Mit Kommissar Martin hat Alexis Lecaye einen wunderbaren Ermittler geschaffen. Der ständig seufzende, von Panikattacken und Alpträumen geplagte Kommissar hat mein Herz im Sturm erobert. Umzingelt von Frauen, wie seiner Ex Myriam, seiner Tochter Isabelle, seiner Freundin Marion und der Polizeipsychologin Laurette, hat er es aber auch nicht leicht. Trotzdem stürzt er sich mit Scharfsinn und Ausdauer in seine laufenden Ermittlungen, unterstützt von seiner Assistentin Jeannette.
Eine Frau wird auf offener Straße ermordet aufgefunden. Der Mörder hat sie aus unmittelbarer Nähe mit einer Armbrust erschossen. Doch wo liegt das Motiv? Die Tote war glücklich verheiratet, hatte keine Feinde. Vom Mörder ist keine Spur zu finden.
Martin befürchtet, dass ein Serienmörder am Werke ist und kurze Zeit später, nach dem Auffinden einer zweiten Frau, auf die selbe Art ermordet wie das erste Opfer, bestätigt sich sein Verdacht.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn es ist klar, dass der Mörder abermals zuschlagen wird. Martins Chef Roussel ist nicht gerade eine Hilfe und dann bittet ihn auch noch seine Exfrau Myriam darum, sich um eine selbstmordgefährdete Kollegin zu kümmern. Martin kämpft an allen Fronten...
Ein wirklich spannender Krimi mit einem neuen, extrem sympatischen Ermittler. Martin ist ein ganz gewöhnlicher Mann, mit ganz gewöhnlichen Problemen. Zumindest auf den ersten Blick... Aber ich will nicht zuviel verraten. Mir gefällt, wie der Autor den Leser an den Gedanken Martins teilhaben läßt. Entscheidungsprozesse im privaten wie im beruflichen Leben können so einfach sehr gut nachvollzogen werden und bringen einem den grummeligen und äußerst ehrlichen Kommissar näher.
Auch die Sicht des Mörders kann man von Anfang an verfolgen und weiß somit schon vor dem Kommissar, warum dies alles passiert, was die Spannung aber keinesfalls beeinträchtigt.
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen und es wird nicht mein letztes von diesem Autor sein, zumal es ja schon eine Fortsetzung gibt.