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Herself
 
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Herself

Console Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (3. Dezember 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Disko B (Indigo)
  • ASIN: B0048IEL5U
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.082 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. She Saw 6:16EUR 0,99
Anhören  2. A Homeless Ghost 5:41EUR 0,99
Anhören  3. Walking The Equator 4:09EUR 0,99
Anhören  4. Cutting Time 4:00EUR 0,99
Anhören  5. Bit For Bit 4:26EUR 0,99
Anhören  6. Dropped Down 5:57EUR 0,99
Anhören  7. Upon 6:21EUR 0,99
Anhören  8. Her Eyes 4:53EUR 0,99
Anhören  9. Leaving A Century 6:05EUR 0,99
Anhören10. Of Time 4:44EUR 0,99
Anhören11. For Herself 4:51EUR 0,99


Produktbeschreibungen

motor.de

Neues aus Gretschmann's Console: Der Notwist-Beat-Bastler lässt mit "Herself" wieder digitale Klangbilder sprechen und funktioniert als großes Ganzes.

Martin Gretschmann alias Console, Soundprofessor aus dem oberbayerischen Weilheim, ist im Bereich der elektronischen Klangsphären mittlerweile alles andere als ein Unbekannter. Kooperationen mit Depeche Mode oder auch Björk, deren Song "Heirlroom" komplett von seiner Festplatte stammt, beweisen dies vehement. Auch mit dem grandiosen Konzertmitschnitt "Live at Centre Pompidou", den er 2001 mit Band in Paris aufnahm, zog er einige Aufmerksamkeit auf sich.

Nach seinen literarischen Ausflügen der letzten beiden Produktionen, bei denen er mit dem Autor Andreas Ammer kooperierte, schlägt er nun mit "Herself" wieder eine poppigere Richtung ein. War das letzte reguläre Album "Mono" noch ein wenig schwerfälliger und verkopft, spielt er nun in "Herself" wieder mit klareren Linien und beweist zum Teil sogar eingängige Radiotauglichkeit.

Knarzt und summt es zu Beginn der neuen Platte mit "She Saw" noch melancholisch, minimalistisch los, tritt schon beim zweiten Track "A Homeless Ghost" Miriam Osterrieder zum Vorschein. Die klare Stimme der Sängerin in Kombination mit Cosole's Ambient-Flair verleihen "A Homeless Ghost" einiges an Pop-Hit-Charakter. Der kühle Gesang der Münchnerin, die bereits auf "Mono" zu hören war, ist für die gesamte Platte von großer Bedeutung. So haucht diese zahlreichen Songs eine sehr charmante Note ein und lässt sie um einiges zugänglicher erscheinen. Gemeinsam reichen sich Gretschmann und Osterrieder im Laufe des Albums die Hand und wandern wie etwa bei "Walking The Equator" gemeinsam durch die digitalen Klang-Landschaften.

Aber auch für die Freunde der gewitzten Soundspielereien gibt es einiges zu entdecken. In Tracks wie "Bit for Bit" oder "Upon" spart Console nicht an verschobenen Beats und verlangt seinen Synthesizern die volle Bandbreite ab. Zu konfus wird "Herself" jedoch nicht, da bei jeder experimentellen Übertreibung Osterrieder mit ihrer Stimme zu bremsen weiß. Sie ordnet das Album in Songs wie "Her Eyes" wieder ins Pop-Gefüge ein. Die beiden bilden eine Gemeinschaft, vergleichbar etwa mit einer Klischeeehe in der der Mann über die Strenge schlägt und die Frau ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholt. So sollte man dem siebten Console-Album auf jeden Fall die Chance geben sich zu entwickeln. Denn dann entfaltet es erst seine wahre Pracht.

"Herself" ist ein gelungenes, elektronisches Album zum Ende des Jahres, mit dem Gretschmann beweist, dass er aus den Arbeiten mit Autor Ammer einiges mitgenommen hat. Er schafft es hervorragend Geschichten zu erzählen und zwar nicht etwa viele einzelne: Vielmehr liegt Consoles Stärke im großen Ganzen. Das zeigt sich bei dieser Platte sowohl im musikalischen als auch im textlichen Sinne. So ist auch der Name im Gesamten, fügt man alle Songtitel aneinander, wesentlich spannender: "She Saw A Homeless Ghost Walking The Equator Cutting Time Bit For Bit Dropped Down Upon Her Eyes Leaving A Century Of Time For Herself".

Kurzbeschreibung

Weilheimer Gleichung: Beats + Sounds x Samples = Pop.

Vier Jahre nach der letzten Console-Veröffentlichung erscheint mit "Herself" ein weiteres Album des Weilheimer Kollektivs. "Herself" geriet allerdings fast zum Alleingang des Masterminds Martin Gretschmann (The Notwist, 13&God, Acid Pauli). Angesichts eines prallen Terminkalenders entstanden die ersten Skizzen zum Album im Notwist-Tourbus. Aufgenommen wurde dann gemeinsam mit Miriam Osterrieder im heimischen Studio. "Herself" ist kein waschechtes Ambientalbum, sondern strotzt nur so vor Popappeal. Gretschmann, der Alchemist, synthetisiert aus unterschiedlichsten Beats, Sounds und Samples Melodien und Atmosphären, die unangestrengt Besitz ergreifen. Miriam Osterrieders Stimme ist noch präsenter und bündelt die Stimmung zwischen Pop und Ambient zu schlicht wunderschönen Songs. Seit 1997 ist Gretschmann der Elektronik-Wizard bei The Notwist, sowie Mitglied von 13&God. Mit Console blickt er auf mehrere Alben sowie Kooperationen mit Björk, Tocotronic und Depeche Mode zurück. Als Acid Pauli brachte er dem Minimal-Dancefloor den Humor bei.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Eigenartige ... 7. Dezember 2010
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... an der neuen Platte von Martin Gretschmann alias Console ist, dass man, wenn man sie zur gänze gehört hat, so etwas wie Dankbarkeit empfindet. Dankbarkeit dafür, dass sich da jemand ist, der sich Mühe gegeben hat bei dem, was er dem Hörer nach getaner Arbeit als fertiges Produkt präsentiert. Nun sollte man dies freundlicherweise per se eigentlich einem jedem Künstler unterstellen, nur hört man sie eben selten, die Mühe. Bei "Herself" allerdings ist sie in jeder einzelnen Minute spürbar - Gretschmann gibt sich, das wird klar, mit Halbgarem nicht zufrieden und werkelt mit einer liebens- und anerkennenswerten Detailversessenheit an seinen Klangmobilés, die in Zeiten vorgestanzter ProTools-Instantware höchst selten ist und Staunen macht.

Stück für Stück öffnen sich Türen, die Gretschmanns Miniwelten miteinander verbinden: Das samtweiche Eröffnungsstück "She Saw" beginnt so unspektakulär, als liefe es schon eine halbe Ewigkeit und jemand hätte nur unabsichtlich den Lautstärkeregler nach oben gezogen. "A Homeless Ghost" wiederum startet als satte Diskonummer, um dann von der rauen und fast maskulinen Stimme Miriam Osterrieders gezähmt und gleichsam geerdet zu werden. Dunkler und geheimnisvoller "Walking The Equator", fernöstlich verfremdet Cutting Time".

Alle Stücke nehmen sich Zeit und verschenken trotzdem keine Sekunde. "Bit For Bit" vibriert zart und "Her Eyes" rennt schneller und schneller, flach atmend, durch taumelnde, schaukelnde Synthiewände, bis dann Osterrieder im bezaubernden, warm pluckernden "Leaving A Century" raunt: "The code is clear, the child is safe, we leave the nerds, inside their caves". Ha! Wem das nicht das Herz wärmen kann, der hat es schon vor langer Zeit an des Teufels kreuzdumme Kinder, ergo Scooter, verloren. Den Schlußpunkt setzen Gretschmann und Osterrieder mit "For Herself" als entspanntem Shuffle: "Slow down, myself, come down, my mind." Goldenes Elektrohandwerk, fürwahr.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gretschartig... 18. Februar 2011
Format:Vinyl
~
...um nicht zu sagen großartig. Mit Gitarren hat das hier auch wenig zu tun, eher mit der ganz eigenen Klangwelt des Martin Gretschmann, seines Zeichens fester und wichtiger Bestandteil der ewigen unterschätzen Kritikerlieblinge Notwist, die alle Jubelschaltjahre mal ein neues Album ernten, nachdem sie es lange lange haben reifen lassen. Dazwischen meldet sich der Gretschmann als Console mit seinen eigenen Projekten. Ob nun Gretschmann solo immer auch etwas klingt wie Notwist oder andersherum mag dahingestellt bleiben, jedenfalls verströmen diese Projekte eine ganz eigene unaufgeregte Geschlossen- und Gelassenheit. Nicht allzu fern, aber etwas abseits der Nervosität der Großstadt (auch wenn München eine der weniger nervösen sein mag) im beschaulichen Weilheim wird das Detail, die Nuance mit Finesse gepflegt und Klangmustern die nötige Zeit zur Entfaltung gelassen.
Wer Notwist pauschal und ungeduldig als langweilig bezeichnet, der hat jedenfalls nicht so genau hingehört und der hat vermutlich auch den Console-Anteil darin überhört. Notwist klingt gelassen, in sich ruhend und wären sie ein Getränk, so vermutlich ein über die Jahre von verschiedenen Eichen- und Barriquefässern zurückhaltend geküsster Spätlese Rotwein. Keine Überseewuchtbrumme, nein keineswegs, sondern der gekonnt zurückhaltende, der auf den zweiten Schluck überzeugende und auf den dritten und vierten ...
Wenn dann die Lust einfach nach Bier, nach Cocktails, Sekt oder auch mal VodkaAufputsch schreit, dann wartet Notwist und der darin vesteckte Console ganz gelassen im Regal ab, denn die Lust auf den gepflegten Roten, die kommt schon wieder.
Wer zwar bisher schon genau zugehört hat und die Finesse erkannte und davon doch einfach mal mehr haben wollte, tragender und erstarkt zur eigenen neuen Identität, und wem Colsole allein bisher zu verspielt, zu vertrackt und zu heterogen vorkam, der sollte hier einmal genauer hinhören.
Wenn Console bei Notwist für die elektrisierende Würze zuständig ist, so erstarkt das Mittel elektronische Klangerzeugung hier zum reinen Instrument. Niemals stehen die Sounds im Mittelpunkt. Die Würze ist die Seele der Songs, die vertonten Gefühle. Wenn das aktuelle Faithless Album ein Ausstellungskatalog des State of the Art der modernen elektronischen Musik sein könnte, dann klingt "Herself" als hätte Console das alles schon mit der Muttermilch aufgesogen.
Das Album ist frisch, gefällig und modern, klingt aber so ausgereift und abgehangen, dass man es vom zweiten Ton an hüten und beschützen möchte und gar nicht weiß ob man sich damit lieber für zwei Wochen in einem klangdichten Raum verbarrikadieren möchte, auf dass nicht ein einziger Ton entweichen möge oder ob man es mit der ganzen Welt teilen möchte.
Ob die Songs auf "Herself" von Miriam Osterrieders cooler weicher Stimme veredelt werden oder ob Console (nur) seine Vielfalt elektronischer Klangstimmen konzertieren lässt, das Album saugt den Zuhörer kontinuierlich in eine eigene sehr schlüssige Klangwelt.
Fast überflüssig zu erwähnen, dass gretschmann nicht nur ein Klangmeister sondern auch ein echter Virtuose subtiler aber wirkungsvoller Beats ist und so ist auch für ausreichend Groove bestens gesorgt. Und würde man den Gretschmann damit nicht ohrfeigen, könnte man sagen das ist mit Abstand das popigste Album, das er produziert hat. Sagen wir daher lieber so, es geht dazu neben dem Rotwein auch gut ein Bier, bestimmt auch ein Cocktail oder Sekt und vermutlich sogar der geflügelte Vodka. Ein teilweise fast clubtaugliches Wohnzimmer Kopffilmalbum.

Klanglich ist das ganze freilich über alle Zweifel erhaben und die zwei mal 160 Gramm Vinyl eine echte Delikatesse. Versüßt werden sie noch dazu von einem kleinen Silberling, den es obendrauf gibt, ohne dass man es dem schon für das Doppelvinyl günstigen Preis anmerkt.
Die Vinyls sind etwas anders abgemischt und klingen gegenüber der wuchtigeren CD etwas weiträumiger.
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