Die Situation: ein Unternehmen in der IT Branche mit dem Schwerpunkt Softwareentwicklung macht durch das Internet und die firmeneigene Website auf sich aufmerksam. Es läuft gut, aber man möchte mehr erreichen. Man möchte seine Kundschaft besser finden, akquirieren, ansprechen. Also fängt ein Mitarbeiter an und ruft alle möglichen "potentielle Kunden" an die das Unternehmen in seiner Adressdatei irgendwie findet. Nach drei Wochen ist der Mitarbeiter gefrustet und sagt "die kalt Akquise bringt garnix" ... Ein Ammenmärchen - ich denke nicht.
Elke Fleing und Momo Evers zeigen genau diesen Unternehmen wie man es anders macht - besser macht. Im ersten Teil des Buches "Nie mehr Kaltakquise - und trotzdem gute Kunden", bestätigen Sie dem generveten Akquisiteur, dass er Recht hat. Kalt Akquise ist nervend, zeitaufwendig, teuer und wenig erfolgreich. Die beiden Autorinnen erstellen einen Fahrplan was nötig ist, um ein Unternehmen mit "Sogkraft" in Sachen Positionierung und Neukundengewinnung aufzubauen.
Im zweiten Teil "Die Top 20 der Marketing-Instrumente" wird dem frisch motivierten Marketer dann das Handwerkszeug für die erfolgreiche Umsetzung der "Sogkraft" vermittelt. 20 top relevante Themen wie Empfehlung- bzw. Viral-Marketing, Networking, Nutzung von Internettechnologien wie die eigene Website, Weblog, Newsletter-Marketing, aber auch Interviewtechniken, Guerilla-Marketing sind Inhalt des "Sogkraft Lehrgangs".
Fazit:
Mir gefällt dieses Buch ausgesprochen gut. Es ist nicht zu lang, es ist kompakt und es fasst meines Erachtens nach die wichtigsten Möglichkeiten für ein effizientes "Selbstmarketing" zusammen. Für Einsteiger oder die, die sich oder Ihr Unternehmen erfolgreicher positionieren möchten stellen Elke Fleing und Momo Evers viel Wissen zur Verfügung - immer mit dem Hinweis auf weiterführende und vertiefende Literatur. Für erfahrene Marketer ist es eine frische Lektüre und Ideensammlung um das eine oder andere Tool mal wieder einzusetzen oder neu zu probieren.
Eins kannte ich noch nicht: den Elevator Pitch. Wie sage ich meinem "Mitfahrer" im Fahrstuhl in 90 Sekunden was ich tue und welchen Vorteil er durch eine Zusammenarbeit mit mir hätte - grossartig!