Was einst Ende des Jahres 2003 ganz still und leise mit dem "Grabsteinland" begann und seinen Mittelpunkt darin ein Jahr später in der Fortsetzung "Herrschaft der Vampire" fand, endet nunmehr in diesen kalten und dunklen Wintertagen... Und zwar direkt und unmittelbar im "Herz der Finsternis".
"Herz der Finsternis" knüpft rein textlich gesehen nahtlos an seine beiden Vorgänger an und führt uns weiter in eine Fantasie- und Horrorwelt voller Mystik, Zauber, Anmut, Dunkelheit, Kampf und Tod. Die Schlacht ums Grabsteinland neigt sich dem Ende zu... Aber nicht ohne ein Wiedersehen zu verzeichnen mit ach so bekannten und liebgewonnen Figuren und Helden wie den Wölfen, dem Raben "Niemals, Niemals" des jungen Mädchens und sowie letztendlich auch dem kleinen Tod.
"Herz der Finsternis" ist mit Sicherheit eines der pathetischsten und ohrwurmlastigsten Gothic-Rock Stücke auf dem Album und läutet im Grunde den Start jenes Abschlußwerkes der Trilogie ein = Melodiös, Treibend und unnachahmlich intensiv von Greta intoniert... Sicherlich (wenn man es so sagen will) gleich einer der "Hit-Singles" des Albums!
Eher besinnlich und träumerisch geht es bei "Des Raben Flug" daher: Was beim Vorgängeralbum "Herrschaft der Vampire" der Song "Als ich unter Wölfen schlief" war in Sachen "gothischer Ballade", ist es hier nun eben genannter... Am besten die Augen beim anhören schließen und sich treiben lassen von jenen schwarzen Himmelsbegleitern: den Raben.
Aber auch die Liebhaber der superben Chanson-Songs aus den beiden Vorgängeralben müssen hier nicht leer ausgehen: "Vollmondengel" und "Niemals, Niemals" wissen diesbezüglich voll und ganz zu überzeugen und würden beim Hören (bestimmt nicht nur bei "Außenstehenden" und "Nicht-Szene-Kennern" vermuten lassen, das die Untoten wohl nie etwas anderes in ihrer musikalischen Karriere gemacht haben als Chanson! Einfach phänomenal gut!
Und ja... Zum "Abschied" dürfen wir alle gerne (und berechtigterweise) das eine oder andere Tränchen vergießen: den hier endet unsere abenteuerliche Reise durch das Grabsteinland.
Tja, was soll man da noch groß sagen? Insgesamt 16 Songs mit einer Laufzeit von 53,33 Minuten, die pures Kopfkino und Musikfilm in einem sind!