18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Einstieg in die Materie, 22. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Herrscherin der Meere (Gebundene Ausgabe)
Sicher kein Werk, das streng wissenschaftlich-historischen Kriterien Genüge leistet, dazu fehlt sicher die fachliche Tiefe, außerdem tauchen teilweise sprachlich sehr unscharfe Formulierungen auf. Das ist aber sicher nicht der Sinn des Buches. Als Einstieg in die Materie der Seefahrtshistorie (Englische Navy), v. a. für die Leser der zahlreichen Romane über Seehelden zur Zeit der Napoleonischen Kriege, gut und mit Gewinn zu lesen. Es ist einiges über Leben an Bord, Essen, Dienstränge, Werdegang eines Offiziers usw,,usw., aber auch die politische Großwetterlage zu erfahren. Das Bild- und Kartenmaterial dazu ist recht übersichtlich und instruktiv, aber teilweise nicht sehr detailgenau (schlampig?).
Absolut bedenklich und im Vorgehen unüblich die unwidersprochene positive Kritik des eigenen Werkes (Serie um David Winter), wenn auch unter dem Deckmäntelchen eines Fremdzitates.
Trotzdem nicht schlecht die Charakterisierung der anderen Werke (Serien), v.a. für Leser zur Orientierung, die auf der Suche nach weiterem Lesestoff sind.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hintergrundmaterial satt, 11. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Herrscherin der Meere (Gebundene Ausgabe)
In auch für Laien verständlichem Schreibstil bringt der Autor dem Leser alles wissenswerte über die britische Flotte des ausgehenden 18./Anfang des 19.Jahrhunderts näher. Ob grundlegende Dinge wie Aufbau, Organisation, Verwaltung der Flotte, oder aber auch Uniformen verschiedener Perioden, Funktionsweise eines Riggs von Segelschiffen, oder das Leben an Bord allgemein - dieses Buch deckt eigentlich jedes Thema anschaulich und mit Hilfe zahlloser Tabellen/Skizzen/Fotos ab.
Pikant finde ich es allerdings, dass Adam im letzten Kapitel (Vorstellung der bekanntesten marinehistorischen Romanreihen nebst Autoren) mit seinen Schriftstellerkollegen doch teilweise hart ins Gericht geht - er ist ja selbst "Romanschreiber".
Fazit: uneingeschränkt empfehlenswert - es gibt wohl kein kompletteres Buch zu diesem Thema auf dem Markt - schon gar nicht in Deutsch.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eher Selbstbeweihräucherung als informative Studie, 27. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Herrscherin der Meere (Gebundene Ausgabe)
Nun, dieses pseudo-historische Werk ist weniger als ernstgemeinte Studie der maritimen Seefahrt des 19. Jhd. zu verstehen, als viel mehr eine sehr persönliche Meinung zu der literarischen Szene des maritimen (englischsprachigen) Genres, von dem der Autor sichtlich profitiert.
Seine geschichtlichen Ausführungen erschöpfen sich zumeist in lückenhaften Übersetzungen englischer Standart-Werke zu diesem Thema, sehr subjektiven Kritiken zu den literarischen Werken der englischsprachigen Konkurrenz und einer negativ ins Auge fallenden Selbstbeweihräucherung.
Wer des Englischen einigermaßen mächtig ist, sollte auf die hervorwagenden Original-Werke zum Thema zurückgreifen. Adams Zeichnung der maritimen Seefahrt des 19. Jhd. und insbesondere der literarische Szene ist eher sehr einseitig ausgefallen.
Richtig peinlich wird es bei Adams Beleuchtung des Roman-Sektors, der sich mit dieser Epoche auseinandersetzt.
Außer Forester kommt eigentlich keiner seiner englischen Kollegen sonderlich gut bei ihm weg.
Außer- seltsamerweise (!)- er selbst!
Da werden Donachie, Kent, Pope und selbst Patrick O'Brian aufs Übelste verrissen und nur "Frank Adam"- zufälligerweise Autor dieses zweifelhaften Werkes- wurde in der Zeitschrift "Deutsche Schifffahrt" besprochen...
Kein Wunder!
Also wer sein eigenes Werk selbst in den höchsten Tönen lobt; das seiner Konkurrenten aber eher diffamiert, hat für mich bereits jedwede Glaubwürdigkeit verloren.
Das einzige, was man Adam zugute halten kann ist, dass er selbst zugibt, O'Brian ("mit seiner komplizierten Erzählstruktur") nicht verstanden zu haben. Adam hatte beim lesen von O'Brians Büchern das Gefühl "dass bestimmten Büchern sogar Seiten fehlten". Des weiteren stellt er fest, dass es bei O'Brian um die historische Genauigkeit scheinbar nicht sonderlich gut bestellt war. Schauerlich! Als Beispiel wird dann auch noch ein Übersetzungsfehler (!) ins Deutsche herangeführt.
Nein, seriös ist all dies sicherlich nicht mehr!
Ein sehr subjektiv gefärbtes Buch in sehr einseitiger Sichtweise zu einer sehr interessanten, aber auf andere Weise sicherlich besser kennanzulernenden Epoche.
Nicht empfehlenswert!
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