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Herz der Finsternis [Taschenbuch]

Daniel Göske , Joseph Conrad
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

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In den Abenteuerbüchern Joseph Conrads ist der Dschungel still. Im Herz der Finsternis (1899) etwa schlängelt sich der Kongo lautlos durch die "erhabene Stille des Urwalds": Die Geschichte von Kapitän Marlowe, der sich auf die Suche nach dem rätselhaften und grausamen Elfenbeinhändler Kurtz ins dunkle Afrika aufmacht, spielt sich vorwiegend in der "schweigenden Wildnis" ab. Erst als Marlowe Kurtz zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, durchbricht ein schriller Schrei die Lautlosigkeit. Zunächst nur "ein Wort" in den Erzählungen der Eingeborenen, stellt sich der dämonische Redner nun "als eine Stimme dar". Und als Kurtz mit dem flüsternden Ausruf "Das Grauen! Das Grauen!" sein Leben schließlich aushaucht, wird die Wahrheit dieser Einschätzung offenbar: "Er war kaum mehr gewesen als eine Stimme".

Im Herz der Finsternis, das von den teuflischen Schattenseiten der europäischen Zivilisation ebenso wie von den düstren Untiefen der menschlichen Seele berichtet, ist auch der Ich-Erzähler Marlowe für seine Zuhörer "nicht mehr gewesen als eine Stimme". Auf der CD-Fassung des Reclam Verlags nun leiht der 57-jährige Schauspieler Christian Brückner, der bereits Robert de Niro und Alain Delon synchronisierte, dem Organ des Kapitäns sein raues Timbre. Er tut dies mit viel Gespür für Conrads Text: Denn während der charismatische Kurtz "ernst, tief, bebend" -- als Störung im Urwaldschweigen eben -- hätte gesprochen werden müssen, ist die von Brückner gegebene Erzählstimme Marlowes ruhig, schlängelnd und tiefgründig wie der Kongostrom.

"Meine Stimme ist es, die nicht zum Schweigen gebracht werden kann", behauptet Marlowe einmal. Nun macht uns die unverwechselbare Stimme Brückners den herrlich gleichförmig mäandrischen "Zauberfluss der Rede" vom Herz der Finsternis anschaulich. Getreu dem auf Kurtz gemünzten Diktum Conrads: "Man spricht nicht mit dem Mann -- man hört ihm zu". 5 CDs, Spieldauer: 303 Minuten. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

«Joseph Conrads Novelle ‚Herz der Finsternis' ist eine der stärksten und berühmtesten der Weltliteratur.» (Dresdner Morgenpost) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Herz der Finsternis
OT Heart of darknessOA 1902 (Zeitschriftabdruck 1899) DE 1926Form Erzählung Epoche Moderne
Die für Joseph Conrads Schaffen zentrale Erzählung zeichnet sich aus durch eine spannende Handlung, eine geheimnisvolle Atmosphäre und ein dichtes Netz von Symbolen.
Entstehung: Im Winter 1889 nahm Conrad das Angebot einer belgischen Handelsfirma an, einen Flussdampfer auf dem Kongo zu führen, und verbrachte knapp acht Monate in Afrika. Nach seinen Aufzeichnungen zu schließen, haben seine Erlebnisse in der belgischen Kolonie ihn tief geprägt und zu einer kritischen Haltung gegenüber den Aktivitäten der Weißen in Afrika geführt. Viele seiner Erfahrungen sind in die Erzählung Das Herz der Finsternis eingeflossen, die Conrad in nur zwei Monaten im Winter 1898/99 niederschrieb.
Inhalt: Der Flussdampferkapitän Marlow fährt im Auftrag einer belgischen Handelsgesellschaft den Kongo hinauf. In den auf seinem Weg liegenden Handelsposten, von der Gesellschaft gedacht als »Leuchtfeuer auf der Straße zum Besseren«, erlebt er sinnloses Durcheinander sowie die brutale Ausbeutung und Miss-handlung der Schwarzen. Auf einer dieser Stationen hört er zum ersten Mal von Kurtz, einem angeblich besonders erfolgreichen Elfenbein-agenten tief im Inneren des Kongo. Die Reise zu Kurtz wird für Marlow mehr und mehr zu einer Reise in sein eigenes unbewusstes Inneres. Der Fluss, von Anfang an diabolisch und unheimlich »wie eine Schlange«, führt immer weiter fort vom Licht der Zivilisation in die Dunkelheit der Wildnis, in das »Herz der Finsternis« und zum Zentrum des Bösen, in dem der ominöse Kurtz sein Reich hat. Er beutet sein Gebiet skrupellos aus, schreckt weder vor Raub noch vor Mord zurück und folgt in wilden Ausschweifungen seinen niederen Instinkten, völlig vom »schweren, stummen Bann der Wildnis« gefangen. Marlow beschließt, den offensichtlich Kranken mit sich zurückzunehmen, denn »seine Seele war wahnsinnig«. Auf der Rückreise fluss-abwärts stirbt Kurtz mit dem Ausruf »Das Grauen! Das Grauen!«, der zugleich als Bekenntnis seiner Schuld und Absage an die Mächte der Finsternis interpretiert werden kann. Kapitän Marlow bringt es nach seiner Rückkehr nach Brüssel nicht über sich, Kurtz’ trauernder Verlobter die Wahrheit über dessen Leben im Kongo und seine letzten Worte zu sagen: »Ich riß mich zusammen und sprach langsam. ›Das letzte Wort, das er aussprach, war – Ihr Name.‹«
Aufbau: Das Herz der Finsternis ist eine klassische Rahmenerzählung: Auf einem Boot an der Themsemündung erzählt Kapitän Marlow in einer langen Rückblende von seiner Reise ins innerste Afrika. Der gesamte Text ist in drei gleich lange Teile untergliedert: Der erste umfasst den Beginn der Erzählung und den Beginn von Marlows Reise den Fluss hinauf; der zweite schildert die allmähliche Annäherung an Kurtz und das Zusammentreffen mit ihm; der dritte Teil umfasst die Rückreise den Fluss hinunter, Kurtz’ Tod und Marlows Rückkehr nach Brüssel, bevor sich mit dem Ende seiner Erzählung auch der Rahmen wieder schließt.
Wirkung: Das Herz der Finsternis hat von Anfang an die Leser und Interpreten fasziniert und zu einer bis heute anhaltenden Auseinandersetzung eingeladen. Der auf Conrads Erzählung basierende Film Apokalypse Now (1979) von Francis Ford Coppola (*1939) ist mindestens ebenso berühmt geworden wie die Vorlage.

Der Verlag über das Buch

Vorlage für den Film "Apocalypse now" -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

" ... von Christian Brückner vorgetragen wird (...), der Conrads Bildersprache eindringlich und anschaulich durch die Ohren in den Geist der Hörerinnen und Hörer bringt."
sandammeer.de

"Dem Sprecher Christian Brückner gelingt es, die Magie des Klassikers perfekt einzufangen."
Urlaub Perfekt -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Joseph Conrad (1857–1924) war polnischer Herkunft und erlernte erst im Erwachsenenalter die englische Sprache. Im Dienst der britischen Handelsmarine und ab 1886 als Kapitän bereiste er die Weltmeere, den afrikanischen Kontinent und den Fernen Osten. Erst spät begann er zu schreiben. Conrads Romane, die um das Thema der menschlichen Einsamkeit und des Ausgeliefertseins kreisen, zählen zu den berühmtesten Werken der englischen Literatur. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Eines Abends, als ich ausgestreckt auf dem Deck meines Dampfers lag, hörte ich Stimmen, die näher kamen - der Neffe und der Onkel schlenderten das Ufer entlang. Ich legte den Kopf wieder auf den Arm und schlummerte beinahe ein, als jemand sagte - als spräche er mir direkt ins Ohr: >Ich bin so harmlos wie ein kleines Kind, aber ich mag es nicht, herumkommandiert zu werden. Bin ich der Manager - oder bin ich's nicht? Sie haben mir befohlen, ihn da rauf zu schicken. Nicht zu fassen.Das ist wirklich unangenehmEr hat bei der Regierung darum ersucht, da raus geschickt zu werdenum zu zeigen, was er erreichen kann; und ich habe entsprechende Anweisungen erhalten. Welchen Einfluß dieser Mann haben muß. Ist es nicht erschreckend?Diktiert Regen und Sonnenschein - ein Mann - die Verwaltung - an der Nase herumVielleicht löst das Klima das Problem für dich. Ist er allein dort?Jaer hat seinen Assistenten den Fluß heruntergeschickt mit einer Nachricht für mich - in diesem Stil: `Bringen Sie den armen Kerl außer Landes und machen Sie sich nicht die Mühe, mehr von der Sorte zu schicken. Lieber bin ich allein als mit der Art von Männern, die Sie mir überlassen.' Das war vor mehr als einem Jahr. Kannst du dir diese Unverschämtheit vorstellen?Elfenbeinmassenhaft - erste Güte - Massen - äußerst ärgerlich, von ihm.Und dazu?FakturaWie kommt das Elfenbein den ganzen Weg hierher?der Mannden HalunkenHalunkeMannNiemand, soweit ich weiß, außer einer Art fliegender Händler- abscheulicher Kerl, der uns das Elfenbein von den Eingeborenen wegschnappt.Wir sind erst frei von unlauterem Wettbewerb, wenn einer dieser Kerle zur Abschreckung gehängt wirdAuf jeden Falllaß ihn hängen! Warum nicht? In diesem Land ist alles - alles - möglich. Ich sag's doch; keiner hier, verstehst du, hier, keiner kann deine Position gefährden. Und weshalb? Du verträgst das Klima - du überlebst sie alle. Die Gefahr droht in Europa, aber bevor ich abreiste, habe ich dafür gesorgt ...Diese beträchtliche Kette von Verzögerungen ist nicht meine Schuld. Ich habe mein möglichstes getan.Sehr traurig.Und dann sein verpestendes, unsinniges Geredeer hat mich genug belästigt, als er hier war. "Jede Station sollte wie ein Leuchtturm auf dem Weg zu besseren Verhältnissen sein, ein Handelszentrum natürlich, doch darüber hinaus ein Zentrum der Bildung, des Fortschritts, des Unterrichts." Stell dir mal vor - dieser Esel! Und er will Manager werden! Nein, das ist ...Geht es dir dieses Mal gut, seit du hier bist?Wem, mir? Oh. Wie gefeit - wie gefeit. Aber die anderen - du liebe Güte! Alle krank. Und sie sterben so schnell, daß ich nicht einmal Zeit habe, sie außer Landes zu schaffen - es ist unglaublich!Hm. So, soAh! .Mein Junge, vertrau darauf, sage ich - vertrau darauf.< Ich sah, wie er die kurze Flosse seines Arms ausstreckte, mit einer Geste, die den Wald, den Wasserlauf, den Schlamm, den Fluß einschloß - als würde er vor dem sonnigen Antlitz des Landes mit seinem schändlichen Wink einen heimtückischen Aufruf an den dahinter lauernden Tod richten, an das verborgene Böse, an die tiefe Finsternis in dessen Herzen. Die Szene war so bestürzend, daß ich aufsprang und auf den Waldrand starrte, als erwartete ich von dort eine Art Antwort auf diese schwarze Inszenierung seiner Zuversicht. Ihr wißt ja, was für törichte Ideen einem manchmal kommen. Doch die erhabene Stille begegnete den beiden Gestalten mit unheilvoller Ausdauer und wartete geduldig darauf, daß die phantastische Invasion wieder verschwand.
Beide fluchten laut - vor lauter Schreck, glaube ich - und dann, indem sie so taten, als hätte sie sie nichts von meiner Existenz bemerkt, kehrten sie wieder zur Station zurück. Die Sonne stand tief; und die beiden, Seite an Seite nach vorn gebeugt, sahen aus, als würden sie ihre lächerlichen, verschieden langen Schatten mühsam hinter sich her den Berg hinaufzerren; langsam krochen diese hinter ihnen durchs hohe Gras, ohne nur einen einzigen Halm zu knicken.
Nach ein paar Tagen zog die Eldorado-Expedition in die geduldige Wildnis, die sich hinter ihr schloß wie das Meer über einem Taucher. Lange Zeit später kam die Nachricht, daß alle Esel tot waren. Ich weiß nichts vom Schicksal der weniger wertvollen Tiere. Sie fanden zweifellos, was sie verdienten, wie wir anderen auch. Ich fragte nicht nach. Ich war damals ziemlich aufgeregt über die Aussicht, Kurtz sehr bald kennenzulernen. Wenn ich sehr bald sage, meine ich es relativ. Es waren nur zwei Monate von dem Tag an, als wir den Bach verließen, bis wir am Ufer unterhalb von Kurtz' Station anlegten.
Den Fluß hinaufzufahren war, als reiste man zurück zu den frühesten Anfängen der Welt, in eine Zeit, da die Pflanzen die Erde überwucherten und die großen Bäume Könige waren. Ein leerer Strom, eine große Stille, ein undurchdringlicher Wald. Die Luft war warm, dicht, schwer, träge. Nichts Freudvolles war im Gleißen der Sonne. Lange Flußstrecken dehnten sich wie ausgestorben, bis sie sich in der Distanz im schattigen Dunkel verloren. Auf silbernen Sandbänken sonnten sich Flußpferde und Alligatoren Seite an Seite. Das breiter werdende Wasser floß durch eine Wirrnis waldiger Inseln. Man konnte sich auf dem Fluß verirren wie in einer Wüste, und auf der Suche nach der Fahrrinne stieß man den ganzen Tag auf Untiefen, bis man meinte, man wäre verhext und für immer abgeschnitten von allem, das man je gekannt hatte - irgendwo - weit weg - in einem anderen Dasein vielleicht. Es gab Augenblicke, in denen einen die Vergangenheit einholte, wie manchmal, wenn man keinen freien Augenblick für sich hat; doch hier kam die Vergangenheit in Gestalt eines beunruhigenden, lauten Traums, an den man sich inmitten der überwältigenden Wirklichkeit dieser seltsamen Welt der Pflanzen, des Wassers und der Lautlosigkeit erstaunt erinnerte. Diese Stille des Lebens hatte ganz und gar nichts Friedliches an sich. Es war die Stille einer unversöhnlichen Macht, die über einer unergründlichen Absicht brütete. Und sie blickte uns voller Feindseligkeit an. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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