zu sein scheint. Gerüchte eilen ihm voraus und der junge Marlowe muss seinen ganzen Mut zusammennehmen, um die gefahrvolle Reise zu meistern...

Eine einfache Geschichte, aber erzählt mit Worten, die die Welt still stehen lassen können. Klar, einfach, phantastisch. Wer den Zugang zur Weltliteratur noch nicht gefunden hat, hier kann er es noch einmal versuchen. Sich einfach zurücklehnen, Christian Brückners Stimme lauschen und sich von Joseph Conrad in das dunkle Afrika zur Wende des 19. Jahrhunderts entführen lassen. Eine Reise mit den Ohren, die sie, das kann ich fast versprechen, nie wieder vergessen werden.
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Trotz des Alters wird die Zeitlosigkeit bestimmter Charaktäre und der Abgrund menschlicher Existenz ergreifend beschrieben.
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Ehrlich gesagt fand ich das Buch nicht ganz so gut, wie ich es erwartet hab. Zum einen ist das Buch wirklich ein bisschen schwer verständlich. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Sixfeet123 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen VORSICHT!
Wie schon in einer vorigen Rezension erwähnt: Dies ist nur ein Extrakt von Conrads Geschichte, dargeboten von zwei Sprechern: Marlow und einem (fiktiven) Interviewpartner. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2008 von Inspektor Issel

3.0 von 5 Sternen Verrohte Natur und Moral
Kapitän Marlow bekommt von einer belgischen Kolonialgesellschaft das Kommando über ein Handelsschiff, um tief im Kongo den Elfenbeinhändler Kurtz aufzuspüren, der dort auf eigene... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2008 von Michael Höfler

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