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Herz der Finsternis [Taschenbuch]

Daniel Göske , Joseph Conrad
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1991 3150087147 978-3150087145
«Ein fesselndes Plädoyer gegen Gewalt und Rassismus, Krieg und Tyrannei» (NDR)

Marlow, ein Zivilisationsflüchtling, hat als Kapitän auf einem Flussdampfer im Kongo angeheuert. Die bedrohliche Reise ins «Herz der Finsternis» führt ihn auf die dunkelsten Abwege europäischen Eroberungsstrebens. In seinem suggestiven, symbolisch verdichteten Meisterwerk zeigt Joseph Conrad (1857–1924), welch geringen Widerstand die Kultur, jener Kern westlichen Selbstverständnisses, dem Absturz in die Barbarei entgegenzusetzen vermag.

Conrads Erzählung inspirierte Francis Ford Coppola zu seinem berühmten Film «Apocalypse Now» (1979), die «grandiose Übertragung des afrikanischen Tableaus auf das südostasiatische des Vietnam-Krieges, mit der er mehr für die Kunde von Conrads beunruhigender Aktualität getan hat, als es noch so glänzende literaturwissenschaftliche Kommentare könnten» (NZZ).

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 166 Seiten
  • Verlag: Philipp Reclam jun. (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150087147
  • ISBN-13: 978-3150087145
  • Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 9,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.397 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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In den Abenteuerbüchern Joseph Conrads ist der Dschungel still. Im Herz der Finsternis (1899) etwa schlängelt sich der Kongo lautlos durch die "erhabene Stille des Urwalds": Die Geschichte von Kapitän Marlowe, der sich auf die Suche nach dem rätselhaften und grausamen Elfenbeinhändler Kurtz ins dunkle Afrika aufmacht, spielt sich vorwiegend in der "schweigenden Wildnis" ab. Erst als Marlowe Kurtz zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, durchbricht ein schriller Schrei die Lautlosigkeit. Zunächst nur "ein Wort" in den Erzählungen der Eingeborenen, stellt sich der dämonische Redner nun "als eine Stimme dar". Und als Kurtz mit dem flüsternden Ausruf "Das Grauen! Das Grauen!" sein Leben schließlich aushaucht, wird die Wahrheit dieser Einschätzung offenbar: "Er war kaum mehr gewesen als eine Stimme".

Im Herz der Finsternis, das von den teuflischen Schattenseiten der europäischen Zivilisation ebenso wie von den düstren Untiefen der menschlichen Seele berichtet, ist auch der Ich-Erzähler Marlowe für seine Zuhörer "nicht mehr gewesen als eine Stimme". Auf der CD-Fassung des Reclam Verlags nun leiht der 57-jährige Schauspieler Christian Brückner, der bereits Robert de Niro und Alain Delon synchronisierte, dem Organ des Kapitäns sein raues Timbre. Er tut dies mit viel Gespür für Conrads Text: Denn während der charismatische Kurtz "ernst, tief, bebend" -- als Störung im Urwaldschweigen eben -- hätte gesprochen werden müssen, ist die von Brückner gegebene Erzählstimme Marlowes ruhig, schlängelnd und tiefgründig wie der Kongostrom.

"Meine Stimme ist es, die nicht zum Schweigen gebracht werden kann", behauptet Marlowe einmal. Nun macht uns die unverwechselbare Stimme Brückners den herrlich gleichförmig mäandrischen "Zauberfluss der Rede" vom Herz der Finsternis anschaulich. Getreu dem auf Kurtz gemünzten Diktum Conrads: "Man spricht nicht mit dem Mann -- man hört ihm zu". 5 CDs, Spieldauer: 303 Minuten. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

«Joseph Conrads Novelle ‚Herz der Finsternis' ist eine der stärksten und berühmtesten der Weltliteratur.» (Dresdner Morgenpost) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welche Übersetzung wäre zu empfehlen 22. Dezember 2012
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Ich kenne 5 Übersetzungen von Heart of Darkness und habe sie alle anhand einzelner Passagen miteinander und auch mit dem Originaltext verglichen: Ich empfehle die Übersetzung von Manfred Allié (Fischer Klassik), der es versteht den heiklen Text stimmungsvoll und immer wieder sehr treffend in ein zeitlos anmutendes Deutsch ohne befremdende Archaismen oder Stilbrüche zu verzaubern und an sprachlicher Schönheit die für mich beste Version liefert. Die Übersetzung von Daniel Göske (Reclam) ist sehr gediegen und mit einem Hang zu literarisch und altertümlich anmutender Wortwahl. Hin und wieder wirkt das ein wenig verkrampft, vielleicht weil bereits der Originaltext komplex gebaute Strukturen besitzt und keine weiteren Komplikationen verträgt. Da und dort ist im deutschen Text auch ein unbekömmlcher Hauch von Anglizismen zu spüren. Die Übersetzung von Urs Widmer (Haffmann Verlag) beweist für mich nur, dass nicht jeder Autor immer auch ein begnadeter Übersetzer sein muss. Der Text liest sich flüssig, manchmal sogar etwas schnoddrig, was gar nicht dem Original entspricht. Die Übersetzung nimmt sich manchmal Freiheiten, die über das Original hinausgehen und dort einfach nicht vorkommen, andererseits finden sich auch Sinnfehler und Stilbrüche, die die Stimmung zerstören. Die 4.Übersetzung ist die von Ernst W. Freissler, somit die älteste Übersetzung aus meiner Auswahl. Wenn man den Originaltext nicht kennt, wird man nicht merken, dass einige Stellen einfach ganz ausgelassen wurden und ausserdem einzelne Details fehlen. Wer sich damit abfinden kann bekommt einen ganz lesbaren deutschen Text ohne Extravaganzen aber auch ohne Raffinesse (Verlag Anaconda). Lesen Sie weiter... ›
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anstrengend 3. Juni 2007
Von Anna
Format:Gebundene Ausgabe
Schon seit seiner Kindheit träumt der junge Marlow davon, die letzten weißen Flecken der Landkarte zu erforschen. Durch gute Beziehungen wird er schließlich trotz seiner geringen Erfahrung Kapitän auf einem Dampfschiff, das tief in den afrikanischen Urwald fahren soll. Dort angekommen stößt der junge Mann auf ein groteskes Tollhaus der Kolonialisierung, unorganisierte Lager, skurrile Landsmänner, die nichts tun als Intrigen gegeneinander zu schmieden, unsinnige Arbeiten und vor allem auf leidende unterdrückte Eingeborene. Marlowe, ein rationaler, realistischer Mann reagiert darauf mit Unverständnis und Ironie. Beeindruckt von der Größe, der Ursprünglichkeit und der Gewalt des Urwaldes macht er sich trotzdem auf in die Tiefen der Wildnis um den geheimnisvollen Kurtz zu finden, der sich hier sowohl mit seinem äußerst erfolgreichen Elfenbeinhandel, als auch mit seiner Abgeschiedenheit einen Namen gemacht hat. Doch was er findet ist ein Mensch, dem das Gefühl für Menschlichkeit abhanden gekommen ist.

Kein Lichtstrahl dringt durch die dunkle Stimmung, die Conrad hier erzeugt, durchtränkt von schweren dunklen Adjektiven ist der Text kontinuierlich beklemmend und unheilvoll, nur selten unterbrochen von bissigen und ironischen Kommentaren des Erzählers angesichts der makaberen Zustände im Urwald (zweifellos eine Kritik an der Kolonialisierung).

Dadurch, dass äußere Dinge meist nur skizzenhaft beschrieben werden und die Handlung zuweilen vom Erzähler unterbrochen wird, um an anderer Stelle fortzufahren, bekommt seine Geschichte, die eher anmutet wie ein Alptraum als die Realität, etwas Wirkliches. Hält man sich beim Lesen des Buches vor Augen, dass Conrad hier seine eigenen Erlebnisse als Seemann schildert und aufarbeitet, gewinnt es nochmal an Schrecken dazu.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise ins Grauen 9. Juli 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In der Gestalt des Marlow, der in nächtlicher Stille von seinen Erlebnissen während einer Flussfahrt landeinwärts auf dem Kongo erzählt, betrachtet man die dunklen Abgründe der eigenen Seele. Von einem nicht näher konkretisierbaren Sog einer unbekannten Kraft wird man jeden Augenblick näher in das Zentrum des Grauens gezogen. Dort wartet Kurtz, ein kranker, sterbender Mann, der unendlich weit weg von der Zivilisation mit unbekannter Kraft Regeln aufgestellt und durchgesetzt hat. Marlow lässt sich von Kurtz' Faszination in seinen Bann ziehen. Und der Leser auch.
Conrad wird wenig konkret, wenn es um die Beschreibung des Grauens und der Faszination, die Kurtz auf Marlow ausübt, geht. Dennoch weiß der Leser, wovon Marlow spricht. Darin liegt die ungemeine Kraft dieses Buches. Es lässt einen nämlich die dunklen Seiten seiner Seele spüren, ohne sie gleich detailliert ansehen zu müssen.
Eine bestechende Sprache - die deutsche Übersetzung ist überaus gelungen - macht es dem Leser schwer, das Buch wegzulegen, ehe es zu Ende gelesen wurde. Beim Zuklappen des Buches bleibt eine gähnende Leere, eine schwermütige Stimmung.
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130 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nur eine brauchbare Übersetzung erhältlich! 28. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut gleichzustellen mit Camus "glücklichem Tod", sprachlich perfekt und stilsicher, leider nur in der richtigen Übersetzung. Und die gibt es leider nur als Reclam-Heft. Wer einmal das englische Original gelesen hat, wundert sich über den brillianten und ausgefeilten Stil des gebürtigen Polen Conrad. Finger weg von dieser Ausgabe! Reclam oder das Original kaufen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen medimops nicht verlässlich
Das Buch ist großartig! Allerdings nur in der richtigen Übersetzung! Habe das Buch mit der Übersetzung von Daniel Göske (erhältlich nur bei Reclam! Lesen Sie weiter...
Vor 27 Tagen von chefkoch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll!
Das ist ganz große Literatur! Das Menschenbild und die Weltsicht, die Conrad für seine Protagobisten entwirft ist ganz großes Kino!
Vor 2 Monaten von AlexaE veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen „Das Grauen! Das Grauen!“
1865 besteigt Leopold II. den belgischen Thron. Der Monarch – Spekulationsgewinne am Suez-Kanal machten ihn vermögend – träumt von einem Kolonialreich. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Thomas Gebauer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Keine Unterhaltung!
Sicher große Literatur, aber auch für den geduldigen Ü-50er in jeder Hinsicht schwere Kost. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dr. Joachim Schramm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herz der Finsternis
Sehr genaue Beschreibungen der Charaktere.Die Kombination des kompetenten seemännischen Marlow mit seinen Erlebnissen im Dschungel ist Conrad wunderbar gelungen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Ute Veith veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Unfassbar schlecht Ãbersetzt
Von allen deutschen Übersetzungen dieses großartigen Buches die schlechteste und zugleich teuerste. Bewertet auf Grundlage einer Kindle Leseprobe. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von A. van Linn veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll!
Leicht zu lesen und dennoch tiefgründig. Erstaunlich aus welcher Zeit das Buch stammt und welch einfache spräche es beibehält. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Ein Wirtschaftler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen In Abschnitten schwatzhaft
Bis der große Geschichtenerzähler von damals auf den Punkt gekommen ist, sind viele seiner heutigen Zuhörer längst weitergezogen oder eingeschlafen.
Vor 10 Monaten von Roger Nesseborn veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Klassiker, der einem einiges abverlangt
Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen.
Irgendwie ist es mir zu düster, zu langatmig und einfach nicht meine Wellenlänge. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Matoaka veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Es gibt besseres zum Thema.
Wie schon gesagt, es gibt besseres zum Thema, viele Worte um nichts, kein guter Schreibstil. man hätte viel mehr daraus machen können.
Vor 11 Monaten von F. W. Weigel veröffentlicht
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